US-Wohnungsmarkt ohne Anzeichen einer Überhitzung - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 19.10.2017 19.10.2017 (www.4investors.de) - Die Zahl der Wohnungsbaubeginne ist im September in den USA um 4,7% M/M gefallen. Rechnet man den Süden heraus, haben die Baubeginne stagniert. Die Hurrikans hatten mithin einen negativen Einfluss. Aber auch in anderen Regionen waren die Zahlen schwach – nur die Bauaktivitäten im Westen legten kräftig zu und glichen die Schwächen andernorts aus. Das Bild bei den Baugenehmigungen ist wenig anders. Von einem Boom wie 2006 ist der Wohnungsmarkt weit entfernt. Wohl auch, weil die Kosten ggü. 2012 klar gestiegen sind. Überteuert ist der Markt aber nicht und für den langfristigen Bedarf werden derzeit zu wenige Wohnungen gebaut.

Anleihen


China: BIP-Wachstum (3. Quartal), 04:00 Uhr
Großbritannien: Einzelhandel (Sept.), 10:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr

Nach der freundlichen Tendenz der Vortage belastete gestern die gute Stimmung an den Aktienmärkten die Staatsanleihen. Dabei wiesen Bundesanleihen relativ geringe Kursverluste auf. Die Erwartungen, dass die monatlichen EZB-Anleihekäufe ab Januar an von 60 auf 30 Mrd. EUR gesenkt werden sollen, aber bis mindestens September laufen sollen, haben sich mittlerweile verfestigt. Größere Kursverluste gab es dagegen bei spanischen Staatsanleihen. Gestern rief der spanische Ministerpräsident Rajoy die Separatisten zur Besonnenheit auf. Er hat dem katalanischen Regierungschef bis heute 10:00 Uhr Zeit gegeben, die Abspaltungspläne ad acta zu legen. Ansonsten sei die Zentralregierung dazu verpflichtet, den Artikel 155 der spanischen Verfassung einzusetzen, mit dem die Zentralregierung die Regionalregierung entmachten kann. Nach Meldung der Arbeitsmarktdaten stiegen gestern auch in Großbritannien die Renditen stärker an als bei Bundesanleihen. Die Arbeitslosenquote verharrte im August mit 4,3% auf dem niedrigsten Stand seit 1975 und die Löhne stiegen mit 2,2% J/J leicht stärker als erwartet an. Auf dem EU-Gipfel heute und morgen wird vor allem Thema sein, ob die Brexit Verhandlungen in die zweite Phase gehen können. Die Spekulation, dass John Taylor neuer US-Notenbankchef wird – er wird zu den „Falken“ gezählt – belastet den US-Anleihemarkt. Die Daten vom US-Immobilienmarkt hatten gestern enttäuscht (siehe im Blickpunkt), die US-Wirtschaft bleibt aber nach Einschätzung der US-Notenbank (Beige Book) trotz der Wirbelstürme auf Wachstumskurs. Das reale BIP-Wachstum in China betrug im 3. Quartal wie erwartet 6,8% J/J, die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion fielen sogar leicht besser als erwartet aus.

Aktien


Hannover Rück, Investorentag
Nestlé, Umsatz 9 Monate
Roche, Ergebnis Q3
SAP, Ergebnis Q3
Unilever, Ergebnis Q3
Verizon, Ergebnis Q3

Die europäischen Aktienbörsen präsentierten sich nach einem eher verhaltenen Vortag vor allem im frühen Handel in Rekordlaune. Am Vormittag hatte ein schwächerer Euro für Antrieb gesorgt, darüber hinaus gab es im Vorfeld der Berichtssaison einige Analystenkommentare, die die Kurse bewegten. So profitierten die Aktien von ProSiebenSat1 (+1,7%) von einer positiven Branchenstudie. Die Titel der Deutschen Börse (-1,8%) hingegen fielen überdurchschnittlich, nachdem ein Analysehaus seine Kaufempfehlung gestrichen hatte. Im EUROSTOXX 50 konnten die Anteilscheine von Danone (0,5%) weiter von den gestern vorgelegten Umsatzzahlen profitieren. An der Spitze des europäischen Leitindex standen mit BNP Paribas (+1,7%) und Société Générale (+1,3%) indes zwei französische Finanzinstitute. Stärkste Branche im Euroraum war somit neben Automobilen der Banksektor (jeweils +0,8%), während hauptsächlich Finanzdienstleister und IT (jeweils -0,4%) schwächer tendierten. An der Wall Street sorgten wie am Vortag in der Breite positiv aufgenomme Quartalsberichte für eine Fortsetzung der Rekordstimmung, die allerdings vornehmlich den Dow Jones Industrial erfasste, während der technologielastige Nasdaq 100 sogar leicht nachgab. Besonders im Fokus standen die Titel von IBM (+8,9%), die mit ihren Quartalszahlen positiv überraschten. Stärkste Branche im kaum veränderten S&P 500 waren die Finanzen (+0,6%) während vor allem Energietitel (-0,7%) schwächer tendierten. Die asiatischen Börsen zeigen heute Morgen ein gemischtes Bild, wobei allerdings der Nikkei 225 seinen 13. Gewinntag in Serie feiern kann.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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