Der Nikkei 225-Index hinkt in 2017 vielen anderen Leitbörsen hinterher - Commerzbank Kolumne

  Anmelden Abmelden -
Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner. Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Nachricht vom 25.08.2017 25.08.2017 (www.4investors.de) - Seit Jahresbeginn legte der Nikkei 225 lediglich um 1% zu. Zwar stieg der japanische Leitindex im Juni/Juli zeitweise wieder über die Marke von 20.000 Punkten, v.a. angetrieben von Elektronik- und Bankaktien. Im August fiel er aber wieder unter diese Marke zurück und sank jüngst fast bis auf die 200-Tage-Linie bei 19.285 Punkten. Die Underperformance des Nikkei 225-Index ggü. dem Dax (+6% seit Anfang 2017) und dem Dow Jones-Index (+10%) sowie ggü. einigen großen Schwellenländerbörsen bleibt aber bestehen. Verantwortlich hierfür zeichnet insbesondere der relativ feste Yen, der seit Jahresbeginn ggü. dem US-Dollar um mehr als 6% aufwertete. Wie so häufig schlägt sich ein festerer Yen vor allem negativ auf die Ergebnisse exportorientierter Firmen nieder (Aktie von Toyota: -11% seit Jahresbeginn). Zu den schwächsten Branchen (Topix) zählen seit Jahresanfang 2017 die Bereiche Minen, Banken und Immobilien, mit durchschnittlichen Verlusten von rd. 8%. Besonders gefragt waren dagegen die Sektoren Luftfahrt (+19%), Nichteisenmetalle (+17%) sowie Chemie (+17%). Auch die politische Schwäche des Premierministers Abe belastete die Börse. Infolge von Korruptionsvorwürfen und angeblicher Günstlingswirtschaft sanken die Umfragewerte für die Regierung von zuvor 50 bis 60% auf nur noch 30 bis 40%. Im Rahmen einer Kabinettsumbildung tauschte Abe Anfang August 14 von 19 Ministern aus. Damit will er verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Die Opposition kann kaum von Abes Schwäche (auch im Zusammenhang mit ausbleibenden Reformen im Zuge der „Abenomics“) profitieren. Sie ist nach Verlusten bei der Lokalwahl in Tokio selbst geschwächt. Rücktritte in der Demokratischen Partei waren die Folge. Innerhalb unserer Regionenallokation bestätigen wir unsere neutrale Gewichtung für die Börse in Japan. Das KGV von 14,4 (Topix) auf Basis für die geschätzten Gewinne im Fiskaljahr 2017/18 (ab 01.04.2017) erachten wir als fair.

Anleihen


Deutschland: Importpreisindex (Juli), 8.00 Uhr
Deutschland: BIP-Komponenten (Q2), 8.00 Uhr
Frankreich: Verbrauchervertrauen (August), 8.45 Uhr
Deutschland: Ifo-Geschäftsklima (August). 10.00 Uhr
USA: Auftragseingang langl. Güter (Juli) 14.30 Uhr

Das Geschehen an den Rentenmärkten blieb gestern ausgesprochen ruhig. Allein schon saisonbedingt blieben die Umsätze niedrig, hinzu kam eine abwartende Haltung angesichts des internationalen Notenbanktreffens in Jackson Hole. Dort steht heute um 16 Uhr die Rede von Janet Yellen auf dem Programm; die Fed-Chefin spricht im Rahmen des Konferenzthemas „Förderung einer dynamischen Weltwirtschaft“ zu Fragen der Finanzstabilität. Dabei dürfte sie die vom Markt bezweifelte Neigung der Fed betonen, auf dem Weg der geldpolitischen Normalisierung weiter voranzuschreiten: durch ein Abschmelzen der Fed-Bilanz, aber auch durch weitere Leitzinsanhebungen. Die Ansprache von EZB-Chef Mario Draghi folgt um 21 Uhr. Wegweisendes zum geldpolitischen Ausblick ist nicht zu erwarten, denn dies würde die Entscheidung über Ausmaß und Tempo der Reduzierung der Anleihekäufe, worüber die EZB im „Herbst“ befinden will, präjudizieren. Doch wird er nicht mehr hinter seine vor zwei Monaten im portugiesischen Sintra gezogene Linie zurückkönnen und -wollen: Demnach wirkt bei zunehmender Verstetigung des Aufschwungs eine unveränderte Geldpolitik immer expansiver. Um ihren Expansionsgrad konstant zu halten, müssten die geldpolitischen Parameter angepasst werden (übersetzt: die Anleihekaufvo-lumina mit der Zeit verringert werden), was nicht als „Straffung“ missverstanden werden dürfe. Fielen die Botschaften in etwa so aus, dann wäre mit stei-genden Renditen an den Rentenmärkten zu rechnen; vor allem die Fed-Politik sieht der Markt derzeit zu gelassen.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Das richtungslose Auf und Ab setzte sich an den europäischen Aktienmärkten auch am gestrigen Handelstag fort. Bis zur Eröffnung der Wallstreet ging es zur Abwechslung mal wieder etwas nach oben, bevor dann jedoch Gewinnmitnahmen einsetzten. Die Leitindizes gewannen um bis zu 0,6% (Österreich). In Italien war es vor allem die Aktie von Fiat, die mit einem Plus von 3% für Aufsehen sorgte. Hier gaben Gerüchte über einen möglichen Unternehmensumbau einen Schub. Ähnlich verhielt es sich bei der Aktie von Daimler. Laut Pressemeldungen könnte hier eine Neustrukturierung des Konzerns in drei Konzernbereiche erfolgen. Die Notierung legte um 1,5% zu. Auch die Aktien von BMW (+0,9%) und von Volkswagen (+0,8%) standen auf der Gewinnerseite. Der Dax legte in diesem Umfeld um 0,1% zu. Damit trat der deutsche Leitindex in den ersten vier Handelstagen dieser Woche nahezu auf der Stelle. Gefragt waren gestern weiter-hin Versorgeraktien. Die Notierung von Eon gewann 0,7%. In der zweiten Reihe stürzte die Aktie von Steinhoff um 10% ab. Magazinmeldungen über Ermittlungen wegen Bilanzfälschungen belasteten die Aktie. Auf europäischer Sektorenebene waren am gestrigen Handelstag vor allem Aktien aus dem Bereich Haushaltsgüter gefragt, die im Schnitt um 0,8% zulegten. Aktien aus dem Bereich Technologie gaben als Tagesverlierer im Schnitt um 0,6% nach. Die Börsen in den USA wiesen am Donnerstag leichte Verluste auf. Der Dow Jones-Index verlor 0,1%. Für etwas Gegenwind sorgte v.a. der Streit in Washington um die Schuldengrenze. Auf Sektorenebene waren v.a. Pharmawerte gefragt, die im Schnitt 0,3% gewannen. Dagegen büßten Gebrauchsgütertitel durchschnittlich 1,3% ein. Die Börsen in Asien tendierten zum Wochenschluss uneinheitlich. Der Nikkei 225-Index konnte insbesondere dank eines etwas schwächeren Yen um 0,5% zulegen. In Südkorea tendierten die Kurse seitwärts.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Aktueller Aktienkurs und interaktive Chart-Tools für die DAX Aktie: Hier klicken!!
(Werbung)



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

17.07.2018 - Evonik hebt Prognose an - Gewinn über Erwartungen
17.07.2018 - Mologen: Aktien-Zusammenlegung steht an
17.07.2018 - Wirecard und Mastercard erweitern Zusammenabeit - Blick auf die Charttechnik
17.07.2018 - asknet auf Wachstumskurs
17.07.2018 - Hella steigert Umsatz und Gewinn - Aktie deutlich im Plus
17.07.2018 - Aurelius: Neues aus dem Vorstand
17.07.2018 - Manz Aktie im Plus - Großauftrag sorgt für Kursanstieg
17.07.2018 - UMT Aktie: Kommt jetzt der Durchbruch nach oben?
17.07.2018 - Medigene Aktie mit Trendwendephantasie: Das könnte etwas werden!
17.07.2018 - BYD Aktie: Das Drama nimmt seinen Lauf


Chartanalysen

17.07.2018 - Wirecard und Mastercard erweitern Zusammenabeit - Blick auf die Charttechnik
17.07.2018 - UMT Aktie: Kommt jetzt der Durchbruch nach oben?
17.07.2018 - Medigene Aktie mit Trendwendephantasie: Das könnte etwas werden!
17.07.2018 - BYD Aktie: Das Drama nimmt seinen Lauf
17.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Ist die Zeit reif?
17.07.2018 - Evotec Aktie hat weiter Haussechancen - was jetzt passieren muss!
16.07.2018 - Steinhoff Aktie: Die Uhr tickt…
16.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Startet das Comeback?
16.07.2018 - Aixtron Aktie: Gelingt der große Durchbruch?
16.07.2018 - BYD Aktie: Eine wichtige Marke wackelt - schlechte Neuigkeiten


Analystenschätzungen

17.07.2018 - ThyssenKrupp: Lehner-Abgang sorgt für Kursplus
17.07.2018 - Linde: Nächster Schritt zur Fusion
17.07.2018 - Nordex: Neue Prognose für 2019
17.07.2018 - Deutsche Bank: Zahlen ändern nichts am Verkaufsrating
17.07.2018 - Lufthansa: Kerosin kann belasten
16.07.2018 - Deutsche Bank: Optimismus klingt ganz anders
16.07.2018 - Deutsche Bank: Analysten verfallen nicht in Euphorie
16.07.2018 - Deutsche Bank: Kurs übertrifft Kursziel
16.07.2018 - Deutsche Telekom: Vor den Quartalszahlen
16.07.2018 - VTG: Gewinne mitnehmen?


Kolumnen

17.07.2018 - Türkische Börse und die türkische Lira stehen weiter unter Druck - Commerzbank Kolumne
17.07.2018 - S+P 500: Rally vor wichtiger Hürde - UBS Kolumne
17.07.2018 - DAX: Rally gerät ins Stocken - UBS Kolumne
16.07.2018 - US-Einzelhandel: Revisionen öffnen den Weg zu 4% Wachstum im II. Quartal - Nord LB Kolumne
16.07.2018 - DAX: Exit vom Brexit? Freundlicher Wochenstart, SKS ad acta gelegt - Donner + Reuschel Kolumne
16.07.2018 - SAP Aktie: Topbildung möglich - UBS Kolumne
16.07.2018 - DAX: Bearishe Flagge vor Vollendung - UBS Kolumne
13.07.2018 - DAX: Noch halten die Unterstützungen - UBS Kolumne
13.07.2018 - EUR/CHF: Bullen legen nach - UBS Kolumne
13.07.2018 - US-Inflation steigt, aber noch nicht wegen der Zölle - Commerzbank Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR