DAX unter Druck nach EZB-Ratssitzung

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Nachricht vom 08.09.2016 08.09.2016 (www.4investors.de) - Die Ergebnisse der mit Spannung erwarteten Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank bringen den DAX am frühen Donnerstagnachmittag unter Druck. Der wichtigste deutsche Aktienindex war bereits im Vorfeld der heute um 13.45 Uhr bekannt gegebenen Entscheidungen ins Minus gerutscht, baut dieses nun aber aus. Gegen 13:52 Uhr liegt der DAX bei 10.687 Punkten mit 0,61 Prozent im Minus.

Die Währungshüter haben wie erwartet keine Veränderung bei den Leitzinsen beschlossen. Der Leitzinssatz bleibt damit bei null Prozent auf einem Rekordtief. „Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die EZB-Leitzinsen für längere Zeit und weit über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden“, heißt es in einer Stellungnahme der EZB am Donnerstag.

Verlängert die EZB das Kaufprogramm für Anleihen?


Im Fokus stand allerdings an der Börse ohnehin eine mögliche Veränderung beim Kaufprogramm der EZB für Anleihen, das bisher bis März 2017 befristet ist. Die Zentralbank stellt allerdings eine Verlängerung in Aussicht. Die Anleihenkäufe, derzeit 80 Milliarden Euro pro Monat, sollen „so lange erfolgen sollen, bis er (der EZB-Rat, d. Red.) eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung erkennt, die mit seinem Inflationsziel im Einklang steht“, heißt es aus der EZB. Im Gegensatz zu den Erwartungen einiger Volkswirte wurde damit heute keine definitive Verlängerung des Kaufprogramms beschlossen.

EZB-Chef Mario Draghi wird zur heutigen Ratssitzung um 14.30 Uhr eine Pressekonferenz abhalten. Diese kann im Stream verfolgt werden: hier klicken.

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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