Raiffeisen: ADT, Ölpreis und Staatsanleihen im Blickpunkt


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Nachricht vom 17.02.2016 17.02.2016 (www.4investors.de) - Verhandlungen über eine abgesprochene Förderungsbegrenzung von OPEC- und Nicht-OPEC Ländern hatten gestern den Ölpreis zeitweise unterstützt. Nach Bekanntgabe des gemeinsamen Vorstoßes Saudi Arabiens, Russlands, Venezuelas sowie Katars verzeichnete der Ölpreis jedoch wieder einen Rückgang. Denn einerseits wurde als Bedingung für ein solches Vorgehen die Teilnahme weiterer Ölförderländer genannt. Und andererseits soll die Produktion auf Höhe des im Jänner verzeichneten Produktionsniveaus (nahe Rekordförderung) eingefroren werden. Datenseitig stehen heute lediglich in den USA relevante Veröffentlichungen auf dem Programm. Neben Daten zum Immobilienmarkt und den Erzeugerpreisen dürften die Marktteilnehmer besonders den Industrieproduktionszahlen für den Monat Jänner Beachtung schenken. Nach drei Rückgängen in Folge rechnen wir nun mit einem soliden Plus. Am Abend gibt schließlich das Protokoll der letzten (Jänner) US Zinssitzung Aufschluss über die Stimmungslage innerhalb des FOMC.

Auf dem Primärmarkt begab Österreich gestern zwei syndizierte Anleihen mit Fälligkeit Oktober 2026 (Kupon: 0,75 %) und Februar 2047 (Kupon: 1,5 %). Dem Emissionsvolumen von insgesamt EUR 5,0 Mrd. (2026: EUR 3,5 Mrd.; 2047: EUR 1,5 Mrd.) standen Gebote in Höhe von mehr als EUR 7,1 Mrd. gegenüber. Darüber hinaus war Spanien mit sechs- und zwölfmonatigen Geldmarktpapieren aktiv und sammelte damit insgesamt EUR 5,7 Mrd. ein. Für heute hat sich Portugal mit Geldmarktpapieren (3M, 12M) angekündigt, während Deutschland eine Anleihe mit Fälligkeit Februar 2026 um EUR 5 Mrd. aufstocken will.

Aktienmärkte
Am gestrigen Handelstag verbuchten die wichtigsten US-Aktienindizes durchwegs deutliche Zugewinne und schlossen allesamt im positiven Terrain. Dabei konnten durch die Bank alle Sektoren zulegen. Unter Druck standen allerdings einige Ölwerte, nachdem es im Handelsverlauf zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise kam (Einfrierung der Ölproduktion auf Januar-Niveau). Zu den Gewinnern zählten hingegen Aktien von ADT Corp., einem Anbieter von Sicherheitsdiensten, die um 47,5 % zulegen konnten. Grund war die Übernahme durch die Investmentgruppe Apollo Global Management für USD 6,9 Mrd. Der japanische Aktienmarkt legte nach der zuletzt kräftigen Erholung eine Pause ein und so beendete der Nikkei 225 den Handelstag mit einem Minus von 1,3 %. Nach aktuellen Futures-Indikationen zeichnet sich an den europäischen Börsenplätzen ein Handelsbeginn auf Vortagesniveau ab.

Credit
Nach dem wir bereits zum Wochenstart rege Aktivität auf den EUR denominierten Primärmarkt beobachten konnten, hauptsächlich von Financials, setzte sich dieser positive Trend gestern weiter fort und einige Banken nützen die deutliche verbesserte Marktstimmung zu Emissionen. So platzierten die BAWAG (EUR 500 Mio., 6 Jahre, Aaa, MS+27 BP) und Helaba (EUR 1,25 Mrd., 4,5 Jahre, AAA, MS-1 BP) Covered Bonds. Während die Santander Consumer Finance (EUR 500 Mio., 3 Jahre, A3/BBB+/A-, MS-120 BP), die Societe Generale (Tranche A: EUR 1 Mrd., 2 Jahre, 3mE+35 BP, A2/A/A; Tranche B: EUR 750 Mio., 5 Jahre, MS+80 BP, A2/A/A) und die BNP Paribas (EUR 1 Mrd., 10 Jahre, A1/A+/A+, MS+105 BP) Senior Anleihen vermarkteten.

Zentraleuropa / Osteuropa
- CZ: Unerwartete Abschwächung des BIP im 4. Quartal auf unter 4 % p.a.
- HU: IWF rät zu Zinssenkungen im Falle von Konjunktur-/Inflationsschwäche
- PL: Voraussichtliche Verlangsamung des Wachstums der Industrieproduktion im Januar
- PL: Sejms dritter neuer Kandidat für den geldpolitischen Ausschuss gemäßigter als befürchtet
- PL: Guter Arbeitsmarkt soll den Haushaltskonsum unterstützen
- RU: Staatliche Unterstützung für Hypothekenkredite könnte sich fortsetzen
- HR: Notenbank hielt erste LTRO-Auktion ab


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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