DGAP-News: Ecolutions Management GmbH : Vakanter Aufsichtsrat bei der Auden AG

Nachricht vom 10.08.2017 (www.4investors.de) -


DGAP-News: Ecolutions Management GmbH / Schlagwort(e): Personalie/Sonstiges

Ecolutions Management GmbH : Vakanter Aufsichtsrat bei der Auden AG
10.08.2017 / 11:20


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Ecolutions Management GmbH: Vakanter Aufsichtsrat bei der Auden AG

- Auden AG nicht handlungsfähig

- Aufsichtsrat komplett zurückgetreten

- Gerichtliche Bestellung in Kürze erwartet

- Aktionäre haben Anträge gestellt

Frankfurt, den 10. August 2017 - Die im Basic Board notierte Auden AG teilte am 02. August 2017 um 14.00 Uhr in einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR, übermittelt durch DGAP, mit, dass alle Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft, Tobias Wittich, Christian Nafe sowie Ekkehardt von Knebel Doeberitz, mit Wirkung zum Ablauf des 02. August 2017 ihre Ämter als Aufsichtsräte niedergelegt haben. Als letzte Amtshandlung vor dieser Mandatsniederlegung wurde ein neuer Vorstand bestellt, nachdem nur eine Woche zuvor auch ein neuer Vorstand bestellt wurde, der indes kurzfristig wieder abberufen wurde.

Seit dem 02. August 2017 ist der Aufsichtsrat der Auden AG nunmehr mit keinem einzigen Aufsichtsratsmitglied mehr besetzt. Dieser Umstand stellt einen Fall im Sinne des § 104 Abs. 1 AktG dar. Als aktivistischer Aktionär der Auden AG hat der Geschäftsführer der Ecolutions Management GmbH, Volker Glaser, einen entsprechenden Antrag nach § 104 AktG bei Gericht gestellt. Diesem Antrag angeschlossen hat sich Auden-Aktionärin Manuela Tränkel sowie Auden-Aktionär Hans-Georg Möckesch, der einen eigenen Antrag stellte. Sollte das Gericht den Anträgen stattgeben, ist der Aufsichtsrat der Auden AG wieder gemäß der Satzung der Auden AG besetzt.

Der Antrag nach 104 AktG wurde von diesen Personen unverzüglich nach der vorbezeichneten Ad-hoc-Mitteilung gestellt. Es besteht keine Kenntnis darüber, ob der Vorstand der Auden AG einen solchen Antrag pflichtgemäß und unverzüglich gestellt hat. Kenntnis besteht allerdings darüber, dass sich die Auden AG, nach Kenntnisnahme des Antrags dieser Aktionäre, massiv darum bemüht, mögliche Aktionäre der Gesellschaft anzuschreiben, um diese zu animieren, einen eigenen Antrag zu unterstützen. Ob dies wirklich sachgerecht erscheint, ist heute noch nicht zu entscheiden.

Fakt ist indes, dass der Aufsichtsrat der Auden AG aus objektiven und unabhängigen Personen bestehen sollte. Es steht zu befürchten, dass die Auden AG das Ziel hat, den Aufsichtsrat aus wohlgesonnen Personen gegenüber der Auden AG als auch gegenüber dem vermeintlich größten Anteilseigner, der Auden Group GmbH, zu besetzen. Die Auden Group GmbH hält, zumindest nach einer Mitteilung nach § 20 AktG, einen Anteil von mehr als 50 % an der Auden AG. Es wird diesseits jedoch bezweifelt, dass diese Angaben noch zutreffen. Jedenfalls erscheint es nicht wirklich sachgerecht und zweckmäßig, den Aufsichtsrat der Auden AG mit Personen zu besetzen, die der Auden Group GmbH nahstehen bzw. den einst handelnden Personen/Organe der Auden AG. In diesem Fall wäre es sehr unwahrscheinlich, dass alle Abläufe, zumindest der letzten 10 Monate, vollständig und lückenhaft aufgeklärt werden. Dies ist bei der Auden AG jedoch aus Gründen des Aktiengesetztes aber auch zum Schutz aller Aktionärsinteressen dringend geboten.

Am 6. Dezember 2016 um 11.08 Uhr meldete die Auden AG in einer Ad-hoc Mitteilung, dass eine Kapitalerhöhung im Volumen von 2.230.421 Aktien mit einem Bruttoemissionserlös in Höhe von insgesamt 15.6 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Aktien wurden zu einem Preis von 7 Euro je Aktie platziert. Nur gut 9 Monate später, also Anfang August, notierte die Aktie der Auden AG im Tief bei Kursen von 30 Cent. Am 25. Juli 2017 um 12.33 Uhr meldete das Unternehmen lapidar in einer Pressemitteilung, dass das Unternehmen aktuell weitere Liquidität aus der Kapitalerhöhung der Gesellschaft vom Dezember 2016 erhält. "Im Rahmen dieser Transaktion hatte die Auden Group GmbH im Auftrag institutioneller Anleger Aktien gezeichnet, die entgegen den Vereinbarungen aufgrund des Kursverfalls im 1. Halbjahr 2017 nicht vollständig abgenommen wurden. Nachdem Verhandlungen mit den Investoren nun beigelegt wurden, übernimmt die Auden Group GmbH jegliche fehlende Kapitaldeckung." Warum wurde dann bereits im Dezember 2016 via Ad-hoc-Mitteilung mitgeteilt, dass die Kapitalerhöhung platziert wurde? Die Auden AG hat sage und schreibe über ein halbes Jahr dazu benötigt, die Mitteilung aus Dezember 2016 zu "korrigieren". Ob es sich bei der Mitteilung im Dezember sogar um eine mögliche Falschmeldung handelte, kann derzeit noch nicht final beurteilt werden.

Am 06. Februar 2017 um 08.37 Uhr meldete die Gesellschaft, dass sie sich "als größter institutioneller Investor (.) im Rahmen einer Pre-IPO-Finanzierungsrunde mit 2.4 Mio. Euro an der ViaLight Communications GmbH" beteiligt. Die Meldung ist eindeutig zu verstehen. In einer recht blumig formulierten Mitteilung vom 30. Mai 2017 teilte die Auden AG fast nebensächlich mit, dass die Transaktion ViaLight nicht weiterverfolgt wird. Über die Details und die eklatanten Widersprüche beider Meldungen schweigt sich der Vorstand bis heute aus.

Dies soll nur einen Auszug von Ungereimtheiten bei der Auden AG darstellen. Die jüngsten Personenwechsel der Gesellschaft auf der Vorstandsebene und Ebene des Aufsichtsrats wirken ebenfalls nicht vertrauenerweckend und professionell. Ein geschlossener und vollständiger Rücktritt des Aufsichtsrats verspricht nichts Gutes und könnte durchaus auch mit einem Dissens zwischen Aufsichtsrat und ehemaligem Vorstand der Gesellschaft zusammenhängen bzw. mit der Auden Group GmbH.

Fakt ist somit, dass es bei der Gesellschaft einen Aufsichtsrat benötigt, der wieder für eine ordnungsgemäße und rechtmäßige Tätigkeit durch die gesetzlich vorgeschriebene Überwachung und Beratung sorgt sowie alle eventuellen Pflichtverletzungen sämtlicher Organe kritisch prüft und ggf. die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen durchsetzt.

Die Auden-Aktionäre Manuela Tränkel, Hans-Georg Möckesch und Volker Glaser sind diesen kritischen Themen sehr erfahren und sind bzw. waren schon mehrfach Mitglieder eines Aufsichtsrats. Alle drei Personen sind zudem mit dem Aktiengesetz bestens vertraut. Manuela Tränkel ist Investorin, ehemalige Fondsmanagerin und Kapitalmarktexpertin mit über 20-jähriger Erfahrung. Hans-Georg Möckesch ist professioneller Aufsichtsrat, studierter Rechtswissenschaftler und seit über 21 Jahren Berater für Finanzkommunikation/Investor Relations. Er ist Geschäftsführer der PR Partner Societät für Öffentlichkeitsarbeit. Volker Glaser ist ein erfahrener Wirtschaftsjournalist und im Beteiligungsmanagement seit mehr als 15 Jahren aktiv. Er hat exzellente Kenntnisse in der Restrukturierung von komplexen Firmen, aktienrechtlichen Rechtsstreitigkeiten innerhalb Vorstand und Aufsichtsrat und besondere Erfahrung mit börsennotierten Gesellschaften wie gesellschaftsrechtlichen Fragen zwischen Aktionären und einer Gesellschaft.

Die Auden Aktionäre Tränkel, Möckesch und Glaser werden anlässlich ihres Antrags auf Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Auden AG, gerichtlich bestellt zu werden, bereits von mehreren aktivistischen Auden-Aktionären deutlich unterstützt. Weitere Aktionäre der Auden AG, die ebenfalls unzufrieden mit der bedenklichen Entwicklung der Gesellschaft sind oder andere sachdienliche Informationen geben wollen, werden gebeten, sich unter auden@ecolutions.de zu melden oder anderweitig entsprechenden Kontakt aufzunehmen.

Kontakt:

Volker Glaser

Ecolutions Management GmbH

Tel.: +49 (0) 172 - 7230 948

Fax: +49 (0) 69 915 010 829











10.08.2017 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de



600499  10.08.2017 





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