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DGAP-News: BAUER Aktiengesellschaft: BAUER AG durch schwächeres Fernost-Geschäft belastet; Auftragsbestand auf neuem Höchststand

14.11.2019, 07:00:17 (www.4investors.de - in Kooperation mit DGAP - EQS Group):






DGAP-News: BAUER Aktiengesellschaft


/ Schlagwort(e): Zwischenbericht/9-Monatszahlen





BAUER Aktiengesellschaft: BAUER AG durch schwächeres Fernost-Geschäft belastet; Auftragsbestand auf neuem Höchststand







14.11.2019 / 07:00



Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

- Gesamtkonzernleistung nahezu unverändert bei 1.239,4 Mio. EUR (Vj.: 1.235,8 Mio. EUR); Umsatzerlöse mit 1.107,7 Mio. EUR (Vj.: 1.122,2 Mio. EUR) um 1,3 % reduziert
- EBIT aufgrund Unterauslastung im Segment Bau bei 48,5 Mio. EUR (Vj.: 56,8 Mio. EUR)
- Ergebnis nach Steuern beeinflusst durch die Bewertung von Zinssicherungsgeschäften bei -0,4 Mio. EUR (Vj.: 13,1 Mio. EUR)
- Auftragsbestand wächst um 8,5 % auf 1.062,3 Mio. EUR (Vj.: 979,2 Mio. EUR)
- Angepasste Gesamtjahresprognose vom September 2019 bestätigt
Schrobenhausen - Politische Veränderungen im Fernen Osten, die die lokalen Baumärkte vorübergehend zum Stillstand gebracht haben, sowie Projektverschiebungen im Auslandsbaugeschäft haben sich im Jahresverlauf auf die Geschäfte der BAUER Gruppe ausgewirkt. Aufgrund der weltweit sehr guten Nachfrage nach Spezialtiefbauleistungen konnte im Segment Bau dennoch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 ein neuer Höchstwert beim Auftragsbestand verzeichnet werden. Die Leistung in diesem Segment ging zurück, während die Segmente Maschinen und Resources Zuwächse erzielten.

Die Gesamtkonzernleistung blieb zum Ende des dritten Quartals mit einem Zuwachs um 0,3 % von 1.235,8 Mio. EUR auf 1.239,4 Mio. EUR nahezu unverändert. Die Umsatzerlöse haben sich um 1,3 % von 1.122,2 Mio. EUR auf 1.107,7 Mio. EUR reduziert. Das EBIT betrug nach 56,8 Mio. EUR im Vorjahr nun 48,5 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern betrug -0,4 Mio. EUR gegenüber 13,1 Mio. EUR im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen auf das Segment Bau in den Märkten des Fernen Ostens sowie Australien zurückzuführen. Projektverschiebungen bzw. Verzögerungen bei der finalen Vergabe von Aufträgen sorgten dafür, dass die Kapazitäten nicht ausgelastet waren und die Fixkosten belasteten. Zusätzlich wirkten sich die negativen Effekte der Zinssicherungsgeschäfte deutlich auf das Ergebnis aus.

Der Auftragsbestand im Konzern ist jedoch auf Höchstniveau. Er ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 8,5 % auf 1.062,3 Mio. EUR (Vj.: 979,2 Mio. EUR) angestiegen, was vor allem auf das Segment Bau zurückzuführen ist. Der Auftragseingang wuchs um 4,1 % von 1.237,2 Mio. EUR auf 1.288,1 Mio. EUR.

Geschäftssegmente

Mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources und dem breit diversifizierten Geschäftsmodell ist der Konzern mit mehr als 110 Tochterunternehmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.

Im Segment Bau sorgte die weltweit nach wie vor sehr gute Nachfrage nach Spezialtiefbauleistungen für einen neuen Höchstwert beim Auftragsbestand. Dieser stieg in den ersten neun Monaten um 25,4 % auf 631,1 Mio. EUR (Vj.: 503,2 Mio. EUR). Dazu trugen vor allem größere und langlaufende Projekte in den USA bei, unter anderem zur Instandsetzung des Herbert-Hoover-Deichs, sowie ein Großauftrag in Jordanien. Der Auftragseingang lag mit 598,8 Mio. EUR um 9,3 % über dem Vorjahreswert (547,6 Mio. EUR). Die Gesamtkonzernleistung lag mit 515,0 Mio. EUR um 4,1 % unter dem Vorjahr (537,1 Mio. EUR). Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 12,7 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR deutlich verringert. Hauptgrund hierfür waren verschobene Projekte und verzögerte Auftragsvergaben im Fernen Osten und Australien. Die damit verbundene Unterauslastung führte zu einer deutlichen Fixkostenbelastung.

Die operative Geschäftsentwicklung im Segment Maschinen ist weiterhin erfreulich. Die Gesamtkonzernleistung erhöhte sich nach neun Monaten gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,8 % von 554,7 Mio. EUR auf 558,9 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse lagen nahezu unverändert bei 446,7 Mio. EUR. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr leicht von 52,1 Mio. EUR auf 51,5 Mio. EUR zurückgegangen. In den Ergebniskennzahlen ist eine nicht-operative Belastung in Höhe von 4,5 Mio. EUR enthalten, die auf eine ergebniswirksame Umstrukturierung eines Tochterunternehmens zurückzuführen ist, das vom Segment Resources in das Segment Maschinen überführt wurde. Der Auftragsbestand ist um 10,2 % auf 136,3 Mio. EUR zurückgegangen, der Auftragseingang um 2,1 % auf 545,3 Mio. EUR.

Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung mit einem Wachstum von 8,3 % auf 204,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (189,1 Mio. EUR). Das EBIT verbesserte sich von -7,8 Mio. EUR auf -2,5 Mio. EUR. In diesen Kennzahlen ist der nicht-operative Ergebnisbeitrag von 4,5 Mio. EUR aufgrund der Umstrukturierung einer Tochtergesellschaft enthalten. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (0,5 Mio. EUR) hat sich das EBIT verringert, da im Rahmen der weiter vorangetriebenen Restrukturierung unter anderem Forderungen aus Altprojekten wertberichtigt wurden. Unabhängig von diesen Effekten zeigt sich eine bessere operative Entwicklung im Segment. Der Auftragsbestand ist nach neun Monaten um 9,0 % von 324,1 Mio. EUR auf 294,9 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Der Auftragseingang stieg um 3,2 % von 177,5 Mio. EUR auf 183,3 Mio. EUR an.

Ausblick

Die BAUER AG hält an ihrer am 18. September per Ad-hoc-Meldung angepassten Prognose für das Gesamtjahr fest. Diese sieht eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR, ein EBIT von etwa 70 Mio. EUR und ein leicht positives Ergebnis nach Steuern vor. Die Anpassung erfolgte aufgrund der schlechten Auslastung im Baugeschäft durch verschobene Projekte und verzögerte Auftragsvergaben in einigen Ländern. Dazu kommt die Zinsentwicklung, die zu erheblichen bilanziellen Belastungen bei Pensionsrückstellungen und Zinssicherungsgeschäften führt.

"Wir sind zuversichtlich, dass die geplanten Bauaufträge in Fernost wieder anlaufen und wir weiter sehr gute Chancen haben, die Projekte im nächsten Jahr auszuführen ", sagt der Vorstandsvorsitzende der BAUER AG, Michael Stomberg. "Die Nachfrage der Märkte nach Spezialtiefbauleistungen in der Welt ist grundsätzlich unverändert gut, unser Auftragsbestand auf sehr hohem Niveau, und wir arbeiten zusätzlich an einer Reihe interessanter und größerer Projektchancen. Erfreulich ist zudem auch, dass es uns dieses Jahr erneut gelungen ist, unsere Bauprojekte sehr gut abzuwickeln."

Die vollständige Quartalsmitteilung finden Sie im Internet unter www.bauer.de.Über Bauer

Die BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau bietet neben allen bekannten auch neue, innovative Spezialtiefbauverfahren an und führt weltweit Gründungen, Baugruben, Dichtwände und Baugrundverbesserungen aus. Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services für die Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze.

Bauer profitiert in hohem Maße durch das Ineinandergreifen der drei Geschäftsbereiche und positioniert sich als innovativer und hoch spezialisierter Anbieter von Produkten und Serviceleistungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten und angrenzende Märkte. Damit bietet Bauer passende Lösungen für die großen Herausforderungen in der Welt, wie die Urbanisierung, den wachsenden Infrastrukturbedarf, die Umwelt sowie für Wasser, Öl und Gas.

Die BAUER Gruppe, gegründet 1790, mit Sitz im oberbayerischen Schrobenhausen verzeichnete im Jahr 2018 mit etwa 12.000 Mitarbeitern in rund 70 Ländern eine Gesamtkonzernleistung von 1,7 Milliarden Euro. Die BAUER Aktiengesellschaft ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bauer.de.

KONZERNKENNZAHLEN Januar - September 2019 (IFRS)

 
2018
2019
Veränderung
 
in Mio. EUR
in Mio. EUR
 
Gesamtkonzernleistung
1.235,8
1.239,4
+0,3 %
Davon
 
 
 
- Bau
537,1
515,0
-4,1 %
- Maschinen
554,7
558,9
+0,8 %
- Resources
189,1
204,9
+8,3 %
- Sonstiges/Konsolidierung
-45,1
-39,4
n/a
Umsatzerlöse
1.122,2
1.107,7
-1,3 %
Auftragseingang
1.237,2
1.288,1
+4,1 %
Auftragsbestand
979,2
1.062,3
+8,5 %
EBITDA
126,2
121,0
-4,2 %
EBIT
56,8
48,5
-14,5 %
Ergebnis nach Steuern
13,1
-0,4
n/a
Bilanzsumme
1.729,3
1.771,1
+2,4 %
Eigenkapital
421,8
415,0
-1,6 %
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)
11.475
11.570
+0,8 %

Kontakt:
Christopher Wolf
Investor Relations
BAUER Aktiengesellschaft
BAUER-Straße 1
86529 Schrobenhausen
Tel.: +49 8252 97-1797
Fax: +49 8252 97-2900
investor.relations@bauer.de
www.bauer.de











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