Daimler, VW & Co: Halbleitermangel hält an, es dürfte jedoch im 2. Halbjahr besser werden - Commerzbank

Commerzbank zum Halbleitermangel in der Autobranche: „Auch wenn die kurzfristige Entwicklung kritisch erscheint, so sehen wir auch die positiven Aspekte in der Form, dass die Autobauer sich erfolgreich auf ihre profitabelsten Autos (und sicherlich einige E-Autos) fokussieren werden.” Bild und Copyright: Mikbiz / shutterstock.com.

Commerzbank zum Halbleitermangel in der Autobranche: „Auch wenn die kurzfristige Entwicklung kritisch erscheint, so sehen wir auch die positiven Aspekte in der Form, dass die Autobauer sich erfolgreich auf ihre profitabelsten Autos (und sicherlich einige E-Autos) fokussieren werden.” Bild und Copyright: Mikbiz / shutterstock.com.

04.05.2021 09:03 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Der globale Engpass an Halbleitern zwingt zahlreiche Autobauer derzeit, ihre Produktionskapazitäten herunterzufahren. So spitzt sich die Lage etwa bei Ford weiter zu, weshalb in der vergangenen Woche globale Autotitel deutlich unter Druck standen. Das Marktdatenunternehmen IHS rechnet in einem Update seiner Prognose, dass 2021 ca. 1,5 bis 2 Mio. PKW weniger produziert werden können als noch am Jahresanfang angenommen. Dies halten wir bei einer Prognose von 80 bis 85 Mio. Fahrzeugen für das Gesamtjahr nach wie vor für überschaubar. Wir gehen unverändert davon aus, dass die Verknappung mit dem avisierten Tiefpunkt im zweiten Quartal von relativ kurzlebiger Natur sein dürfte. Dies wurde uns am Donnerstag der vergangenen Woche in einem Investorencall von Daimler-Finanzchef Harald Wilhelm aus erster Hand bestätigt. Auch VW äußerte sich am letzten Freitag ähnlich optimistisch für das zweite Halbjahr 2021. Zum einen ist der Wintereinbruch in Texas Geschichte. Zum anderen avisierte Renesas Electronics aus Japan, dass die Produktion nach dem Brand in einem großen Werk wohl im Sommer bereits wieder anlaufen wird. Auch wenn die kurzfristige Entwicklung kritisch erscheint, so sehen wir auch die positiven Aspekte in der Form, dass die Autobauer sich erfolgreich auf ihre profitabelsten Autos (und sicherlich einige E-Autos) fokussieren werden. Zudem dürfte sich die aktuell hohe Nachfrage auch weit ins Jahr 2022 fortsetzen. Außerdem hilft das der Autoindustrie, die Lagerbestände an Fahrzeugen zu reduzieren sowie die Preise stabil zu halten. Wir bleiben grundsätzlich optimistisch für die von uns präferierten Autoaktien. Weitere Informationen erhalten Sie gerne von Ihrem Berater.

Anleihen


Australien: Zinsankündigung Zentralbank, 6:30 Uhr
USA: Handelsbilanz (März), 14:30 Uhr
USA: Auftragseingänge Industrie (März), 16:00 Uhr

Zum Wochenauftakt kamen die Rentenmärkte zwischenzeitlich unter Druck und verbuchten Kursverluste. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg gegenüber Freitag um 4 Basispunkte auf ein neues Jahreshoch von minus 0,16%. Im Tagesverlauf konnten sich die Kurse aber wieder erholen. Die zurückkehrende Risikofreude ließ Anleger den sicheren Hafen von Bundesanleihen zunächst verlassen. Auch die überwiegend guten Konjunkturdaten aus dem Euroraum trugen zu dieser Stimmung bei. Zwar stieg der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes für den Euroraum im April nicht ganz so stark an wie von Analysten vorhergesagt. Mit 62,9 Punkten erreichte er aber ein neues Allzeithoch seit Beginn der Umfrage im Juni 1997. Zudem notiert das Barometer schon den zehnten Monat in Folge über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Besonders erfreulich war, dass Spanien, Italien und die Niederlande Zuwächse vermeldeten. Die Erstschätzungen Deutschlands und Frankreichs wurden nur leicht nach unten revidiert. Die Lieferschwierigkeiten einiger Vorprodukte führen allerdings bei zahlreichen Unternehmen zu steigenden Lägern unfertiger Produkte. Als wichtiger Grund wurden Verzögerungen im Seefrachtverkehr genannt. Die daraus resultierenden Preissteigerungen nähren die Debatte um eine Rückkehr der Inflation. Die Break-Even Inflationsrate zehnjähriger Bundesanleihen liegt inzwischen bei rund 1,35%; zu Jahresbeginn betrug sie noch 0,91%. Die Stimmung der US-Wirtschaft erhielt im April einen Dämpfer: Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes fiel überraschend kräftig gegenüber dem Vormonat um 4 Punkte auf 60,7 Punkte. Allerdings ist dies immer noch ein hervorragender Wert. Auch in der US-Industrie machen sich die erwähnten Lieferprobleme bemerkbar.

Aktien


AXA, Umsatz Q1
DuPont de Nemours, Ergebnis Q1
Infineon, Ergebnis Q2
Pfizer, Ergebnis Q1
TeamViewer, Ergebnis Q1
Vonovia, Ergebnis Q1

Nach einem relativ schwachen Auftakt im asiatischen Handel ist den europäischen Aktienbörsen ein guter Start in den Mai gelungen. Im deutschen Handel standen insbesondere Unternehmen aus dem Umfeld des Dax-Konzerns Siemens (+1,5%) im Fokus. So präsentierte die Tochter Siemens Healthineers (+2,0% im MDax) dank der Diagnostik-Sparte einen deutlich über den Erwartungen liegenden Umsatz. Auch der Windanlagenbauer Siemens Gamesa (-3,9% im spanischen IBEX 35) verzeichnete eine verbesserte operative Entwicklung, musste aber die Umsatzprognose wegen der Verzögerung bei Projekten etwas einschränken. Im MDax profitierten die Aktien von Fraport (+3,5%) und der Deutschen Lufthansa (+2,6%) von Aussagen über die Wiederaufnahme des Flugreiseverkehrs innerhalb Europas. Auf Branchenebene gab es im Euroraum bis auf den unveränderten IT-Sektor nur Gewinner. Auch an der Wall Street verzeichneten alle Leitindizes bereits zum Handelsauftakt Gewinne und näherten sich somit wieder ihren Rekordmarken. Im weiteren Handelsverlauf bröckelten die Kurse aber wieder ab. Der technologielastige Nasdaq 100 rutschte sogar ins Minus. Belastend wirkte der schwächer als erwartet ausgefallene ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. Den stärksten Eindruck hinterließen letztendlich die rohstoffbezogenen Branchen Energie (+2,7%) und Grundstoffe (+1,5%), während die Sektoren mit Technologiebezug insgesamt leicht schwächer tendierten. Die meisten asiatischen Märkte legten heute Morgen moderat zu, während die Börsen in Japan und Festlandchina feiertagsbedingt geschlossen hatten.
Daten zum Wertpapier: Daimler
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Ticker-Symbol: DAI
WKN: 710000
ISIN: DE0007100000

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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