Platinmarkt mit hohem Angebotsdefizit – kommt jetzt die Aufholjagd? - Commerzbank Kolumne

Platin bleibt für die Automobilindustrie ein wichtiger Rohstoff. Bild und Copyright: xieyuliang / shutterstock.com.

Platin bleibt für die Automobilindustrie ein wichtiger Rohstoff. Bild und Copyright: xieyuliang / shutterstock.com.

20.11.2020 09:41 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Wegen des Lockdowns und Problemen beim größten Platinproduzenten mit Verarbeitungsanlagen dürfte die Platinproduktion Südafrikas 2020 ca. 30% (1,3 Mio. Feinunzen) niedriger als 2019 liegen (World Platin Investment Council). Da gleichzeitig Investments den Rückgang der industriellen Nachfrage zum größten Teil ausglichen, soll das Angebotsdefizit 2020 ca. 1,2 Mio. Feinunzen betragen. In einem Markt, in dem das normale jährliche Angebot bei 8 Mio. Feinunzen liegt, ist das erheblich. Die konjunkturelle Erholung, die Wasserstofffantasie und der Edelmetallaspekt könnten zudem für eine robuste Nachfrage und anhaltende Angebotsdefizite sorgen.

Anleihen


Die weiter angespannte Coronalage in vielen Teilen der Welt sorgte gestern für leicht höhere Kurse am Rentenmarkt. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ging zwischenzeitlich um über zwei Basispunkte auf fast minus 0,58% zurück. In einzelnen US-Bundesstaaten kommt es teilweise zu Engpässen bei Intensivbetten. In Deutschland steigt zwar die Nachfrage nach Intensivbetten an, das Tempo des Anstiegs hat sich aber in den vergangenen Tagen deutlich verlangsamt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigte sich vor dem Hintergrund der neuesten Corona-Infektionswelle skeptisch zu der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft. Härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnten die derzeit laufende Erholung der Wirtschaftsleistung nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr abwürgen, warnten die IWF-Experten. Angesichts der zweiten Pandemiewelle in Europa stellte EZB-Präsidentin Lagarde eine Unterstützung der Wirtschaft durch die Europäische Zentralbank (EZB) für einen längeren Zeitraum in Aussicht. In ihrer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments sagte Lagarde, dass die zweite Pandemiewelle kurzfristig ein weiteres Abwärtsrisiko für den ohnehin sehr unsicheren Ausblick darstelle und dass die EZB darauf voraussichtlich mit neuen Anleihekäufen und billigeren Krediten für Banken reagieren werde. Lagarde betonte, dass sich die EZB alle Handlungsoptionen offenhalten werde, dies würde auch eine weitere Zinssenkung nicht ausschließen. Sie äußerte sich auch positiv zur geldpolitischen Wirksamkeit des negativen Einlagenzinses und dass die im September vergangenen Jahres eingeführte Staffelung des Einlagenzinses sich als effektiv erwiesen habe. Die meisten Analysten erwarten, dass der EZB-Rat am 10. Dezember keine weitere Senkung des Einlagenzinses (gegenwärtig minus 0,50%) beschließen wird. Sie prognostizieren hingegen eine Aufstockung des Pandemie-Hilfsprogramms „PEPP“ und seine Verlängerung bis Mitte 2021.

Aktien


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Die vor allem in Übersee steigenden Neuinfektionszahlen sowie wieder verschärfte Restriktionen waren ausschlaggebend dafür, dass die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten etwas eingetrübt wurde, nachdem zuletzt die deutlich gestiegenen Impfstoffhoffnungen noch für starken Auftrieb gesorgt hatten. Unter den wenigen Gewinnern im deutschen Leitindex Dax 30 befanden sich bis auf Infineon (+1,0%) ausschließlich defensive Titel. Die stärkste Entwicklung wiesen wieder einmal die Aktien des Index-Neulings und Corona-Profiteurs Delivery-Hero (+3,7%) auf. Deutlicher unter Druck standen die Anteilscheine der Rückversicherer Munich Re (-3,4%) sowie Hannover Rück (-2,2% im MDax), nachdem ein Analysehaus seine Kaufempfehlungen für die beiden Titel gestrichen hatte. Dagegen zogen im Index für mittelgroße Titel die Aktien von Knorr (+3,4%) nach positiven Analystenkommentaren zum Geschäftsverlauf im dritten Quartal deutlich an. Auch hier standen Papiere von Werten, die im bisherigen Pandemie-Verlauf in den Fokus geraten waren (Hellofresh: +6,6%, Shop Apotheke: +5,2%), an der Indexspitze. Auf Branchenebene gab es im Euroraum bis auf Versorger (+0,1%) nur Verlierer, die stärksten Abschläge verzeichneten Reise & Freizeit (-1,7%) sowie Grundstoffe (-1,8%). An der Wall Street hielten sich zum Handelsauftakt Optimisten und Pessimisten noch die Waage. Letztendlich konnte aber alle wichtigen Indizes in positives Terrain drehen. Während von Konjunkturseite lediglich gemischte Signale kamen, waren es vor allem die großen Technologiewerte, die für die wesentliche Unterstützung sorgten. So gehörten Intel (+1,2% sowie Apple und Microsoft (jeweils +0,6%) zu den Favoriten im Leitindex Dow Jones. Die asiatischen Börsen fanden heute Morgen keine einheitliche Richtung, Der japanische Nikkei 225 schloss erneut leicht schwächer. Die europäischen Märkte werden kaum verändert eröffnen.
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