Fraport wird die Krise überstehen

Am Frankfurter Flughafen sinkt im ersten Halbjahr die Zahl der Passagiere um fast 64 Prozent auf 12,2 Millionen. Die Flugbewegungen gehen um 53 Prozent zurück. Das merkt der Flughafenbetreiber Fraport auch bei den Zahlen. Der Umsatz verringert sich im ersten Halbjahr um rund 49 Prozent auf 910,6 Millionen Euro. Wenn man nur auf das zweite Quartal schaut, liegt das Minus bei fast 75 Prozent.
Das EBIT von Fraport liegt nach sechs Monaten bei -210,2 Millionen Euro (Vorjahr: +279,1 Millionen Euro). Je Aktie macht Fraport einen Verlust von 2,29 Euro (Vorjahr: +1,70 Euro).
Die Analysten der Nord LB bleiben bei der Halteempfehlung für die Papiere von Fraport. Das Kursziel wird jedoch von 33,00 Euro auf 31,50 Euro reduziert.
2020 wird der Umsatz bei Fraport nach eigenen Angaben spürbar zurückgehen. Das EBITDA wird massiv rückläufig sein. Operativ wird es rote Zahlen geben.
Die Analysten sehen den Umsatz 2020 bei 1,81 Milliarden Euro (2019: 3,7 Milliarden Euro). Das EBIT soll bei -280,0 Millionen Euro (2019: +705,0 Millionen Euro) liegen. Je Aktie soll der Verlust 3,65 Euro (2019: +4,55 Euro) betragen. Für 2021 gibt es wieder etwas Hoffnung. Dann erwarten die Experten einen Umsatz von 2,55 Milliarden Euro und einen Gewinn je Aktie von 0,70 Euro.
Es wird vermutlich Jahre dauern, bis das Vorkrisenniveau bei Fraport wieder erreicht sein wird. Immer muss man dabei auch mit Rückschlägen rechnen. Das Verhalten von Geschäftsreisenden dürfte sich langfristig verändern. Allerdings ist Fraport aus Sicht der Experten so solide aufgestellt, dass man die Krise überstehen wird.