Von Allzeithochs, den Antipoden Trump und Thunberg und Aktiensteuer-Watschen - Börse München Kolumne

US-Präsident Donald Trump teilt gerne aus, steckt aber ungern ein. Bild und Copyright: Frederic Legrand - COMEO / shutterstock.com.

US-Präsident Donald Trump teilt gerne aus, steckt aber ungern ein. Bild und Copyright: Frederic Legrand - COMEO / shutterstock.com.

24.01.2020 14:50 Uhr - Autor: Ulrich Kirstein  Ulrich Kirstein auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Neugierde der Medien richtete sich und richtet sich noch auf das Weltwirtschaftsforum in Davos. Im Mittelpunkt des Geschehens: Die beiden Antipoden Donald Trump und Greta Thunberg. Zwischen Selbstlob und Weltuntergangsstimmung, so der Tenor zu den Reden. „Amerika ist das Modell für die Welt“ so die Überschrift im Handelsblatt (22.01.). Das hält Sven Affhüppe im Kommentar in der gleichen Ausgabe für eine „Ego-Show des Präsidenten“. Und auf der anderen Seite Thumberg wörtlich: „Unser Haus brennt noch immer. Eure Untätigkeit heizt die Flammen stündlich an“. Seltsamerweise hatten aber die Schlagzeilen dann weder Trump noch Greta für sich, sondern ein lachender Dritter, der aber nicht lachte sondern grantelte: Robert Habeck. Er empfand die Rede von Trump als ein einziges Desaster. Die Süddeutsche titelte dazu schlicht: „Habeck darf das“ (am 22.01.).

Dax-Rekord
Etwas untergegangen ist die erfreuliche Nachricht, dass der DAX am Mittwoch ein neues Allzeithoch von 13.460 Zählern erzielte. Es war allerdings nur von kurzer Dauer. Trotzdem spekulierten die ersten bereits auf den nächsten Schritt, das Überschreiten der 14.000er Marke. Vorausgeahnt hatte das Hoch Euro am Sonntag, die bereits vorab schrieb: „Dax-Rally. Weshalb der Leitindex weiter auf Rekordkurs ist“. Das Handelsblatt konstatierte schlicht „Dax erreicht Rekordwert“. Doch Andrea Cünnen sieht ihn ihrem Kommentar darin „keinen Grund zum Jubeln“. Warum? Weil das Hoch nur knapp über dem von vor zwei Jahren liegt und somit Investoren kaum etwas verdient hätten. Und überdies sei der Dax „aufgehübscht“, weil er als Performance-Index auch Dividenden berücksichtigt. Nun denn, uns hat es trotzdem gefreut.

Preiswürdige Fonds
Nachdem wir letzte Woche noch den Hinweis gaben, wie wenige Fonds ihre Benchmark schlugen, listet das Monatsmagazin Euro jetzt „Die besten Fonds“ auf. Insgesamt 22.000 Produkte – aktive Fonds wie passive ETFs – hat die Redaktion über die Jahre überprüft und hat dieses Jahr 1095 FunAwards für die jeweils besten Drei aus ihrer Kategorie und über unterschiedliche Zeiträume ausgezeichnet. Ein großer Überblick also, bei dem man schon einmal den Überblick verlieren kann…

Von Wien nach Brüssel
Aufgefallen ist uns noch eine kleine Meldung im Handelsblatt vom 22.01.: Es gibt nun einen direkten Nachtzug von Wien nach Brüssel! Das freut uns, ab jetzt können wir in Brüssel CO2-günstig angereiste und ausgeschlafene EU-Politiker erwarten – zumindest aus Österreich. Hübsch fanden wir auch in Börse Online unter der Rubrik „1x1 der Geldanlage“, in der normalerweise für Anleger interessante Dinge erläutert werden, eine seltsame Überschrift: „Am besten vergessen Sie’s“! Um was es dann ging? Um gehebelte ETFs.

Kaufen, wenn…
Als neue Rubrik führen wir „Überschriften“ ein, die bei uns besondere Aufmerksamkeit erregten – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Etwa „Kaufen, wenn die Violinen spielen“ in der Börsen-Zeitung vom 23.01. – wir kannten nur „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“, da gefällt uns die pazifistische Variante mit den Violinen eindeutig besser, was immer sie auch konkret spielen mögen. Und in der gleichen Ausgabe: „Vorstandsfrauen leicht im Vormarsch“. Vor unserem inneren Auge erschien dabei eine Kolonne von Vorstandsfrauen, wenige Meter vor der Herrenwelt marschierend. Etwas schräg dagegen „Frankfurt gibt Gras“ in Börse Online über den ersten Medical Cannabis and Wellness ETF. Unsere Best-Off-Überschrift der Woche aber brachte das Handelsblatt am 23.01.: kurz, treffend, eine Alliteration und inhaltlich überzeugend: „Wiener Watschen“. Gemeint war das österreichische Veto gegen den Entwurf von Olaf Scholz zur Finanztransaktionssteuer.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Bayerischen Börse AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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