K+S Aktie: Ob das doch noch gut geht? - Chartanalyse

Bild und Copyright: K+S.

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15.11.2019 08:15 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Gestern konnte die K+S Aktie einem starken charttechnischen Verkaufssignal gerade noch so entgehen. Zwar wurde mit dem Sturz auf das Tagestief bei 11,81 Euro kurzfristig eine wichtige Unterstützungszone unterschritten. Doch auf XETRA-Schlusskursbasis (11,985 Euro, -5,41 Prozent) konnte die Rohstoff-Aktie den Supportbereich knapp verteidigen. Aktuelle Indikationen zeigen nach oben und notieren bei 12,115/12,185 Euro, bringen somit etwas Abstand zwischen den aktuellen Kursen für die K+S Aktie und dem charttechnischen Signalbereich, der sich bei 11,88/11,98 Euro erstreckt.

Der Blick auf den Chart zeigt, dass die K+S Aktie damit immer noch nicht komplett aus dem Gefahrenbereich heraus ist, die Chancen auf eine Wende nach Oben mittels Bärenfalle aber gewachsen sind. Obere Ausläufer der charttechnischen Signalzone reichen etwa bis an das aktuelle Niveau der Indikationen heran, sodass Risiken noch nicht vom Tisch sind. Gelingt es dem Aktienkurs des Unternehmens aus Kassel jedoch, sich weiter aus dem Supportbereich nach oben abzusetzen als bisher, könnte die Bärenfalle perfekt sein. Um 12,34/12,40 Euro und 12,59/12,68 Euro sind kleinere Tradinghürden für die K+S Aktie vorhanden, bevor höhere Hürden oberhalb von 12,745 Euro und vor allem in der Zone 13,40/13,60 Euro ins Visier kämen.

Ein Rutsch unter 11,88/11,98 Euro und bestätigend das gestrige Tagestief wäre für die K+S Aktie allerdings ein schweres charttechnisches Verkaufssignal. Im bearishen Szenario eröffnen sich dann neue Abwärtspotenziale mit dem wieder fallenden, dem Kurs aber derzeit hinterher laufenden unteren Bollinger-Band als möglicher Orientierungsmarke.

Mehr zu aktuellen Neuigkeiten von K+S, die gestern Quartalszahlen vorgelegt hat:

K+S: Belastungen durch Importstopp in China

Vom Rohstoffkonzern K+S wurden heute Zahlen für das dritte Quartal 2019 vorgelegt. Das Unternehmen aus Kassel meldet einen Umsatzanstieg von 840 Millionen Euro auf 905 Millionen Euro. Operativ weist das Unternehmen einen steigenden Überschuss aus: K+S beziffert das EBITDA auf 81 Millionen Euro nach 36 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des letzten Jahres. Unter dem Strich verbessert sich das Ergebnis ebenfalls: Der Quartalsverlust der Hessen sinkt von 63,4 Millionen Euro auf 56,7 Millionen Euro. Belastet haben Kostensteigerungen sowie Verluste aus Absicherungsgeschäften.

„Insgesamt verlief das dritte Quartal positiv. Unser Cashflow und das EBITDA zeigen eine deutliche Verbesserung. Wegen der anhaltenden Abschwächung des Kalimarktes müssen aber auch wir unsere Produktion weiter drosseln”, sagt Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender der K+S AG - unter anderem mit Blick auf den seit September 2019 anhaltenden Stopp für Importe von Kaliumchlorid in China. „Dennoch sollte ... diese News vom 14.11.2019 weiterlesen!

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