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Saudi Aramco, ein Superlativ geht an die Börse - Commerzbank Kolumne

Saudi Aramco steht vor dem Sprung an die Börse. Saudi Arabien ist auf die Öl-Einnahmen angewiesen, die rund 60 Prozent der Staatseinnahmen ausmachen. Bild und Copyright: Avigator Fortuner / shutterstock.com.

Saudi Aramco steht vor dem Sprung an die Börse. Saudi Arabien ist auf die Öl-Einnahmen angewiesen, die rund 60 Prozent der Staatseinnahmen ausmachen. Bild und Copyright: Avigator Fortuner / shutterstock.com.

06.11.2019, 10:11 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der in den nächsten Wochen geplante Börsengang von Saudi Aramco ist unter vielen Gesichtspunkten interessant. Es ist ein Unternehmen der Superlative. Mit einem Gewinn von 111 Mrd. $ im Jahr 2018 und 68 Mrd. $ in den ersten neun Monaten 2019 ist der größte Ölförderer der Welt auch das Unternehmen mit dem weltweit höchsten Gewinn. Die jährliche Dividendenzahlung soll garantierte 75 Mrd. $ betragen. Bei der Bewertung scheiden sich die Geister. Saudi Arabien sieht sie bei ca. 2.000 Mrd. $, was aber eine im Vergleich zu anderen Ölgesellschaften niedrige Rendite von 3,75% bedeuten würde. Bei 1.500 Mrd. $ wären es immerhin 5,00%. Wichtig sind bei der Bewertung aber auch Faktoren wie Reserven und politische sowie geopolitische Sicherheit, aber auch Transparenz. Dass so kurz vor dem Börsengang noch kaum konkrete Daten auf dem Tisch liegen, ist für das intransparente Saudi Arabien typisch. Deswegen wird die Aktie vorerst nur in Saudi Arabien gehandelt. Es sollen wohl auch nur noch 1-2% der Anteile verkauft werden. Dennoch dürfte es der größte Börsengang der Geschichte werden. Den bisherigen Rekord hält die chinesische Alibaba mit 25 Mrd. $. Der Minianteil und die zahlreichen Verschiebungen des Börsengangs zeigen, dass das Misstrauen groß ist bzw. die Preisvorstellung sehr hoch. Saudi Arabien ist auf die Öl-Einnahmen angewiesen, die rund 60% der Staatseinnahmen ausmachen. Vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Haushaltsdefizits von 6-7% des BIP im laufenden Jahr, u.a. aufgrund der Kosten des Jemen-Krieges, hat Saudi Arabien nichts zu verschenken. Saudi Aramco wird also ein Staatsunternehmen bleiben, auch wenn es das Ziel ist, per saldo mehr Anteile los zu werden. Denn auch Saudi Arabien, dem Klimaschutz eigentlich nicht sehr am Herzen liegt, hat erkannt, dass für Saudi Aramco, das für 4,4% der weltweiten Treibhausgase verantwortlich ist (Quelle: The Guardian mit Berufung auf Climate Accountability Institute) der Gegenwind zunimmt.

Anleihen


Deutschland: Auftragseingänge Industrie (Sept), 8 Uhr

Getragen vom anhaltenden Optimismus aufgrund der Han-delsgespräche zwischen den USA und China – laut Zeitungs-berichten könnten die USA und China einen Teil der in den vergangenen Monaten eingeführten Zölle zurücknehmen – verringerte sich das Interesse an den als sicherer Hafen geltenden Bundesanleihen. Diese verbuchten schon den dritten Tag hintereinander Kursverluste. Die Rendite zehnjäh-riger deutscher Staatstitel stieg dementsprechend von minus 0,34% auf minus 0,30% im Tageshoch. Der Euro schwächte sich gegenüber dem US-Dollar ab und fiel wieder unter die Marke von 1,11 US-Dollar je Euro.
Gestern standen Daten zur US-Konjunktur im Vordergrund: So sank das Defizit in der US-Handelsbilanz von 55 Mrd. auf 52,5 Mrd. US-Dollar im September, da sowohl die Importe als auch die Exporte zurückgingen. Die Exporte sanken zum Vormonat um 0,9% auf 206 Mrd. US-Dollar, während die Einfuhren 258 Mrd. US-Dollar erreichten, ein Rückgang ge-genüber dem Vormonat um 1,7%. Dies spricht dafür, dass die Handelstätigkeit zurückgeht und die Abschwächung des glo-balen Wirtschaftswachstums auf die USA übergreift. Am Nachmittag überraschte der ISM-Index des Dienstleis-tungssektors positiv. Nachdem sich dieses Barometer im September deutlich verschlechtert hatte, übertraf der Index jetzt mit 54,7 Punkten die Vorhersage um über einen Punkt. Ob der längerfristige Abwärtstrend jetzt durchbrochen ist, wird sich aber erst in den kommenden Monaten zeigen. Immerhin liegt der Index weiterhin deutlich im Wachstumsbereich. Heute früh überraschten die Auftragseingänge in der deut-schen Industrie positiv. Die Bestellungen lagen im September um 1,3% über dem Vormonat (-5,4% J/J). Der Augustwert wurde zudem leicht von -0,6% auf -0,4% nach oben revidiert. Ohne Berücksichtigung der Großaufträge lag der reale Auf-tragseingang 1,5% höher als im Vormonat.

Aktien


Adidas, BMW, Wirecard, Ergebnis Q3
Hannover Rück, Ergebnis Q3
Brenntag, Fraport, Norma, Ergebnis Q3
Ahold Delhaize, Société Générale, Ergebnis Q3
Alstom, Halbjahreszahlen
Axa, Umsatz Q3

Nach dem starken Wochenauftakt, der durch die gemeldeten Fortschritte im Handelskonflikt zwischen China und den USA ausgelöst wurde, nahmen sich die europäischen Aktienbör-sen vorerst einmal eine kurze Verschnaufpause. Trotz eines soliden Quartalsberichts rutschten im deutschen Leitindex Dax 30 die Aktien des als defensiv einzustufenden Immobili-enspezialisten Vonovia (-2,4%), ebenso wie die Titel des Ver-sorgers RWE (-2,7%), ans Ende des Performancetableaus. Im MDax beruhigte der Spezialchemiekonzern Evonik (+3,8%) mit seinem bestätigten Ausblick die Anleger, die zuvor mit einer Gewinnwarnung gerechnet hatten, womit sich seine Aktien im vorderen Bereich des Index für mittelgroße Unternehmen etablierten. Unter den Branchen des Euro-raums setzten vor allem Banken (+1,4%), Grundstoffe und Energie (jeweils +1,1%) ihren positiven Vortagestrend weiter fort. Im EUROSTOXX 50 standen einen Tag vor Veröffentli-chung der Quartalszahlen die Aktien der Supermarktkette Ahold Delhaize (+2,6%) an der Spitze des Auswahlindex. Auch die großen US-Indizes traten bereits zur Handelseröff-nung auf der Stelle. Dass der Dow Jones Industrial letztend-lich ein kleines Plus verbuchen konnte, lag vor allem an den Aktien von Walgreens Boots Alliance (+2,6%) und Boeing (+2,1%). Während der Flugzeugproduzent damit seine Kurs-erholung fortsetzte, sorgten bei der größten US-Apotheken-kette Spekulationen um einen Börsenrückzug für Kursphan-tasie. Zwischenzeitlich waren die Titel um über 8% gestiegen. Die asiatischen Börsen verzeichnen heute Morgen in der Breite ebenfalls keine größeren Kursbewegungen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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