E.on, RWE: Schnellerer Ausbau bei Ladesäulen für Elektroautos wünschenswert - Commerzbank Kolumne

Die Nummer 1 bei den Energieversorgern ist Innogy mit 4.500 Ladepunkten. Die noch-RWE-Tochter wird bald von E.ON übernommen. E.ON setzt auf Expansion. Bild und Copyright: Innogy.

Die Nummer 1 bei den Energieversorgern ist Innogy mit 4.500 Ladepunkten. Die noch-RWE-Tochter wird bald von E.ON übernommen. E.ON setzt auf Expansion. Bild und Copyright: Innogy.

03.09.2019, 09:48 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Energiewirtschaft ist derzeit mit ca. 7.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland der größte Anbieter von Ladesäulen für Elektroautos. Konzerne wie E.ON und Innogy investieren bereits. Das Netz wird dichter sowie die Technik für das Laden ausgefeilter. Die Nummer 1 bei den Energieversorgern ist Innogy mit 4.500 Ladepunkten. Die noch-RWE-Tochter wird bald von E.ON übernommen. E.ON setzt auf Expansion und will bis Ende 2020 die Ladepunkte in Europa von derzeit 4.000 – davon 400 in Deutschland – auf 30.000 erhöhen und 180 ultraschnelle Ladestationen u.a. in Schweden, Dänemark, Deutschland und Frankreich errichten. Der erste Prototyp steht bereits am Rastplatz der A3-Ausfahrt Geiselwind (Bayern). Dort lässt sich ein Elektroauto mit 400 km Reichweite binnen 25 Min. laden. Zusammen mit Tank & Rast bietet E.ON schon jetzt 90 Schnellladestationen an deutschen Autobahnen an. Die meisten Elektroautofahrer nutzen jedoch eine private Lademöglichkeit. Nur wer lange Strecken fährt, lädt unterwegs. Den richtigen Stecker finden die mehr als 200.000 heimischen Elektroauto-Lenker inzwischen überall: Das Combined Charging System (CCS) ist Standard in Europa. Geht es jedoch um eine Übersicht der Preise, wird es schwierig. Nach dem Ergebnis des dritten Ladesäulen-Checks 2019 (u.a. des Ökostromanbieters Lichtblick) herrscht ein verwirrender Tarifdschungel mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen (per SMS, App, Ladekarte o. Internet-Registrierung). Während Haushaltsstrom z.B. je kWh durchschnittlich 30,4 Cent kostet (Stand 26.06.2019), nimmt Innogy 39 Cent, E.ON als Spitzenreiter 53 Cent, die Dresdner Stadtwerke dagegen nur 20 Cent. Einschließlich Roaminganbietern können die Preise für eine Tankfüllung für 100 km Reichweite stark variieren (über 300%). Es gilt die öffentliche Ladeinfrastruktur schneller auszubauen, v.a. in Ballungsgebieten, wo der Mieteranteil höher ist als auf dem Land. Und Transparenz ist gefragt.

Anleihen


Australien: Zinsentscheid der RBA, 06:30 Uhr
USA: ISM-Index verarb. Gewerbe (Aug), 16:00 Uhr

In der Nacht zum Monat überraschte der chinesische Index Caixin für das verarbeitende Gewerbe mit einem Anstieg über die wichtige Marke von 50 Punkten (von 49,9 auf 50,4). Am Vormittag kamen die europäischen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe für August in der Summe etwas besser als erwartet. Eine durchgreifende Besserung im verarbeitenden Gewerbe im Euroraum ist jedoch noch nicht absehbar. Der Euro gab gestern und heute Morgen weiter nach. Am Freitag fiel er von 1,1050 US-Dollar auf 1,0965 US-Dollar kräftig, heute testete er die Marke von 1,0940 US-Dollar. Im Vorfeld der EZB-Ratssitzung am 12. September, bei der ein Lockerungspaket der EZB erwartet wird, schwächt sich der Euro deutlich ab. Ganz anders der Greenback, der momentan ggü. den meisten Währungen sehr stark tendiert. Handelsgewichtet wertete er sich, trotz des Feiertages in den USA, gestern weiter auf. Die Rentenmärkte konsolidierten am Montag weitgehend. Zwischenzeitlich zogen die Renditen von Bundesanleihen sogar deutlicher an. Am italienischen Rentenmarkt hielt die freundliche Stimmung mit der Aussicht auf eine Regierungsbildung am Mittwoch an, die Spreads zu Bundesanleihen gingen weiter leicht zurück. Heute Abend werden proeuropäische Abgeordnete im britischen Unterhaus eine Gesetzesvorlage vorlegen, die bis zum 19. Oktober einen neuen Deal von Boris Johnson mit der EU einfordert oder ihn ansonsten zu einer Verschiebung des Austrittsdatums bis Ende Januar zwingt. Sollte die Gesetzesvorlage im Unterhaus durchgehen, hat Johnson angekündigt, dies als Misstrauensvotum zu werten und Neuwahlen am 14. Oktober herbeiführen, denn Johnson will Brüssel unter keinen Umständen um eine Verlängerung der Verhandlungen bitten. Das britische Pfund wertete sich gestern ab.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Die Aussicht auf den US-Börsenfeiertag dämpfte bereits ab Handelsbeginn sowohl Aktivitäten als auch Schwankungen an den europäischen Aktienmärkten. Bis zum Nachmittag gab es nur geringe Handelsumsätze und eine ungewöhnlich enge Bandbreite von lediglich 64 Punkten im Dax bzw. 16 im EuroStoxx 50. Die Indizes schlossen praktisch unverändert, der DAX +0,1%, der Euro Stoxx 50 +0,2%. Etwas stärker waren die Gewinne in London. Der FTSE 100 stieg um 1%, nachdem sich das Pfund wegen neuer Brexitsorgen leicht verbilligt hatte. Die international orientierten britischen Unternehmen reagieren zumeist invers zur Pfundentwicklung. Positive Ausreißer waren im DAX RWE (+3,7%) nach einer positiven Analystenstudie. Deutsche Börse (+2,6%) stiegen in Erwartung von Indexveränderungen. Größte Verlierer waren Covestro (-1,4%) und Infineon (-1%). Auf Sektorenebene liefen die defensiven Segmente besser. Die Verbrauchsgüter (+0,5%) fielen positiv auf: Unilever (+0,9%) und auch Nestle (+0,6%) erreichten ein historisches Hoch. Pharma (+0,8%) lag an der Spitze, mit AstraZeneca (+2,9%) nach einer Analystenstudie ebenfalls mit neuem Hoch. Technologie (-0,6%) war schwächster Sektor. Am Abend kamen die erwarteten Meldungen des Indexanbieters Stoxx Ltd. Deutsche Börse rückt in den Leitindex der Eurozone, den EuroStoxx 50 auf. Dagegen fällt der Immobilienwert Unibail-Rodamco-Westfield aus dem Index. Auch im europäischen Stoxx 50 gibt es Bewegungen. Die Versorger Enel und Iberdrola und der britische Medien- und Verlagskonzern RELX nehmen die Plätze von Telefonica, BBVA und Glencore ein. Wirksam werden die Beschlüsse mit Handelsstart Montag, 23. September. In Asien ist heute die Tendenz uneinheitlich. In Japan legen die Kurse um etwa 0,5% zu, in China sind sie leicht im Minus.

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Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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