K+S Aktie: Zwischen Zuversicht und zu hoher Bewertung

An der Frankfurter Börse reagiert die K+S Aktie heute mit einem Plus auf die Quartalszahlen, allerdings schmilzt dieses im Laufe des Tages zusammen. Ein Blick auf die Zahlen und aktuelle Analystenstimmen. Bild und Copyright: K+S.

An der Frankfurter Börse reagiert die K+S Aktie heute mit einem Plus auf die Quartalszahlen, allerdings schmilzt dieses im Laufe des Tages zusammen. Ein Blick auf die Zahlen und aktuelle Analystenstimmen. Bild und Copyright: K+S.

14.05.2019 14:30 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der Rohstoffkonzern K+S hat am Dienstag seine Zahlen für das erste Quartal 2019 vorgelegt. Das Unternehmen aus Kassel meldet einen Umsatzanstieg von 1,2 Milliarden Euro auf 1,3 Milliarden Euro. Auf EBITDA-Basis konnten die Hessen ihren operativen Gewinn von 237 Millionen Euro auf 270 Millionen Euro steigern. Den Gewinn unter dem Strich hat die Gesellschaft ebenfalls verbessern können: Gemeldet wird auf bereinigter Basis ein Ergebnisanstieg von 83,6 Millionen Euro auf 107,7 Millionen Euro. Je K+S Aktie entspricht dies einem Quartalsgewinn von 0,56 Euro nach zuvor 0,44 Euro. Beim Cashflow aus dem laufenden Geschäft weist der Rohstoffkonzern einen Anstieg von 233 Millionen Euro auf 324 Millionen Euro aus.

„Unsere strategischen Maßnahmen greifen und auch operativ befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Wir erwarten daher weiter eine deutliche Steigerung des EBITDA für 2019 im Vergleich zum Vorjahr”, sagt K+S-Chef Burkhard Lohr am Dienstag. Man sei mit viel Schwung ins Jahr gestartet. Den Ausblick bestätigt die Gesellschaft: Man erwartet ein EBITDA zwischen 700 Millionen Euro und 850 Millionen Euro nach 606 Millionen Euro im vergangenen Jahr. „Wesentliche Gründe hierfür sind das positive Marktumfeld im Kundensegment Landwirtschaft sowie die höhere Produktionsmenge am kanadischen Standort Bethune. Außerdem ist für das verbleibende Jahr 2019 nicht mit entsorgungsbedingten Produktionseinschränkungen aufgrund von längeren Niedrigwasserperioden in der Werra zu rechnen”, so K+S, die zudem mit einem positiven Cashflow rechnet - erstmals seit 2013.

Neues Kursziel für K+S von der Nord LB


Erste Stimmen von Analysten zu den Quartalszahlen wurden bereits abgegeben. Ein neues Kursziel für den MDAX-Titel, der am Dienstagnachmittag bei 17,74 Euro mit 2,69 Prozent im Plus liegt (Tagesspanne bisher: 17,72 Euro bis 18,40 Euro), kommt von der Nord LB: Die experten bestätigen ihre Kaufempfehlung und heben die Zielmarke für die Rohstoffaktie um einen Euro auf 21 Euro an. Man spricht von überzeugenden Quartalszahlen von K+S und weiterem Aufwärtspotenzial für den Anteilschein des Unternehmens.

Baader Helvea Equity Research bleibt bei der Kaufempfehlung für die K+S Aktie, sieht das Kursziel aber nur bei 19 Euro. Das erste Quartal der Gesellschaft sei etwas besser als erwartet ausgefallen, kommentieren die Analysten. Der sehr starke Cashflow sei beeindruckend, so die Experten. Je K+S Aktie erwarten die Analysten für 2019 und 2020 Gewinne von 1,27 Euro und 1,34 Euro. Andere Kaufempfehlungen zu dem Rohstofftitel werden von Kurszielen zwischen 22 Euro (UBS) und 24 Euro (Kepler Cheuvreux) begleitet.

Pessimistisch ist dagegen JP Morgan: Man erwartet einen Kursrückgang der K+S Aktie auf 14,50 Euro und bestätigt damit das bisherige Kursziel. Auch die Einstufung mit „Underweight” bleibt unverändert - trotz etwas besser als erwarteter Zahlen und eines verbesserten Cashflows, die nach Ansicht der Experten Zuversicht schüren können. Die Experten warnen aber davor, dass der Anteilschein von K+S zu teuer bewertet sei.

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