Medigene: Neue Prognose für 2019 - so reagiert die Aktie

Die Quartalszahlen des Biotechkonzerns Medigene reißen die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt nicht vom Hocker - im Gegenteil: Der Aktienkurs fällt, Medigenes Aktie kommt charttechnisch unter Druck. Bild und Copyright: Medigene.

Die Quartalszahlen des Biotechkonzerns Medigene reißen die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt nicht vom Hocker - im Gegenteil: Der Aktienkurs fällt, Medigenes Aktie kommt charttechnisch unter Druck. Bild und Copyright: Medigene.

14.05.2019 09:34 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Medigene hat am Dienstag Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Beim Umsatz meldet das Biotechunternehmen einen Rückgang von 2,14 Millionen Euro auf 2,10 Millionen Euro. In der Sparte Immuntherapien liegt der Umsatz mit 1,39 Millionen Euro leicht über den 1.38 Millionen Euro aus dem Vorjahreszeitraum. Die Forschungs- und Entwicklungskosten hat Medigene von 4,32 Millionen Euro auf 5,54 Millionen Euro erhöht. Bei den Kosten für Verwaltung und Vertrieb meldet die Gesellschaft einen Anstieg von 1,63 Millionen Euro auf 1,79 Millionen Euro. Während der operative Verlust auf EBITDA-Basis im ersten Quartal 2019 von 3,81 Millionen Euro auf 4,99 Millionen Euro gestiegen ist, meldet Medigene unter dem Strich einen Quartalsverlust von 5,67 Millionen Euro nach zuvor 4,17 Millionen Euro. Die liquiden Mittel zum Quartalsende sind von 71,4 Millionen Euro per Ende 2018 auf 65,5 Millionen Euro gefallen.

„Wir hatten einen sehr produktiven Start in das Jahr 2019, mit Fortschritten bei unseren eigenen klinischen Projekten sowie bei der Entwicklung von Partnerprogrammen. In unserer TCR-T-Studie MDG1011 hat die Patientenbehandlung begonnen und durch die bevorstehende Erweiterung der Anzahl der klinischen Zentren wird sich die Patientenrekrutierung in dieser Studie beschleunigen. Im Rahmen unserer strategischen Partnerschaft mit Roivant/Cytovant werden wir TCR-Konstrukte und dendritische Zellvakzine an Cytovant liefern, die diese vielversprechenden Immuntherapien für die ostasiatische Patientenpopulation entwickeln, herstellen und vertreiben werden”, so medigene-Chefin Dolores Schendel am Dienstag. Weitere Fortschritte gab es zudem unter anderem in der TCR-Partnerschaft mit bluebird bio, wo ein erster TCR-Kandidat in die klinische Entwicklung gebracht wird.

Der Ausblick wird nach dem Verkauf der Veregen-Aktivitäten und der im April 2019 vereinbarten Zelltherapie-Partnerschaft mit Roivant/Cytovant teilweise neu beziffert. Medigene erwartet für 2019 nun einen Umsatz zwischen 10 Millionen Euro und 11 Millionen Euro, hiervon gehen 5 Millionen Euro auf die Zelltherapievereinbarung mit Roivant/Cytovant zurück. Die Forschungs- und Entwicklungkosten sollen 24 Millionen Euro bis 29 Millionen Euro erreichen. Auf EBITDA-Basis geht Medigene von einem Verlust zwischen 23 Millionen Euro und 28 Millionen Euro aus. Positive Effekte aus dem Roivant/Cytovant werden durch Negativeffekte aus dem Veregen-Verkauf in ähnlicher Höhe neutralisiert.

„Mit einer verbesserten Finanzprognose und ausreichenden liquiden Mitteln sind wir gut aufgestellt, weitere Fortschritte bei unserer Immuntherapieplattform und den verschiedenen Entwicklungskandidaten zu erzielen”, so Schendel.

In einer ersten Reaktion bestätigen die Analysten von Baader Helvea Equity Research ihre Einstufung der Medigene Aktie mit „hold” bei einem Kursziel von 11 Euro. An der Börse notiert die Biotechaktie aktuell mit 1,4 Prozent im Minus bei 8,45 Euro. Für den Aktienkurs des Unternehmens kommt es damit zu einem charttechnischen Verkaufssignal. In der technischen Analyse für die Medigene Aktie zeichnete sich um 8,57/8,66 Euro eine Unterstützungszone ab, die nun unterschritten wurde. Zwischen 8,26/8,31 Euro und 8,10/8,20 Euro erstreckt sich im Chart der Biotechaktie aber bereits die nächste Unterstützungsmarke.

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