Lufthansa & Co.: Konsolidierung der europäischen Fluglinien - Commerzbank Kolumne


In der europäischen Luftverkehrsbranche läuft die Konsolidierung unter den Anbietern auf Hochtouren. Das dürfte sich fortsetzen, glaubt man bei der Commerzbank. Bild und Copyright: Lufthansa.

In der europäischen Luftverkehrsbranche läuft die Konsolidierung unter den Anbietern auf Hochtouren. Das dürfte sich fortsetzen, glaubt man bei der Commerzbank. Bild und Copyright: Lufthansa.

Nachricht vom 18.04.2019 18.04.2019 (www.4investors.de) - Zuletzt gab es viele Veränderungen an Europas Fluglinien-Himmel, speziell in der zweiten Reihe. Besonders auffällig waren die Pleiten von Air Berlin oder aktuell von Germania und der isländischen Wow. Im Ergebnis sind nun die wesentlichen Wettbewerber die drei klassischen Anbietergruppen um Lufthansa, British Airways und Air France und daneben die Billigherausforderer EasyJet und Ryanair. Trotzdem gibt es immer noch sehr viele weitere Anbieter, insbesondere auch wirtschaftlich schwache. Wir rechnen deshalb damit, dass die Konsolidierung mittelfristig weitergeht, was der wirtschaftlichen Stabilität der verbleibenden Wettbewerber hilft.

Anleihen


Frankreich: Einkaufsmanagerindizes (Apr.), 9:00 Uhr
Deutschland: Einkaufsmanagerindizes (Apr.), 9:30 Uhr
Euroraum: Einkaufsmanagerindizes (Apr.), 10:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosengeld, 14:30 Uhr
USA: Einzelhandelsumsätze (Mrz.), 14:30 Uhr
USA: Philadelphia-Fed-Index (Apr.), 14:30 Uhr

Die guten – gestern Morgen gemeldeten – Konjunkturdaten aus China sorgten für eine positive Marktstimmung im Tagesverlauf. Die Risikoaversion gemessen an der erwarteten Volatilität befindet weiter im Sinkflug und ist derzeit so niedrig wie seit Anfang 2018 nicht mehr. Am Rentenmarkt kam der seit einer Woche andauernde Renditeanstieg jedoch gestern zum Stillstand. Für zehnjährige US-Staatsanleihen erhalten Anleger 2,57% Rendite und für Bundesanleihen 0,07%. In den USA ist das Handelsbilanzdefizit im Februar weiter geschrumpft. Grund hierfür ist ein nur geringes Wachstum der Importe (+0,2% zum Vormonat, nominal) und ein kräftiger Anstieg der Exporte von zivilen Flugzeugen. Für sich genommen sind beide Effekte noch keine positiven Signale für den Ausblick – für das BIP-Wachstum im ersten Quartal zeichnet sich aber ein positiver Wachstumsbeitrag aus dem Außenhandel in Höhe von einem Prozentpunkt ab. Der etwas stärkere US-Dollar und die stornierten Auslieferungen der Boeing 737 Max Flugzeuge dürften jedoch im zweiten Quartal den Export belasten. Mit Blick auf die heute anstehenden Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum erwarten die von Bloomberg befragten Analysten nur eine leichte Angleichung zwischen dem seit Jahresbeginn sehr guten Stimmungsdaten für den Dienstleistungsbereich und den überraschend schwachen Daten für das Verarbeitende Gewerbe. Die Anzeichen für eine Stabilisierung der Konjunktur in China und leicht steigende Frachtraten im Containerverkehr könnten jedoch auch für die Industrie im Euroraum eine positive Wende bedeuten.

Aktien


American Express, Ergebnis Q1
Nestlé, Umsatz Q1
Schlumberger, Ergebnis Q1
Schneider Electric, Unilever, Umsatz Q1

Die europäischen Aktienmärkte setzten ihren Aufschwung am gestrigen Handelstag fort. Die Leitindizes legten in der Spitze um bis zu 0,6% (Frankreich) zu. Der Dax (+0,4%) erzielte ein neues Jahreshoch bei 12.195 Punkten (+15% seit Anfang 2019). Motor für die freundliche Tendenz waren insbesondere gute Konjunkturdaten aus China. Sowohl die BIP-Daten für das erste Quartal 2019 als auch die Zahlen für den Einzelhandel und für die Industrieproduktion im März fielen besser als erwartet aus. Infolgedessen wurden defensive Werte tendenziell verkauft und zyklische Werte gekauft. Auf der Kaufliste standen vor allem Automobiltitel. So legten die Aktien von Volkswagen (+3%), Daimler (+2%) und BMW (+1,1%) deutlich zu. Für zusätzliche Kaufanreize sorgten hier auch positive Chartsignale wie bspw. bei Volkswagen, dessen Kurs seit dem 28. März 2019 um satte 17% zulegte. Tagesgewinner war die Aktie von Wirecard (+3,9%). Nach negativen Meldungen aus den USA in Bezug auf einen möglichen Zusammenschluss von Sprint und T-Mobile US fiel der Aktienkurs der Deutschen Telekom um 1,1%. Auf europäischer Sektorenebene führten Automobilwerte mit durchschnittlichen Gewinnen von 1,6% die Performancerangliste an. Am Ende der Skala notierten Pharmawerte mit durchschnittlichen Einbußen von 1,8%. Die Börsen in den USA tendierten etwas leichter. Die Aktie von PepsiCo kletterte nach guten Zahlen auf ein Allzeithoch. Auf Sektorenebene (S&P 500) waren v.a. IT-Werte (+0,6%) gefragt. Pharmawerte (-2,9%) büßten nach Sorgen über mögliche Politikänderungen kräftig ein. Die Börsen in Asien tendierten überwiegend schwächer. Der südkoreanische Kospi-Index verlor 1,4%, nachdem Samsung Elec. (-2,8%) Probleme mit einem neuen Handy vermeldete. (Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter )

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!





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