Nikkei 225-Index gewinnt seit Jahresbeginn rund 7 Prozent - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 21.02.2019 21.02.2019 (www.4investors.de) - Ebenso wie die Aktienmärkte in den USA und in Europa hat sich auch der japanische Leitindex Nikkei 225 von den starken Verlusten im Dezember 2018 erholt. Seit Jahresbeginn 2019 legte er um 7% zu und machte damit einen Großteil der Dezemberverluste wett. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die Aktienmärkte in China und in Hongkong (H-Index), die seit Anfang 2019 sogar um 10% zulegen konnten und sich damit in Asien an die Performancespitze setzten. Per Mitte Februar 2019 haben 1.463 Unternehmen (99%) aus der ersten Sektion (TSE1), deren Geschäftsjahr im März 2019 endet, über ihren Geschäftsverlauf berichtet. Die aggregierten Umsätze stiegen demnach im dritten Quartal 2018/19 um 2,6% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Dagegen sank das aggregierte Nettoeinkommen um 24% (J/J). Die fallenden Erträge führten in jüngster Vergangenheit zusammen mit einem sich verschlechternden konjunkturellen Umfeld zu einer Abwärtsrevision für die geschätzten Topix-Indexgewinne für die Geschäftsjahre 2018/19 sowie 2019/20. Unterstützend wirkt dagegen die positive Entwicklung bei den Aktienrückkäufen. Sollte sich der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China weiter in die Länge ziehen, dürfte es in den nächsten Wochen/Monaten vor allem bei Japans „chinasensitiven“ Firmen zu weiteren Abwärtsrevisionen bei den Gewinnen kommen. Wir erwarten, dass die jüngste Erholungsbewegung in naher Zukunft auslaufen dürfte und bestätigen innerhalb unseres Regionenrankings die neutrale Gewichtung für den Aktienmarkt in Japan. Japans BIP dürfte 2018 wohl nur um 0,8% (J/J) gewachsen sein. Für 2019 prognostiziert der Konsensus (noch) ein BIP-Zuwachs von 1% (J/J), wobei die Entwicklung aufgrund der geplanten Mehrwertsteuererhöhung im Oktober 2019, der hohen Revisionsanfälligkeit der Daten (siehe die zuletzt starke Revision bei den Lohndaten) sowie der Unsicherheit in Bezug auf Chinas Konjunktur sehr volatil bleiben dürfte.

Anleihen


Euroraum: Einkaufsmanagerindizes (Feb.), 10:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr
USA: Aufträge langlebiger Güter (Dez.), 14:30 Uhr
USA: Einkaufsmanagerindizes Markit (Feb.), 15:45 Uhr
USA: Verkäufe gebrauchter Häuser (Jan.), 16:00 Uhr

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet macht sich zunehmend Sorgen um die Wirtschaft im Euroraum. Zwar seien die wirtschaftlichen Bedingungen im Euroraum gut, es bestehe aber die Gefahr, dass sich die schlechte Stimmung auf die Realwirtschaft auswirke. Praet hat die Einführung neuer Langfristtender für die Refinanzierung der Banken ins Gespräch gebracht. Es sei nach Praet aber noch offen, ob die EZB diese Entscheidung im März treffen wird. Ob sich die Stimmung weiter eintrübt, wird man an den heute zur Meldung anstehenden Einkaufsmanagerindizes für Frankreich, Deutschland und dem Euroraum ablesen können. Am Freitag folgt der Ifo-Geschäftsklimaindex. Die Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Frühindikatoren weiter zurückgegangen sind. In diesem Umfeld tendierten die Bundrenditen weitgehend seitwärts. Italienische Staatspapiere waren erneut nicht begehrt. Die Spreads haben sich den zweiten Tag in Folge ausgeweitet. Die Marktteilnehmer sorgen sich über die Konjunktur in Italien. Am Freitag wird die Ratingagentur Fitch die Bonität von Italien überprüfen. Es droht eine Ratingherabstufung, bisher wird Italien von Fitch bei BBB eingestuft. Aus dem gestern veröffentlichten Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank (Fed) ging hervor, dass sich die Gelpolitiker uneinig darüber seien, ob in diesem Jahr noch Zinserhöhungen angebracht seien. Über die Möglichkeit von Zinssenkungen wurde überraschenderweise gar nicht gesprochen. Der US-Dollar und die US-Renditen legten als Reaktion ganz leicht zu. Einigkeit besteht darüber, den Abbau der Notenbankbilanz noch in diesem Jahr zu beenden. Damit läge ihre Bilanzsumme wesentlich höher als zur Finanzkrise.

Aktien


Anglo American, Axa, Jahresergebnis
Barclays, Henkel, Krones, Jahresergebnis
Deutsche Telekom, Hochtief, Bilanz-PK
Hewlett Packard Enterprise, Ergebnis Q1
Orange, Saint-Gobain, Jahresergebnis
Swiss Re, Telefónica, Jahresergebnis

Die europäischen Aktienmärkte setzten ihren positiven Trend fort. Der Stoxx Europe 50-Index erzielte mit 3.024 Punkten ein neues Jahreshoch (+13,1% seit dem 27. Dezember 2018). Neben den Impulsen aus der Berichtssaison trägt immer noch die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Zudem dürften die Dividendenzahlungen in Europa mit geschätzten 350 Mrd. Euro (+16 Mrd. Euro ggü. dem Vorjahr) einen neuen Rekord-wert erreichen. In diesem Umfeld gewann der Dax 0,8% und erzielte mit 11.437 Punkten ebenfalls ein neues Jahreshoch. Tagesgewinner im deutschen Leitindex waren nach Vorlage guter Geschäftszahlen die Aktien von Fresenius Medical Care (+4,5%) sowie von Fresenius (+5%). Die Aktie von Wirecard verlor 5%. In der zweiten Reihe büßte die Aktie von ElringKlinger nach Bekanntgabe schwacher Quartalszahlen und einer geplanten Aussetzung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018 10,8% ein. Auf europäischer Sektorenebene zählten Automobilwerte mit durchschnittlichen Aufschlägen von 2,3% zu den größten Gewinnern. Am Ende der Performancerangliste notierten dagegen Aktien aus dem Bereich Immobilien (-0,5%). Die US-Börsen erzielten leichte Gewinne. Der Dow Jones-Index kletterte um 0,2%und markierte mit 25.986 Punkten ebenfalls ein Jahreshoch. Die Aktie von Caterpillar (+3,3%) profitierte von einer optimistischen Prognose für die Nachfrageentwicklung in China. Auf Sektorenebene waren vor allem Rohstoffwerte (+1,7%) gefragt (Tagesverlierer: Immobilien, -0,7%). Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich. Der Nikkei 225-Index gewann 0,2%. (Redakteur: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter )

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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