Merkur Bank: Zweistellige Wachstumsraten

19.10.2018, 17:35 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  Johannes Stoffels auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Bild und Copyright: Merkur Bank.

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Selbstbewusst und optimistisch zeigt sich Marcus Lingel, der Chef der Merkur Bank, auf der m:access Konferenz der Börse München. Sein Ausblick auf 2018 ist positiv. Der Banker sieht weiteres Steigerungspotenzial beim Ertrag pro Aktie. Er hält einen Gewinn je Aktie von 0,64 Euro (2017: 0,60 Euro) für möglich. Zur Dividende gibt es keine konkrete Aussage von Lingel, sie könnte aber ebenfalls steigen. Zuletzt wurden 0,30 Euro je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die Gesellschaft ist derzeit auf allen Gebieten auf Wachstumskurs. Doch die teils hohen zweistelligen Wachstumsraten können nicht die Regel sein. Lingel macht vor Investoren deutlich, dass sich dieser sehr starke Trend nicht in alle Ewigkeiten fortsetzen wird.

Das Depotvolumen der Merkur Bank liegt Ende September bei 354,2 Millionen Euro, das ist ein Plus von 17,3 Prozent gegenüber dem Jahresende 2017. Zum Vergleich: Vor sechs Jahren lag das Volumen bei rund 30 Millionen Euro. Beim beanspruchten Kreditvolumen steigt der Wert Ende September auf 1,08 Milliarden Euro an. Ende 2017 lag das Volumen bei 888,3 Millionen Euro, hier errechnet sich ein Plus von 21,9 Prozent. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nach drei Quartalen steigt von 6,3 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro an. Beim Periodengewinn geht es von 3,1 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro nach oben.

Am Aktienkurs ist diese positive Entwicklung jedoch kaum abzulesen, was Lingel wundert. Das Papier der Merkur Bank hat in den vergangenen zwölf Monaten knapp 6 Prozent zugelegt. Auf Sicht der letzten drei Monate liegt das Plus bei 1,9 Prozent. Offenbar wird die Banken mit den großen deutschen Geldinstituten auf eine Stufe gestellt, entsprechend vorsichtig agieren Investoren gegenüber Bankaktien.

Doch Lingel setzt nicht auf Kosteneinsparungen, er will weiter wachsen und den Marktanteil der Bank ausbauen, vor allem im Bereich der Vermögensanlage. Um das Wachstum zu festigen, könnte es bei der Merkur Bank eine Kapitalerhöhung geben. Die nächste Hauptversammlung, vermutlich im Sommer 2019, kann entsprechend neues genehmigtes Kapital schaffen. Das kann die Perspektiven der Bank weiter verbessern.

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