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Bundeskanzlerin Merkel: Große Unterstützung für den Finanzstandort Frankfurt

Bild und Copyright: Johannes Stoffels / www.4investors.de.

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05.09.2018, 10:31 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  Johannes Stoffels auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Nach der Brexit-Entscheidung der Briten haben sich bisher 23 Banken für eine Verlagerung ihres Standorts nach Frankfurt entschieden. Auf einer Veranstaltung der Deutschen Börse in der Mainmetropole macht Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier deutlich, dass weitere Banken folgen dürften. Er hofft zugleich, dass das bisher in London erfolgte Euroclearing künftig in Frankfurt stattfinden werde. Die Stadt steht dabei aber im Wettbewerb mit unter anderem Paris, Luxemburg und Dublin. Bouffier setzt jedoch darauf, dass die Bundesregierung sein Anliegen bei den europäischen Partner unterstützen wird.

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft er mit dieser Bitte auf offene Ohren. Sie bestätigt Bouffier im Plenarsaal der IHK genau über dem Frankfurter Börsenparkett, dass seine Aussagen einleuchten. Merkel fährt fort: „Die Logik spricht nicht dagegen“ und will an dem Plan entsprechend konstruktiv mitarbeiten. So soll Frankfurt zu einem herausragenden Ort der Finanzwelt werden. Die Frankfurter Zuhörer fordert Merkel auf: „Machen sie weiter so, wir unterstützen sie, wo immer wir können.“

Merkel: „Wir müssen als digitaler Standort gut sein“


Gleichzeitig drückt sie vor rund 300 geladenen Gästen, darunter viele Banker, Politiker und Investoren, ihr Bedauern aus, dass sich Großbritannien für den Brexit entschieden hat. Man müsse damit nun aber umgehen und eine Verständigung mit Großbritannien anstreben. Merkel will mit aller Kraft an einem Ergebnis arbeiten und will nicht, dass die Verhandlungen mit der britischen Regierung scheitern. Ausschließen kann sie dies aber nicht.

Neben der Unterstützung für den Finanzstandort Frankfurt hat Merkel noch ein anderes Anliegen, dass für die Zukunft des Finanzplatzes Deutschland von Bedeutung ist: die Digitalisierung. Die jahrelange Historie der Gesundheitskarte dient dabei eher als abschreckendes Beispiel. Im Fintechbereich müssen die Dinge, so Merkel, schneller vorangehen. „Wir müssen als digitaler Standort gut sein“, so Merkel und fordert zugleich dazu auf, die Kräfte geschickt zu bündeln. Und auch dabei setzt sie auf Frankfurt und auf die Arbeit vieler Beteiligten, die Frankfurt zu einem attraktiven Platz für die Finanzbranche machen. Mehr Lob und Anerkennung war von der Kanzlerin an diesem Abend vor der Finanzgemeinde kaum zu erwarten.

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