Rohstoff-Performance in Euro - Nur Basismetalle lagen 2017 über der Nulllinie - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.

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10.01.2018 09:10 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

2017 war ein gutes Jahr für die Rohstoffpreise, was aber am schwachen USD lag (Rohstoffe werden in USD gehandelt). In Euro umgerechnet lagen nur die Basismetalle im Plus. Agrarrohstoffe verzeichneten sogar ein erhebliches Minus. Nach den ersten Tagen in 2018 scheinen sich die bestehenden Trends fortzusetzen, was für ein freundliches 1. Quartal spricht. Wie 2017 gibt es bei Einzelrohstoffen Sonderbewegungen. Auffallend: Platin (+5,4%) als das schwächste Edelmetall 2017 kann in den ersten Tagen 2018 Boden gut machen und ist zusammen mit dem bereits 2017 sehr festen Palladium (+5,6%) und WTI (+4,9%) bisher Performance-Spitzenreiter. Dagegen führt Aluminium (-4.7%), ebenfalls ein Gewinner im Jahr 2017, die Verliererliste an.

Anleihen


China: Verbraucherpreise (Dez.), 02:30 Uhr
Frankreich: Industrieproduktion (Nov.), 08:45 Uhr
Großbritannien: Industrieproduktion (Nov.), 10:30 Uhr
USA: Import-/Exportpreise (Dez.), 14:30 Uhr

Die gestern gemeldeten Konjunkturdaten aus Deutschland fielen alle deutlich besser als erwartet aus und weisen auf ein starkes Wachstum im 4. Quartal hin. Damit dürfte unsere Prognose des realen BIP-Wachstums für 2017 in Höhe von 2,5% gut erreicht werden können. Im November stieg die deutsche Produktion um 3,4% M/M an, erwartet worden war lediglich ein Anstieg um 1,8% M/M. Zudem wurde der Rück-gang im Vormonat nach oben korrigiert. Damit steht die Produktion 5,6% über dem Vorjahresniveau. Auch die deutschen Ausfuhren nahmen im November mit +4,1% M/M kräftiger als erwartet zu. Da Importe nur um 2,3% M/M anstiegen, erhöhte sich der Außenhandelsüberschuss auf 23,7 Mrd. Euro, den höchsten Stand seit 19 Monaten. Die Renditen reagierten nur kurzzeitig auf die guten Daten aus Deutschland und gingen bis Mittag sogar zurück. Am Nachmittag trübte sich die Stimmung ausgehend aus den USA und Japan wieder ein und die Renditen stiegen wieder an. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries erhöhte sich gestern deutlich über die Marke von 2,5%, auf den höchsten Stand seit März 2017. Es gab vermehrt Spekulationen, dass die BoJ ihre Geldpolitik in diesem Jahr straffen könnte. Diese wurden gestern durch die Ankündigung der Notenbank, im Rahmen ihres Anleihekaufprogramms demnächst weniger langlaufende Staatsanleihen zu kaufen, weiter angeheizt. Der Euro schwächte sich gestern den dritten Tag in Folge ab. Auch die guten Daten aus Deutschland verhalfen nicht zu einer Gegenbewegung. Der US-Dollar profitiert von höheren Spekulationen auf eine Zinserhöhung der Fed im März. Sie wird inzwischen zu über 80% eingepreist.

Aktien


Deutsche Lufthansa, Verkehrszahlen 12/17

Der zweite Handelstag der Woche stellte quasi eine Blaupause zum Montag dar. Ähnlich wie am Vortag tendierten die europäischen Aktienbörsen in einer engen Handelsspanne leicht positiver. Der Dax 30 hielt sich fast den ganzen Tag in positivem Terrain. Nur als der Nasdaq 100 kurz nach Eröffnung ins Minus drehte, fiel auch der deutsche Leitindex zwischenzeitlich knapp hinter den Vortagsschlusskurs zurück. Deutlich stärkster Einzeltitel im Dax war die Aktie von Continental (+5,4%). Hier hatte eine Nachrichtenagentur gemeldet, dass der Automobilzulieferer eine Aufspaltung plane und die profitableren Geschäftsbereiche separat an die Börse bringen wolle. Erneut schwächer tendierten hingegen die Anteilscheine der Deutschen Bank (-1,5%) die damit ihren Negativtrend, der mit der Gewinnwarnung am Freitag begonnen hatte, weiter fortsetzten. Genau wie am Vortag gehörten Automobile (+1,4%) und Grundstoffe (+1,3%) im Euroraum zu den stärksten Branchen. Verlierer waren dagegen erneut die Versorger (-0,6%) mit E.ON (-2,1%) am Ende des Leitindex EURO-STOXX 50. Die Informationstechnologie (-0,2%) reagierte auf die Entwicklung an der Nasdaq und drehte nach einer zuvor stabilen Entwicklung ebenfalls leicht ins Minus. An der Wall Street konnten die Leitindizes Dow Jones und S&P 500 erneut Rekordstände verzeichnen, während der technologielastige Nasdaq 100 auf der Stelle trat. An der Spitze des Dow Jones standen mit Boeing (+2,7%), GE (+1,6%) und United Technologies (+1,1%) hauptsächlich Titel aus dem Industrie-segment. Stärkste Branche im marktbreiten S&P 500 war indes der Gesundheitssektor (+1,1%), während vor allem Telekommunikation (-1,8%) und Real Estate (1-1%) schwächer tendierten. Die Aktienmärkte in Asien legten nach dem zuletzt erlebten Aufwärtstrend am Mittwoch eine Verschnaufpause ein. Der Nikkei 225 schloss mit einem leichten Verlust.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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