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Expertenmeinung

Barrick Gold & Co: Rekordübernahmeaktivität im Goldminensektor - Commerzbank Kolumne

Die hohe M&A-Aktivität spiegelt unter anderem die schwindenden Goldreserven der Branche wider, die man versucht zu ersetzen. Bild und Copyright: corlaffra / shutterstock.com.


10.12.2019 10:11 - Autor: Kolumnist auf twitter


Die beiden großen Übernahmen Newmont Mining/Goldcorp und Barrick Gold/Randgold in der ersten Jahreshälfte waren der Auftakt für eine Rekordübernahmewelle in der Goldminenindustrie im laufenden Jahr. Insbesondere zum Jahresende hat sich das M&A-Rad im Bereich der mittelgroßen Minengesellschaften beschleunigt. So bietet Kirkland Lake Gold für Detour (Kanada) 3,7 Mrd. US$, Endeavour Mining für Centamin (Ägypten) 1,9 Mrd. $, Zijin Mining für Continental Gold 1,0 Mrd. $, Saracen hat für 0,75 Mrd. $ einen 50%-Anteil an Kalgoorlie (Australien) gekauft, Evolution Mining für 475 Mio. $ Red Lake (Kanada) und China Gold hat Interesse an Iamgold (Kanada). Insgesamt zeichnen sich 2019 laut einem Reutersbericht bisher 348 Übernahmen bzw. Käufe mit einem Rekordvolumen von 30,5 Mrd. $ ab. 2018 waren es nur 10,8 Mrd. $. Im bisherigen Rekordjahr 2010 betrug das Volumen 25,7 Mrd. $. Die Entwicklung spiegelt einige interessante Aspekte wider. Zunächst werden die Preise der Goldminen von Brancheninsidern offensichtlich als günstig angesehen. Dazu gehört aber auch eine gewisse Zuversicht für den Goldpreis. Nach dem bisherigen M&A-Rekordjahr 2010 erreichte der Goldpreis 2011 sein bisheriges historisches Hoch bei über 1.900 $/Feinunze. Aktuell liegt der Goldpreis rund 100 $ über dem Niveau von Ende 2010. Das heißt, der Weg zu einem neuen Rekordgoldpreis ist nicht unrealistisch weit. Die hohe M&A-Aktivität spiegelt aber auch die schwindenden Goldreserven der Branche wider, die man versucht zu ersetzen. Nicht nur wegen Sparzwängen und relativ geringen Explorationsausgaben gelingt es nicht, das abgebaute Gold durch neue Reserven zu ersetzen, sondern auch da Goldvorkommen immer schwerer zu entdecken und immer aufwendiger zu erschließen sind. Dieser Aspekt spricht dafür, dass die M&A-Welle, die bei den großen Unter-nehmen begann und aktuell bei den mittelgroßen ist, sich noch auf die kleinen Minen und Explorer ausdehnen könnte.

Anleihen

China: Verbraucherpreise (November), 2:30 Uhr
Frankreich: Industrieproduktion (Oktober), 08:45 Uhr
Italien: Industrieproduktion (Oktober), 10:00 Uhr
Großbritannien: Industrieproduktion (Okt.), 10:30 Uhr
Deutschland: ZEW-Umfrage (Dezember), 11:00 Uhr

Der Wochenauftakt begann am Rentenmarkt mit nur leichten Kursänderungen. Die Händler erwarten auch im Laufe der Woche weder von der Datenfront noch von den beiden Notenbanksitzungen (US-Fed am Mittwoch und EZB am Donnerstag) signifikante Impulse. Aber vielleicht überrascht die neue EZB-Chefin Lagarde auf ihrer ersten Pressekonferenz ja doch? Eher treibt die Politik die Märkte: Bedeutsam bleiben Nachrichten zum US-chinesischen Handelskonflikt und die Wahl im Vereinigten Königreich am Donnerstag. Gestern überraschten die deutschen Exporteure positiv. Vor allem das starke USA-Geschäft bescherte der Exportindustrie im Oktober einen Rekord. Allein die Geschäfte mit ihrem wichtigsten Kunden USA legten um über 10% im Jahresvergleich auf mehr als 11 Mrd. Euro zu. Die gesamten Ausfuhren stiegen um 1,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt verkauften die Firmen Güter im Wert von 119,5 Mrd. Euro ins Ausland – so viel wie noch nie zuvor in einem einzelnen Monat. Die Importe stagnierten dagegen im Oktober gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht ergab sich hier ein Rückgang von 0,6%. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Oktober 2019 bei 20,6 Mrd. Euro (2018: 17,9 Mrd. Euro). Dieser Rekordwert sollte trotzdem keine Jubelstürme auslösen, denn die deutsche Wirtschaft leidet massiv unter den Unsicherheiten und Belastungen aufgrund der internationalen Handelskonflikte. So steht nach den ersten zehn Monaten des Jahres bei den deutschen Exporteuren deshalb nur ein vergleichsweise mageres Plus von 1,0% J/J zu Buche. 2020 könnten sogar zum ersten Mal seit zehn Jahren die Exporte sinken.

Aktien

Siemens Healthineers, Investorenkonferenz
Deutsche Bank, Kapitalmarkttag

Die Woche startete an den meisten Aktienmärkten mit sehr geringen Bewegungen. Es herrscht dennoch gespannte Erwartung vor einer entscheidenden Woche, in der die emotional hoch aufgehängte Wahl in Großbritannien stattfindet und der Fristablauf am Sonntag für neue US-Zölle Handlungsdruck für die amerikanisch-chinesischen Gespräche erzeugt. In Europa gab es ohne neue Themen zunächst einen schwankungsarmen Handel und vor allem in der letzten Handelsstunde trotz einer behaupteten Wall Street ein kleines Minus. Der DAX schloss -0,5%, der EuroStoxx 50 -0,6% tiefer. Schwächster Sektor war Energie mit -1%. Einzelwertausschläge hielten sich in engem Rahmen: adidas (-1,9%) war größter Verlierer im DAX, während MTU 1,3% zulegen konnte. Große Bewegungen gab es in der 2. Reihe: Osram (+15%) reagierten auf den Erfolg der Übernahme durch ams. Carl Zeiss Meditec (+11%) profitierten von einer Analystenhochstufung. An den amerikanischen Börsen gab es ebenfalls leichte Ver-luste von 0,3% im S&P500 bzw. 0,4% bei Dow Jones und Nasdaq. Hier fiel Gesundheit (-0,7%) negativ auf. Allerdings gab es dort auch mit den Krebsspezialisten Arqule (+104%, Übernahme durch Merck) und Synthorx (+170% nach Übernahme durch Sanofi) zwei große Gewinner. Im Dow Jones war der größte Verlierer Apple (-1,4%), die aufgrund ihrer Lieferkette wie ein Seismograph auf Meldungen oder Stimmungsänderungen zum Zollstreit reagieren. Vor den Sitzungen der beiden großen Notenbanken und der britischen Wahl scheinen sich Anleger nicht besonders exponieren zu wollen. So sieht es weiter nach geringen Umsätzen und schwankungsarmen Tagen aus. In Asien traten die Märkte heute auch praktisch auf der Stelle. Für Europa sind die Indikationen für den Handel knapp behauptet.

DAX: Brexit, Brexit, Brexit ... und der ZEW-Index - Donner & Reuschel Kolumne

Beim „leidigen Thema“ Brexit warten die Börsianer gespannt auf die britische Parlamentswahl. Einen Sieg bei der Parlamentswahl am kommenden Donnerstag vorausgesetzt, wäre für Boris Johnson der Weg frei, die EU Ende Januar 2020 geordnet zu verlassen. Nervosität verursacht auch der weitere Fortgang des Handelsstreits zwischen USA und China. Am 15. Dezember sind weitere „trumpsche“ Zollerhöhungen gegenüber China angesetzt.

Markttechnisch zeigt sich die Lage auch weiterhin recht entspannt. Die wichtigsten Indikatoren befinden sich allesamt im neutralen Terrain. Die Bollinger-Bänder zeugen nach wie vor von einer kurzfristigen Bandbreite zwischen 13.355 sowie 12.955. Es bleibt also dabei: Die Jahresend-Rally ist nicht gestorben. Von fundamentaler Seite werden heute erfreuliche Daten erwartet. Der ZEW-Konjunkturindex wird mit einem Anstieg prognostiziert.

Trotz allem: Die „Unsicherheitsfaktoren“ Handelsstreit & Brexit bleiben vorerst bestehen. Daher Stopps- und ... Barrick Gold News weiterlesen!

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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