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Wirecard Aktie: Böse neben der Spur

22.07.2020 11:32 Uhr - Autor: Michael Barck  auf twitter

Egal, wie tief Wirecard im Sumpf des SKandals versunken ist - einige, auch Medien, scheinen immer noch nicht genug von der Aktie zu haben. Bild und Copyright: Wirecard.

Eigentlich wäre zu hoffen, dass die Börse den Skandal um Wirecard schnell ad acta legen könnte, doch das wird wohl eine Hoffnung bleiben. An der Börse tummeln sich die Zocker weiter in dem Titel und treiben den Aktienkurs heute erneut über die 2-Euro-Marke. Wieder aber ist knapp darüber Schluss, in den letzten Handelsstunden hat sich der Bereich um 1,98/2,04 Euro als Widerstand etabliert. Nach einem bisherigen Tageshoch bei 2,02 Euro pendelt Wirecards Aktienkurs aktuell um 1,94 Euro und gewinnt mehr als 7 Prozent an Wert.

Dass der insolvente Skandal-Konzern weiter auf knapp 240 Millionen Euro Börsenwert kommt, liegt zum einen an wohl weiter laufenden Deckungen von Shortpositionen, die seit langer Zeit bei Wirecard traditionell vergleichsweise groß ausfielen. Allerdings scheint es auch noch weiterhin genug Trader zu geben, die hier auf einen schnellen Euro hoffen. Befeuert wird dies durch teils atemberaubend ausfallende Berichte in den Medien. So hatte die Internetseite „anlegerverlag.de” gestern nichts besseres zu tun, als ihren Bericht mit „Wirecard - zurück in der Erfolgsspur!” zu überschreiben und den Kursanstieg der Handelsstunden zuvor anschließend mit Formulierungen wie „grandioses Comeback, auf das sich aufbauen lässt und die Anleger wieder glücklicher machen dürfte” zu feiern.



Solche Berichte sind eine groteske Verzerrung der Realität und Kursrisiken bei dem Konzern, der mit einem milliardenschweren Bilanzskandal tiefe Spuren hinterlassen hat und der selbst im politischen Berlin für Turbulenzen rund um das Thema Börsenaufsicht sorgt. Aber obwohl die Darstellungen völlig neben der Spur der Realität bei Wirecard sind, ziehen solche dubiosen Schlagzeilen die Anleger an: Der Bericht hatte gestern auf der Plattform „finanznachrichten.de” die zweithöchste Aufrufzahl auf 24-Stunden-Basis.

Egal, was geschrieben wird, fest steht: Wer bei Wirecard mittraden will, geht massive Verlustrisiken ein. Am Ende des laufenden Insolvenzverfahrens wird für Aktionäre - das lässt sich jetzt bereits absehen - vermutlich die Null stehen.

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