Wirecard: Singapur-Tochter bringt neuen Ärger
19.11.2019 19:50 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Wirecards Geschäfte in Asien treten erneut ins Rampenlicht - und das nicht gerade zur Freude der Aktionäre des DAX-Konzerns. Auslöser ist ein neuer Bericht im „Handelsblatt”: Den Angaben zufolge verweigert der Wirtschaftsprüfer EY für Wirecards ohnehin umstrittene Tochtergesellschaft in Singapur das Testat für die Bilanz des Jahres 2017. Dabei beruft sich die Zeitung auf Dokumente der Finanzaufsicht des asiatischen Stadtstaates. Demnach können die Wirtschaftsprüfer von EY, früher Ernst & Young, „weder die Angemessenheit, Vollständigkeit und Richtigkeit des Jahresabschlusses feststellen”. Auch könne man nicht abschätzen, ob und in welchem Umfang Anpassungen erforderlich sein könnten, zitiert das „Handelsblatt”.
Die Tochtergesellschaft Wirecards in Singapur stand bereits im Zentrum der „Asien-Affäre”, die Wirecards Aktienkurs im ersten Quartal einen heftigen Sturz einbrachte. Auslöser des verweigerten Testats sind offenbar zum einen die Ermittlungen der Behörden zu den Anfang 2019 von der „Financial Times” berichteten Vorwürfen. Darüber hinaus kritisieren die Wirtschaftsprüfer laut „Handelsblatt” unter anderem mangelnde Erklärungen zu Unterlagen und Transaktionen.
„Stimmen aus dem Konzern verweisen auf die Ermittlungen in Singapur und das Drunter und Drüber, das nach dem Abgang des lokalen Finanzchefs geherrscht habe. Doch das kann allenfalls eine schwache Begründung sein, die Öffentlichkeit über diesen Fakt im Unklaren zu lassen. Wenn das verweigerte Testat so einfach erklärt werden kann, ist es umso fraglicher, warum der Konzern die Anleger nicht aktiv darüber informiert hat”, kritisiert die Zeitung das Unternehmen in einem begleitenden Kommentar.
Von Wirecard gibt es bisher keine Stellungnahme zu dem neuen Medienbericht über die Aktivitäten in Singapur.
Wirecards Aktienkurs kommt am Dienstagabend unter Druck. Aktuelle Indikationen notieren bei 116,15/116,55 Euro. Am Nachmittag hatte die Wirecard Aktie den XETRA-Handel noch bei 121,25 Euro und damit kaum verändert zum gestrigen Schlusskurs beendet.
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