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Bundeskanzlerin Merkel: Große Unterstützung für den Finanzstandort Frankfurt

Nach der Brexit-Entscheidung der Briten haben sich bisher 23 Banken für eine Verlagerung ihres Standorts nach Frankfurt entschieden. Auf einer Veranstaltung der Deutschen Börse in der Mainmetropole macht Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier deutlich, dass weitere Banken folgen dürften. Er hofft zugleich, dass das bisher in London erfolgte Euroclearing künftig in Frankfurt stattfinden werde. Die Stadt steht dabei aber im Wettbewerb mit unter anderem Paris, Luxemburg und Dublin. Bouffier setzt jedoch darauf, dass die Bundesregierung sein Anliegen bei den europäischen Partner unterstützen wird.

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft er mit dieser Bitte auf offene Ohren. Sie bestätigt Bouffier im Plenarsaal der IHK genau über dem Frankfurter Börsenparkett, dass seine Aussagen einleuchten. Merkel fährt fort: „Die Logik spricht nicht dagegen“ und will an dem Plan entsprechend konstruktiv mitarbeiten. So soll Frankfurt zu einem herausragenden Ort der Finanzwelt werden. Die Frankfurter Zuhörer fordert Merkel auf: „Machen sie weiter so, wir unterstützen sie, wo immer wir können.“

Merkel: „Wir müssen als digitaler Standort gut sein“


Gleichzeitig drückt sie vor rund 300 geladenen Gästen, darunter viele Banker, Politiker und Investoren, ihr Bedauern aus, dass sich Großbritannien für den Brexit entschieden hat. Man müsse damit nun aber umgehen und eine Verständigung mit Großbritannien anstreben. Merkel will mit aller Kraft an einem Ergebnis arbeiten und will nicht, dass die Verhandlungen mit der britischen Regierung scheitern. Ausschließen kann sie dies aber nicht.

Neben der Unterstützung für den Finanzstandort Frankfurt hat Merkel noch ein anderes Anliegen, dass für die Zukunft des Finanzplatzes Deutschland von Bedeutung ist: die Digitalisierung. Die jahrelange Historie der Gesundheitskarte dient dabei eher als abschreckendes Beispiel. Im Fintechbereich müssen die Dinge, so Merkel, schneller vorangehen. „Wir müssen als digitaler Standort gut sein“, so Merkel und fordert zugleich dazu auf, die Kräfte geschickt zu bündeln. Und auch dabei setzt sie auf Frankfurt und auf die Arbeit vieler Beteiligten, die Frankfurt zu einem attraktiven Platz für die Finanzbranche machen. Mehr Lob und Anerkennung war von der Kanzlerin an diesem Abend vor der Finanzgemeinde kaum zu erwarten.

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05.09.2018 - Autor: Johannes Stoffels | Folgt uns auf Google News - hier klicken!

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Aktie: DAX - Aktienindex
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Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.
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