Chinas Bruttoinlandsprodukt wächst im ersten Quartal stärker erwartet - Commerzbank-Kolumne

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Nachricht vom 18.04.2017 (www.4investors.de) - Im ersten Quartal 2017 ist Chinas Wirtschaft mit 6,9% (J/J) stärker als erwartet gewachsen. Der Konsens lag bei 6,3%. Nach dem überraschend starken Schlussquartal des Vorjahres (6,8%) konnte Chinas Wirtschaft die Erwartungen sogar noch einmal übertreffen. Allerdings halfen massive staatliche Unterstützungsmaßnahmen wie Infrastrukturinvestitionen und eine hohe Kreditvergabe. Um das BIP-Wachstumsziel von 6,5% für 2017 zu erreichen, verschuldet sich der chinesische Staat immer mehr. Von den Zahlen her sieht alles rosig aus: Die Industrieproduktion wuchs im März um 6,8% (J/J) und die Einzelhandelsumsätze konnten um 10,9 % (J/J) zulegen.

Zinsen und Anleihen


USA: Baubeginne/-genehmigungen (März), 14:30 Uhr
USA: Industrieproduktion (März), 15:15 Uhr

Die Rentenmärkte tendierten gestern – in Europa waren sie weitgehend geschlossen – ruhig. In den USA stiegen die Renditen trotz gestiegener geopolitischer Risiken und schwächer als erwarteter Konjunkturdaten leicht an. Der US-Dollar gab ggü. dem EUR jedoch leicht nach. Der Ausgang des türkischen Referendums zugunsten Erdogans stärkte gestern das türkische Pfund ggü. dem USD, jedoch hielt der Trend nur kurz an. Die Opposition bezweifelt, dass die Abstimmung rechtmäßig war und will gegen das knappe Wahlergebnis vorgehen. Die Wahlbeobachter des Europarates und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) kritisieren die Abstimmung aufs schärfste, denn Befürworter und Gegner des Präsidialsystems hätten nicht die gleichen Möglichkeiten gehabt. Präsident Erdogan will den Staat rasch umbauen und die Todesstrafe einführen. Es ist mit einer Verschlechterung der Beziehung zwischen der Türkei und der EU zu rechnen. Die Beitrittsverhandlungen werden dadurch erschwert oder ganz abgebrochen. Wir rechnen damit, dass die türkische Lira in den nächsten Monaten weiter zur Schwäche neigen wird. Die Konjunkturdaten fielen in den USA am Gründonnerstag und Ostermontag schwächer als erwartet aus. So gingen die Verbraucherpreise im März statt eines erwarteten Anstiegs zurück. Bei der Kernrate gab es mit -0,1% M/M den ersten Rückgang seit Januar 2010; die Jahresrate fiel von 2,3% auf 2,0% deutlich. Jedoch wird der Rückgang auf Einmaleffekte zurückgeführt. Auch die Einzelhandelsumsätze gingen zurück, den zweiten Monat in Folge aufgrund eines schwachen wetterbedingten Autoabsatzes und gesunken Benzinpreises. Gestern wurde ein Rückgang des Empire State Index für das verarbeitende Gewerbe im April von 16,4 auf 5,2 Punkte gemeldet, erwartet worden waren 15 Punkte.

Aktien


Bank of America, Ergebnis Q1
Goldman Sachs, Ergebnis Q1
IBM, Ergebnis Q1
Johnson & Johnson, Ergebnis Q1
UnitedHealth Group, Ergebnis Q1
L’Oréal, Umsatz Q1

Am letzten Donnerstag hatten sich die europäischen Aktienmärkte mit Verlusten in das Osterwochenende verabschiedet. Angesichts der zahlreichen Krisenherde wie Syrien und Nordkorea war die Unsicherheit der Anleger weiter angestiegen. Schwächste Titel im deutschen Dax 30 waren die Aktien der Deutschen Lufthansa (-3,1%). Hier war bekannt geworden, dass sich der Finanzinvestor Infinite Miles von einer kleineren Beteiligung an der Fluggesellschaft getrennt hatte. Auch Bankaktien gaben im bestehenden Umfeld nach. Für zusätzliche Verunsicherung hatte US-Präsident Trump gesorgt, der vor einem zu starken US-Dollar warnte und damit die weitere Fed-Zinspolitik in Frage stellte. Trotz der starken Quartalsberichte der US-Banken standen so Commerzbank und Deutsche Bank (jeweils -1,1%) unter Abgabedruck. Auch im EU-ROSTOXX 50 zählten Bankaktien zu den größten Verlierern. Die Papiere der Société Générale (-2,5%) standen am Ende der Kursliste. An der Wall Street sorgten ebenfalls die geopolitischen Risiken für Abgabedruck vor dem verlängerten Osterwochenende. Selbst die starken Zahlen der Kreditinstitute JP Morgan Chase (-1,2%) und der Citigroup (-0,8%) verhalfen nur anfänglich zu Kursgewinnen. Die Aktien von Wells Fargo (-3,3%) sanken sogar deutlicher, da der Skandal um fingierte Konten zusätzlich belastete. Am Montag hingegen starteten die US-Indizes wieder mit Optimismus in die neue Handelswoche. Fast alle Branchen konnten zulegen. Besonders stark entwickelten sich dabei die Banken (+1,6%). In Asien hatten die Märkte noch uneinheitlich geschlossen. Auch heute Morgen fällt hier die Entwicklung gemischt aus.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
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