Mario Draghi verteidigt EZB-Politik, sorgt sich über Tendenzen in den USA - National-Bank Kolumne

Ihr 4investors-Newsletter

Exklusive Interviews und Analysen kostenlos per Mail:


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!
Wir geben ihre Mailadresse nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen.

Nachricht vom 07.02.2017 (www.4investors.de) - Abgesehen von den Daten zu den Auftragseingängen für die die deutsche Industrie, die im Dezember ausgezeichnet ausgefallen sind und dem verarbeitenden Gewerbe damit einen sehr guten Start in das laufende Jahr ermöglichen sollten, wurden keine bedeutenden Konjunkturdaten veröffentlicht. Der Fokus der Investoren richtete sich nach dem Wochenende vor allem auf die politischen Entwicklungen in Frankreich sowie die Probleme in Italien. Schließlich begann gestern die Zeichnungsfrist für die Unicredit Kapitalerhöhung, was die übrigen Probleme im italienischen Bankensektor wieder allgegenwärtig werden ließ. Das brachte vor allem die Kurse der französischen und italienischen Staatsanleihen unter Druck und mit ihnen die gesamte Peripherie. Die Investoren nehmen trotz der permanenten Anwesenheit der EZB als Anleiheaufkäufer Risiken wahr. Zugute kam diese Entwicklung den Bunds, die gestern gesucht waren. Es dürfte dabei auch zu Shorteindeckungen gekommen sein.

Die Aussagen von Mario Draghi vor dem Europäischen Parlament fielen erwartungsgemäß aus: Er verteidigte die derzeitige Geldpolitik. Sie sei zur Stützung des Wachstums notwendig. Die Preisentwicklung bereite derzeit keine Sorgen, da der Preisanstieg vor allem auf die Entwicklung der Energiepreise zurückgehe. Ansonsten machte er in Richtung USA klar, dass es a) keine Währungsmanipulationen gäbe und b) dass Deregulierung im Finanzdienstleistungssektor ein großer Fehler sei, der zurnächsten Finanzmarktkrise führen könne. Man darf jetzt schon gespannt sein, wie aus der US-Administration darauf reagiert wird.

Heute stehen abgesehen von den Daten zur deutschen Industrieproduktion im Dezember kaum wichtige Daten an. Die politischen Probleme im Euroraum dürften breiten Raum einnehmen. Immerhin sieht es danach aus, als ob der IWF nach seiner internen Diskussion über Griechenland weiterhin an Bord bleiben wird. Allerdings dürfte es bis zu einer finanziellen Beteiligung an dem aktuellen Rettungspaket, so sie denn überhaupt noch kommen wird, ein weiter Weg sein. Der IWF hält die Schuldentragfähigkeit nach wie vor für nicht gegeben. Und hinsichtlich der Höhe des Primärüberschusses nach Auslaufen des aktuellen Paketes gibt es keine einheitliche Einschätzung. Zudem sollte die Wachstumsannahme des IWF für Griechenland von etwa einem Prozent p.a. allen Beteiligten zu denken geben, insbesondere jedoch der griechischen Regierung. Dass es also eine baldige Freigabe weiterer finanzieller Mittel für Griechenland geben wird, ist zu bezweifeln. Es dürfte wieder einmal kurz vor knapp werden.

Der Bund Future sollte aufgrund der Vorgaben aus dem späten US- sowie dem asiatischen Handel heute Morgen freundlich in den Tag starten. Allerdings dürfte die rege Emissionstätigkeit die Kursgewinne bremsen. Außerdem ist zu erwarten, dass Belgien heute oder spätestens morgen mit einer neuen 7- und 40jährigen Staatsanleihe an den Markt kommen wird, da gestern das Syndikat benannt wurde. Gerade die ultralange Laufzeit sollte sich sehr großer Nachfrage von real money accounts erfreuen. Der Bund Future sollte sich zwischen 162,70 und 164,30 bewegen. Die Renditen der 10jährigen US-Treasuries sollten zwischen 2,34 und 2,50% schwanken.


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der National-Bank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

PfeilbuttonSTARAMBA: Wohin geht der Weg? - Exklusiv-Interview
PfeilbuttonSofting-CEO Trier: „Gewinnsprung von rund 50 Prozent in 2018 erwartet“ - Exklusiv-Interview!
PfeilbuttonDEAG: Vielfältige Pläne nicht nur in Großbritannien - Exklusiv-Interview!




Aktie: National-Bank
WKN: 808150
ISIN: DE0008081506
Branche: Kolumnisten

News und Informationen zur National-Bank Aktie

comments powered by Disqus

+++ Exklusive Interviews und Analysen - gratis in Ihre Mailbox! +++

Tragen Sie sich jetzt für unseren kostenlosen 4investors Newsletter ein.


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!

Der 4investors Newsletter erscheint unregelmäßig, i.d.R. 2 bis 6 Mal pro Monat. Wir geben ihre Mailadresse an keinen Dritten weiter! Sie können den kostenlosen 4investors Newsletter jederzeit problemlos wieder abbestellen.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

25.06.2017 - Allianz plant Verkauf
23.06.2017 - uhr.de holt sich Geld
23.06.2017 - Solarworld: Zweifache Kündigung
23.06.2017 - Deutsche Post: Neuer Personalvorstand
23.06.2017 - Bastei Lübbe spricht Gewinnwarnung aus
23.06.2017 - RWE: Sonderdividende dank Atomsteuer
23.06.2017 - Bayer: Erfolg bei der EU
23.06.2017 - Commerzbank rechnet mit Verlustquartal
23.06.2017 - va-Q-tec: Veränderungen im Vorstand
23.06.2017 - Capital Stage: Grünes Licht bei Chorus Clean Energy


Chartanalysen

23.06.2017 - Aurelius Aktie: War das die Einstiegschance?
23.06.2017 - Evotec Aktie: Wann kommt die große Korrektur?
23.06.2017 - Commerzbank Aktie: Zwischen Hoffen und Bangen
23.06.2017 - Volkswagen Aktie: Das kann spannend werden!
22.06.2017 - Gazprom Aktie: Wird das die große Wende?
22.06.2017 - Deutsche Bank Aktie: Die Bullen haben Chancen, aber…
22.06.2017 - LPKF Laser Aktie: Wende nach oben geschafft?
22.06.2017 - Paion Aktie auf der Kippe - wohin geht der Trend?
21.06.2017 - Heidelberger Druck Aktie: Müssen die Bullen jetzt zittern?
21.06.2017 - Gazprom Aktie: Bärenfalle oder Bärenrausch - jetzt zählt es


Analystenschätzungen

23.06.2017 - SAP: Commerzbank stuft ab
23.06.2017 - Software AG: Sinken die Markterwartungen?
23.06.2017 - Volkswagen: Neue Unsicherheit
23.06.2017 - Deutsche Bank: Deutliche Verkaufsempfehlung
23.06.2017 - Airbus: Paris stützt das Rating
23.06.2017 - E.On: Zweistelliges Kursziel
23.06.2017 - Deutz: Kaufempfehlung entfällt
23.06.2017 - ThyssenKrupp: Boote, Stahl und Kosten
23.06.2017 - Commerzbank: Das freut Investoren
23.06.2017 - Salzgitter: Deutliche Hochstufung der Aktie


Kolumnen

23.06.2017 - BMW Aktie: Abwärtskeil wird bald verlassen - UBS Kolumne
23.06.2017 - DAX: Frische Impulse bleiben Mangelware - UBS Kolumne
22.06.2017 - ThyssenKrupp Aktie: Aktie hebt sich positiv ab - UBS Kolumne
22.06.2017 - DAX: Weitere Abgaben drücken auf Index - UBS Kolumne
20.06.2017 - Europa funktioniert! – Bank Sarasin Kolumne
20.06.2017 - Kapitalmärkte bilden synchronen Weltwirtschaftsaufschwung ab - National-Bank Kolumne
20.06.2017 - Sinkende Inflationserwartungen am US-Bondmarkt – Korrekturgefahr steigt - Commerzbank-Kolumne
20.06.2017 - FMC Aktie: Konsolidierungsende naht - UBS Kolumne
20.06.2017 - DAX: Neues historisches Hoch in Reichweite - UBS Kolumne
19.06.2017 - Bund Future wird langfristigen Abwärtstrend vermutlich fortsetzen - National-Bank Kolumne

Werbung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2014 Stoffels & Barck GbR