Commerzbank: US-Konsumenten geben weniger Geld aus als sie könnten

Nachricht vom 16.03.2016 (www.4investors.de) - Der US-Einzelhandel profitiert derzeit nicht von den steigenden Einkommen. Die Umsätze blieben im Februar hinter den Erwartungen zurück. Noch schwerer wiegt, dass die Januardaten deutlich nach unten revidiert wurden. Der gleitende 3-Monatsdurchschnitt für die sogenannte „Kontrollgruppe“ – aus jenen Konsumgütern, die auch in die Berechnung des BIP-Wachstums einfließen – zeigt nur noch einen Anstieg um annualisiert 1,1% an. Die Einkommen steigen dagegen deutlich stärker – dank stabiler Beschäftigungszuwächse und allmählich kletternden Löhnen. Einzig die Baumärkte dürften zufrieden sein: Ihre Umsätze legten um 1,6% M/M zu – im Vorjahr hatte man 17% weniger umgesetzt.

Zinsen und Anleihen


Großbritannien: Arbeitslosenquote (Januar) 10:30 Uhr
USA: Verbraucherpreise (Februar), 13:30 Uhr
USA: Baubeginne (Februar), 13:30 Uhr
USA: Industrieproduktion (Februar), 14:15 Uhr
USA: Fed-Zinsentscheidung, 19:00 Uhr

Am gestrigen Handelstag kam es nach einem freundlichen Beginn am Nachmittag am Rentenmarkt zu Kursverlusten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf über 0,31%. Die Umsätze im US-Einzelhandel haben im Februar enttäuscht. Im Monatsvergleich gingen sie leicht um 0,1% zurück, zudem wurde der Januarwert von +0,2% auf -0,4% nach unten revidiert. Insbesondere die Tankstellen meldeten aufgrund des Ölpreisrückgangs deutlich weniger Umsätze (siehe auch „Im Blickpunkt“). Die Produzentenpreise sanken im Februar um 0,2% gegenüber Januar und spiegelten damit vor allem einen deutlichen Rückgang der Energiepreise wider. Betrachtet man die Kernrate, also ohne Lebensmittel und Energie, so erhöhte sich diese im Jahresvergleich von 0,6% auf 1,2%. Positiv entwickelte sich der Konjunkturindex des Staates New York im März: Mit +0,62 Punkten liegt der Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung das erste Mal seit Juli wieder oberhalb der Wachstumsschwelle und übertraf damit auch die Erwartungen der Volkswirte. Am US-Immobilienmarkt bleibt die Stimmung im März gegenüber dem Vormonat unverändert. Der NAHB-Wohnungsmarktindex stagniert bei 58 Punkten. Insgesamt geben die gestern gemeldeten US-Konjunkturdaten keine einheitliche Richtung vor. Wir rechnen für die heute Abend anstehende Sitzung der US-Notenbank Fed aber nicht mit einer Zinsanhebung. Am Rohstoffmarkt waren zunächst sinkende Ölpreise zu beobachten. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent ging auf 38 USD zurück, erholte sich dann im späten Handel aber wieder auf 39 USD.

Aktien


Bilfinger, Bilanz-PK
BMW, Bilanz-PK
Brenntag, Jahresergebnis
Fraport, Bilanz-PK
Gerry Weber, Ergebnis Q1
Munich Re, Bilanz-PK
Swiss Re, Geschäftsbericht

Nach den zum Teil kräftigen Kursanstiegen in den vergangenen Wochen ist der Börsenexpress zunächst ausgebremst worden. Die europäischen Leitindizes verloren am gestrigen Handelstag um bis zu 1,7% (Spanien). Verantwortlich für die Gewinnmitnahmen zeichneten mehrere Faktoren. Zum einen belasteten die mauen Vorgaben aus Asien. Der festere Yen sorgte für Abgaben in Japan. Zudem kam der Ölpreis wieder unter Druck. Überdies herrschte im Vorfeld der US-Notenbanksitzung am Mittwochabend generell Vorsicht am Markt. Im Dax (-0,6%) zählte die Notierung von Linde mit einem Minus von 2,8% zu den größten Verlierern. Hier sorgte eine Votenherabstufung für Gegenwind. Die Aktie von VW büßte um 2,3% ein, nachdem Großinvestoren den Konzern aufgrund der Abgasaffäre auf ca. 3,3 Mrd. Euro Schadenersatz verklagt hatten. Auf europäischer Sektorebene standen im Zuge des Drucks auf den Ölpreis wenig überraschend Rohstoffwerte (-4,7%) am Ende der Performancerangliste (Anglo American -10,8%; Glencore -4,8%). Medientitel (-0,1%) schlugen sich noch am besten. Die Börsen in den USA tendierten wie am Vortag uneinheitlich. Während der Dow Jones-Index um 0,1% kletterte, fiel der S&P 500-Index um 0,2%. Vor der US-Notenbanksitzung verlief der Handel weitgehend impulslos. Auf Sektorebene waren insbesondere IT-Werte gefragt, die im Schnitt um 0,4% zulegten. Mit einem Minus von 1,6% war der Pharmasektor mit Abstand der Verlierer des Tages. Die Börsen in Asien tendierten überwiegend schwächer. Der Nikkei 225-Index sank um 0,8%.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank | WKN: CBK100 | ISIN: DE000CBK1001 | Aktienindex: DAX | Homepage: http://www.commerzbank.de/ | Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.




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