National-Bank: Fed-Chefin Yellen zeichnet vorsichtig optimistisches Bild der US-Konjunktur

Nachricht vom 11.02.2016 (www.4investors.de) - Die bereits vorab veröffentlichte Stellungnahme der Fed-Chefin vor Vertretern des Repräsentantenhauses entspricht dem Inhalt nach der Erklärung der Fed nach dem letzten Treffen des FOMC. Sie ist nur deutlich ausführlicher. Demnach ist die Fed durchaus vorsichtig optimistisch hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Perspektiven der USA. Das wird vor allem mit der Binnenwirtschaft sowie dem Arbeitsmarkt begründet. Die US-Notenbank sieht jedoch auch zahlreiche Abwärtsrisiken für die wirtschaftliche Entwicklung, so u. a. eine Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft, die Entwicklung in China, die schwache Dynamik in Europa, die Stärke des US-Dollars oder die restriktiveren Finanzierungskonditionen. Sollten diese Faktoren längerfristig Bestand haben, so hätte das Auswirkungen auf die Wachstumsannahmen. Nichtsdestotrotz dürften all diejenigen enttäuscht worden sein, die die Vorbereitung einer Kehrtwende bei der Geldpolitik erwartet haben. Die Notenbankchefin hält weiterhin daran fest, dass es datenabhängig weitere Zinserhöhungen geben wird, zumal das aktuelle Leitzinsniveau nach wie vor für eine Stimulierung des Wachstums sorgen dürfte. Wahrscheinlich werden die Arbeitsmarktdaten den entscheidenden Einfluss haben. Sollte sich der Arbeitsplatzaufbau im Rahmen der 80 bis 100 Tsd. neuen Stellen pro Monat bewegen, die benötigt werden, um die neu auf den Arbeitsmarkt strebenden Menschen zu beschäftigen, dürfte die Fed Funds Target Rate langsam normalisiert werden. Dazu müssen jedoch auch die Löhne steigen. Hinsichtlich der Bedeutung der Ölpreisentwicklung hat sich die Fed noch keine abschließende Meinung gebildet. Die drohenden Kreditausfälle seien verkraftbar, und laut Yellen würde eine US-Familie bei den derzeitigen Ölpreisen um etwa 1.000 USD im Jahr entlastet. Das Geld stände dann dem Konsum zur Verfügung. Heute wird die Fed-Chefin ihre Eingangserklärung wiederholen. Vielleicht gibt es aus der Frage- und Antwortrunde mit den Mitgliedern des Bankenausschusses des Senats noch ein paar neue Erkenntnisse.

Konjunkturdaten dürften heute eine untergeordnete Rolle spielen. Allerdings wird die Ölpreisentwicklung dazu beitragen, dass sich die Marktteilnehmer wieder Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in der Welt machen werden. Ein Ende der hohen Produktionsmengen ist nämlich nach wie vor nicht in Sicht.

Die Politik in Portugal wurde durch die jüngste Entwicklung der Spreads für portugiesische Staatsanleihen gegen Bunds wohl doch aufgeschreckt. Der portugiesische Finanzminister erklärte, dass man die Konsolidierungsmaßnahmen sehr wohl im Blick habe. Es bleibt abzuwarten, ob es der Minderheitsregierung auch tatsächlich gelingt, die Konsolidierungspolitik im Sinne der EU-Kommission und überzeugend für die Kapitalmärkte umzusetzen. Die Zweifel bleiben bestehen. Und aus Griechenland grüßt das Murmeltier: Griechische Regierungsvertreter gaben sich optimistisch, bald eine Einigung mit den Vertretern der Geldgeber schließen zu können, damit weitere Mittel aus dem Stützungspaket fließen können. Der Betrachter fragt sich nach den diversen Medienberichten jedoch, woher der Optimismus kommt, denn die Rentenreform ist immer noch nicht auf dem Weg und bei der Einrichtung des Fonds, in den das zu privatisierende Vermögen eingebracht werden soll, stockt es gleichfalls. Der griechische Notenbankchef mahnt zurecht zur Eile, da sich die wirtschaftlichen Perspektiven zu verschlechtern drohen.

Der Bund Future solle gut behauptet in den Handelstag starten. Danach sollte er sich zwischen 163,80 und 165,50 bewegen. Die Rendite der 10jährigen US-Treasuries sollte zwischen 1,60 und 1,81% schwanken.


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der National-Bank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

(Ads)

PfeilbuttonMologen: Schlanker, flexibler und schlagkräftiger | Exklusiv-Interview zur Kapitalerhöhung
PfeilbuttonInterview mit Biofrontera: Von der One-Product-Company zum echten Player in der Dermatologie




+++ Exklusive Interviews und Analysen - gratis in Ihre Mailbox! +++

Tragen Sie sich jetzt für unseren kostenlosen 4investors Newsletter ein.


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!

Der 4investors Newsletter erscheint unregelmäßig, i.d.R. 2 bis 6 Mal pro Monat. Wir geben ihre Mailadresse an keinen Dritten weiter! Sie können den kostenlosen 4investors Newsletter jederzeit problemlos wieder abbestellen.
comments powered by Disqus

News und Informationen zur National-Bank Aktie


Aktie: National-Bank | WKN: 808150 | ISIN: DE0008081506 | Branche: Kolumnisten




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

30.09.2016 - gamigo: Verlust im ersten Halbjahr
30.09.2016 - Commerzbank folgt der Deutschen Bank
30.09.2016 - Deutsche Bank: Neue Zahl steht im Raum – Deutliches Kursplus
30.09.2016 - Staramba plant Kapitalerhöhung
30.09.2016 - Air Berlin: CEO beruhigt die Passagiere
30.09.2016 - Schaltbau: Komplettübernahme in Spanien
30.09.2016 - CR Capital Real Estate: Wieder in den schwarzen Zahlen
30.09.2016 - elexxion: Warnung vor der Pleite
30.09.2016 - Senivita Social Estate ändert Prognose
30.09.2016 - Envitec Biogas: Deutliches Plus beim Auftragsbestand


Chartanalysen

30.09.2016 - Ströer Aktie: Wichtige Chartmarken im Blick!
30.09.2016 - Medigene Aktie im Fokus: Der Tag nach der Rallye
30.09.2016 - Commerzbank Aktie: Das sieht schlecht aus, aber…
30.09.2016 - QSC Aktie: Wilde Zockereien – wie geht es weiter?
30.09.2016 - Paion Aktie: Die Emotionen kochen hoch
30.09.2016 - Deutsche Bank Aktie: Droht ein Desaster?
29.09.2016 - Evotec: Weitere Gelder von Bayer
29.09.2016 - Adva Aktie: Wichtige Kaufsignale!
29.09.2016 - Nordex Aktie: Startet die Rallye jetzt erst richtig?
29.09.2016 - Commerzbank Aktie: Die große Angst vor dem nächsten Absturz


Analystenschätzungen

30.09.2016 - Deutsche Bank: Doppelte Hochstufung – Neue Kaufempfehlung
30.09.2016 - Nanogate: Plus 80 Prozent
30.09.2016 - Dialog Semiconductor: 3 Euro Aufschlag
30.09.2016 - K+S: Leichte Hoffnung
30.09.2016 - Commerzbank: Abstufung – Kaufempfehlung entfällt
30.09.2016 - Deutsche Bank: Kapitalerhöhung wird ins Spiel gebracht
30.09.2016 - E.On: Starke Kritik
30.09.2016 - Commerzbank: Kritischer Blick
30.09.2016 - Uniper: Coverage wird aufgenommen
30.09.2016 - Deutsche Bank: Ruhe bewahren – Übertreibungen im Kursverlauf


Kolumnen

30.09.2016 - AXA IM: US-Wahlkampf: Trump macht die Aktienmärkte nervös
30.09.2016 - Commerzbank: Verbraucherpreise – „Am I a part of the cure? Or am I part of the disease?“
30.09.2016 - National-Bank: Sorge über die Stabilität des europäischen Bankensektors
30.09.2016 - UBS – BMW Aktie: Bären weiter in der Überzahl
30.09.2016 - UBS – DAX Prognose: Erneuter Test des Wochentiefs voraus
28.09.2016 - UBS – Siemens Aktie: Aufwärtstrendbruch bestätigt
28.09.2016 - UBS – DAX Prognose: Unterstützungszone verteidigt
27.09.2016 - Lufthansa Aktie: Neue Jahrestiefs voraus
27.09.2016 - UBS – DAX Prognose: Mit starkem Verkaufsdruck in die neue Woche
26.09.2016 - UBS – Microsoft Aktie: Aufwärtskeil deutet auf weitere Verluste

Werbung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2014 Stoffels & Barck GbR