Thüga Strategie-Review: Exzellenz im Kerngeschäft und Zusammenarbeit im Fokus (News mit Zusatzmaterial)

Nachricht vom 27.06.2016 (www.4investors.de) -





DGAP-Media / 27.06.2016 / 12:51

27.06.2016

Pressemitteilung

Thüga Strategie-Review: Exzellenz im Kerngeschäft und Zusammenarbeit im Fokus

- Gesamt-Profit-Pool der deutschen leitungsgebundenen Energiewirtschaft rückläufig

- Wertschöpfungsstufen unterschiedlich stark betroffen

- Thüga-Gruppe in Summe gut aufgestellt

- Thüga passt Beratungs- und Unterstützungsangebot auf sich verändernde Marktlage an

Liberalisierung, Regulierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung - das sind die wesentlichen Treiber für den Strukturwandel in der Energiebranche. Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf Stadtwerke in Deutschland? Welche Handlungsfelder ergeben sich daraus für die Thüga und ihre Partnerunternehmen? Das hat die Thüga mit 50 Experten aus der Thüga-Gruppe und A.T. Kearney im vergangenen Jahr analysiert. Thüga rechnet grundsätzlich mit einem Rückgang des Gesamt-Profit-Pools der Energie- und Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland von 19,8 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 15,6 Milliarden Euro bis 2024. "Die Thüga-Gruppe hat den Vorteil, dass ihr Schwerpunkt vor allem im Netz- und Vertriebsgeschäft liegt. Insofern sind wir von den wirtschaftlichen Einbrüchen in der konventionellen Erzeugung und im Handel weniger stark betroffen", erklärt Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft. Bei der Analyse haben die Experten das operative Ergebnis (EBIT = Gewinn vor Zinsen und Steuern) aller Branchenakteure über alle Wertschöpfungsstufen für das Ausgangsjahr 2011 ermittelt und unter Berücksichtigung der Marktentwicklung das Ergebnis für das Jahr 2024 abgeschätzt.

Wertschöpfungsstufen unterschiedlich stark betroffen
"Die Auswirkungen auf die einzelnen Wertschöpfungsstufen sind sehr unterschiedlich", fasst Riechel zusammen. So wird sich der EBIT der zentralen Erzeugung von acht Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 3,8 Milliarden Euro in 2024 halbieren 1. Bei der dezentralen Erzeugung wird hingegen mit einem Anstieg von 1,9 auf 4,9 Milliarden Euro im Jahr 2024 gerechnet. Wachstumstreiber ist vor allem die Stromerzeugung aus Sonne und Wind. Von dieser Entwicklung profitieren die Energieversorger jedoch nur bedingt, da viele Anlagen in den Händen privater Investoren liegen. Im Handelsbereich steigen zwar die Transaktionen aufgrund des Ausbaus der wetterabhängigen und somit schwankenden Erzeugungsquellen, allerdings mit vergleichsweise geringen Mengen und auch Margen. Die Entwicklung des EBIT bei den zentralen Speichern ist ebenfalls rückläufig. Die Bedeutung von dezentralen Speichern zum Ausgleich zwischen den Phasen mit hohem, über der Nachfrage liegendem Stromangebot und denen der ,Dunkelflaute' ist dennoch unbestritten. Die Prognose für das operative Ergebnis des Netzgeschäfts fällt grundsätzlich mit einem Rückgang von vier Prozent relativ stabil aus. Hier sind allerdings die Erträge der überregionalen Transportnetze enthalten, die einer deutlich investitionsfreundlicheren Regulierung unterliegen. "Ob die Verteilnetzbetreiber ihre Ergebnisse trotz großer Kraftanstrengung und laufender Optimierungen überhaupt stabil halten können, ist ungewiss", so Riechel. Im Vertriebsgeschäft geht der EBIT in Höhe von rund zwei Milliarden Euro des Jahres 2011 um circa 25 Prozent zurück. "Wir gehen davon aus, dass der Kostendruck im Vertrieb anhält und durch neue Marktteilnehmer aus anderen Branchen eher noch verschärft wird", fasst Riechel zusammen.
___________________
1 Aus Gründen der Untersuchungsmethodik wurde die Offshore-Windkraft diesem Bereich zugerechnet. Würde man die Offshore-Windkraft aus der zentralen Erzeugung herausrechnen, dann würde der Profit-Pool-Rückgang für die verbleibenden konventionellen Anlagen, im Wesentlichen Kernkraft, Braun- und Steinkohle sowie Gas, noch deutlicher erfolgen.

Fundamentalentwicklungen stellen Stadtwerke vor große Herausforderungen
Die Ergebnisse des Strategie-Review zeigen, dass die vier großen Treiber sich auf alle Wertschöpfungsstufen und auf die bestehenden, traditionellen Geschäfts- und Organisationsmodelle der Stadtwerke in Deutschland auswirken. Diese fundamentalen Marktentwicklungen stellen Unternehmen - insbesondere kleine und mittelgroße - vor größere Herausforderungen. "Die Frage ist, kann ein einzelnes Stadtwerk all diese Herausforderungen allein bewältigen? In der Thüga-Gruppe verfügen wir über eine gute Ausgangsposition. Durch Zusammenarbeit schaffen wir bereits heute einen Mehrwert. Dies wollen wir weiter ausbauen und intensivieren", so Riechel.

Exzellenz im Kerngeschäft und Zusammenarbeit stehen im Fokus der Thüga-Partner
Im Rahmen des Strategie-Review haben die involvierten Unternehmen der Thüga-Gruppe untersucht, wie sie ihre Wettbewerbs- und damit Zukunftsfähigkeit ausbauen können. "Schuster bleib bei deinen Leisten, sprich Konzentration auf das Kerngeschäft, ist ein zentrales Arbeitsergebnis. Das heißt aber nicht ,weiter so', sondern kontinuierliche Verbesserung", resümiert Riechel. "Exzellenz im Kerngeschäft" bedeutet Sicherung, Optimierung und Weiterentwicklung beim Netz- und Vertriebsgeschäft sowie bei der Erzeugung und im Handel. Das erfordert vor allem eine Kosten- und Prozessoptimierung und eine noch stärkere Ausrichtung auf die Kunden. Wichtig sind zudem eine laufende Weiterentwicklung der Kompetenzen und der Aufbau neuer profitabler Geschäftsfelder. Dazu wollen die Unternehmen der Thüga-Gruppe ihre Zusammenarbeit noch verstärken, um Skaleneffekte und Kostenvorteile zu erzielen. Beides spielt auch bei der Entwicklung von Digitalisierungsstrategien eine wichtige Rolle.

Thüga passt Beratungs- und Unterstützungsangebot auf sich verändernde Marktlage an
Aufbauend auf der Stadtwerke-Strategie haben die Unternehmen einen klaren Auftrag an die Thüga formuliert, ihr Beratungsportfolio im Hinblick auf das Kerngeschäft auszubauen und Zusammenarbeitsplattformen weiter zu entwickeln. Thüga hat daraus drei Handlungsfelder für sich abgeleitet: Fokussierung auf die Beratung als Wertstellhebel bei der Entwicklung der Unternehmen, Justierung und stärkere Verzahnung ihrer sieben Servicegesellschaften und Plattformen sowie Wachstum auch durch Beteiligungen an Start-up Unternehmen zur Stärkung der Innovationskraft. In allen Handlungsfeldern sind Projekte entweder bereits abgeschlossen oder befinden sich in der Umsetzung: Das Projekt "Beratung" stellt beispielsweise das bestehende Beratungsangebot der Thüga auf den Prüfstand, daraus hat sich schon ein neues IT-Leistungsportfolio ergeben. "Mit der geplanten Einführung von intelligenten Messsystemen steigen die Anforderungen an die Unternehmen nochmals. Wir sehen kaum eine Chance, dass sich Stadtwerke hier in einer ,stand-alone'-Position behaupten. Thüga hat mit rund sieben Millionen Zählern das deutschlandweit größte Bündelungspotential", stellt Riechel fest. Damit den Partnern der Thüga auch künftig ein wirtschaftlicher Messstellenbetrieb sicher ist, haben Conergos, E-MAKS und Thüga MeteringService gemeinsam ein Lösungspaket geschnürt. Außerdem hat sich die Thüga Anfang des Jahres am Start-up eness GmbH beteiligt, das über Stadtwerke Photovoltaikanlagen mit Speicher an Endkunden vertreibt. "Die Unternehmen der Thüga-Gruppe sind in Summe gut aufgestellt. Das zeigen auch die Geschäftszahlen 2015. Dennoch werden wir den Thüga-Verbund und die Thüga kontinuierlich weiter entwickeln und uns immer wieder an den Herausforderungen des Marktes ausrichten", stellt Riechel klar.

 

Über Thüga:
Die Thüga Aktiengesellschaft (Thüga) ist eine Beteiligungs- und Fachberatungsgesellschaft mit kommunaler Verankerung. Sie ist als Minderheitsgesellschafterin bundesweit an rund 100 Unternehmen der kommunalen Energie- und Wasserwirtschaft beteiligt. Die jeweiligen Mehrheitsgesellschafter sind Städte und Gemeinden. Aus Überzeugung, dass Zusammenarbeit Mehrwert schafft, bildet Thüga gemeinsam mit ihren Partnern den größten kommunalen Verbund lokaler und regionaler Energie- und Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland - die Thüga-Gruppe. Gemeinsames Ziel ist es, die Zukunft der kommunalen Energie- und Wasserversorgung zu gestalten. Im Verbund sind die Rollen klar verteilt. Thüga ist mit der unternehmerischen Entwicklung beauftragt: Ausbau und Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios, Steigerung der Ertragskraft des Beteiligungsportfolios durch das Angebot von Beratungsleistungen sowie durch die Weiterentwicklung von Kooperationsplattformen mit dem Angebot wettbewerbsfähiger Dienstleistungen. Die rund 100 Partner verantworten die aktive Marktbearbeitung mit ihren lokalen und regionalen Marken: insgesamt versorgen 17.100 Mitarbeiter bundesweit 4,0 Millionen Kunden mit Strom, 2,0 Millionen Kunden mit Erdgas und 0,9 Millionen Kunden mit Trinkwasser. 2015 haben sie dabei einen Umsatz von 19,8 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Pressekontakt:
Leiter Unternehmenskommunikation
Christoph Kahlen
Nymphenburger Straße 39
80335 München
christoph.kahlen@thuega.de
Tel. +49 (0) 89-38197-1215

Pressesprecherin
Carmen Meinhold
Nymphenburger Straße 39
80335 München
carmen.meinhold@thuega.de
Tel. +49 (0) 89-38197-1542



Ende der PressemitteilungZusatzmaterial zur Meldung:Bild: http://newsfeed2.eqs.com/thuega/474613.htmlBildunterschrift: Entwicklung Profit-Pool der deutschen leitungsgebundenen Energiewirtschaft von 2011 - 2024 über alle Wertschöpfungsstufen
Emittent/Herausgeber: Thüga Aktiengesellschaft
Schlagwort(e): Energie
27.06.2016 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

474613  27.06.2016 




Heute ab 18 Uhr: LIVE im Stream: „Digitalisierung, Immigration und der Wolfahrtsstaat” - Mårten Blix, Research Institute of Industrial Economics

PfeilbuttonAURELIUS: „2017 wird das beste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte” - Exklusiv-Interview
PfeilbuttonHanseYachts: „Unser Verkaufsapparat läuft inzwischen wie eine geölte Maschine“ - Exklusiv-Interview
PfeilbuttonNOXXON Pharma: DEWB-Beteiligung steht vor wichtigen Meilensteinen - Exklusiv-Interview


+++ Exklusive Interviews und Analysen - gratis in Ihre Mailbox! +++

Tragen Sie sich jetzt für unseren kostenlosen 4investors Newsletter ein.


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!

Der 4investors Newsletter erscheint unregelmäßig, i.d.R. 2 bis 6 Mal pro Monat. Wir geben ihre Mailadresse an keinen Dritten weiter! Sie können den kostenlosen 4investors Newsletter jederzeit problemlos wieder abbestellen.
comments powered by Disqus


Aktuelle Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

23.10.2017 - Euroboden: Anleihe bereits platziert
23.10.2017 - Neue ZWL bietet Anleihe-Gläubigern einen Umtausch an
23.10.2017 - CEWE meldet Übernahme
23.10.2017 - Digitalisierung, Immigration und der Wolfahrtsstaat - 4investors Livestream - heute 18 Uhr!
23.10.2017 - Sanha: Versammlungsbeschlüsse sind rechtskräftig
23.10.2017 - Capital Stage kauft Windpark von Energiekontor
23.10.2017 - wallstreet:online beruft neue Vorstände
23.10.2017 - Eyemaxx erweitert Aktivitäten-Spektrum
23.10.2017 - Linde-Merger: Mindestannahmequote wird gesenkt
23.10.2017 - Mensch und Maschine: Neuer Cashflow-Rekord


Chartanalysen

23.10.2017 - BYD und Geely Aktien unter Druck: Der wackelnde Boden der Hype-Werte
23.10.2017 - Evotec Aktie: Wo ist die Bremse?
23.10.2017 - Deutsche Bank Aktie: Kommt der neue Aufwärtstrend?
23.10.2017 - Staramba Aktie: Achtung, hier passiert etwas!
23.10.2017 - Evotec Aktie: Was läuft hier?
20.10.2017 - MBB Aktie: Boden nach dem „Aumann-Schock” in Sicht?
20.10.2017 - E.On Aktie: Was passiert hier gerade?
20.10.2017 - Morphosys Aktie: Die Lage spitzt sich zu!
20.10.2017 - BYD und Geely: Beide Aktie bleiben absturzgefährdet, aber...
19.10.2017 - Evotec Aktie: Das war es dann wohl, oder?


Analystenschätzungen

23.10.2017 - Kion Aktie stabilisiert sich: Neues Kursziel
23.10.2017 - Commerzbank Aktie: Warnung im Vorfeld der Quartalszahlen
23.10.2017 - Deutsche Bank Aktie: Das ist drastisch!
23.10.2017 - Infineon Aktie: Wie große ist das Kurspotenzial noch?
23.10.2017 - MS Industrie: Neues Kursziel für die Aktie
23.10.2017 - Software AG: Positive Expertenstimmen für die Aktie
23.10.2017 - Hypoport Aktie: Chance auf die Wende nach oben? Das sagen Analysten!
23.10.2017 - Deutsche Bank Aktie: Kurssprung voraus?
20.10.2017 - Allianz Aktie: Aufwärtsbewegung vor dem Ende?
20.10.2017 - MBB Aktie: Neues Kursziel


Kolumnen

23.10.2017 - Tagung des EZB-Rats wirft ihre langen Schatten voraus - National-Bank
23.10.2017 - Goldman Sachs Aktie: Auf dem Weg zum Allzeithoch - UBS Kolumne
23.10.2017 - DAX: Die Unsicherheit bleibt hoch - UBS Kolumne
20.10.2017 - China stellt die Weichen - Weberbank-Kolumne
20.10.2017 - Xi Jinping stärkt seine Macht und die Macht der Kommunistischen Partei - Commerzbank Kolumne
20.10.2017 - Haushaltsentwurf passiert den US-Senat - National-Bank
20.10.2017 - Daimler Aktie: Neuer Aufwärtstrend hat sich etabliert - UBS Kolumne
20.10.2017 - DAX: Die Volatilität zieht deutlich an - UBS Kolumne
19.10.2017 - US-Wohnungsmarkt ohne Anzeichen einer Überhitzung - Commerzbank Kolumne
19.10.2017 - Erklärt Katalonien heute Morgen endgültig die Unabhängigkeit? - National-Bank

Werbung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2014 Stoffels & Barck GbR