DAX-Aufstieg erneut verpasst? Lufthansa droht das dritte Scheitern
02.09.2026 09:41 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Die Lufthansa Aktie dürfte nach Einschätzung von Martin Belz von mwb fairtrade erneut den Sprung in den DAX verpassen. Es wäre bereits der dritte gescheiterte Anlauf. Ausschlaggebend ist demnach die Platzierung von rund 2,9 Prozent des Grundkapitals von Fresenius Medical Care (FMC) durch Fresenius im August. Der dadurch gestiegene Streubesitz habe die Freefloat-Marktkapitalisierung von Fresenius Medical Care erhöht. FMC dürfte Lufthansa damit auf den letzten Metern Rang 33 und somit den für einen Fast Entry relevanten Platz abgenommen haben. Im MDAX zeichnet sich unterdessen ein Wechsel ab: Ströer dürfte in den Index zurückkehren und Hugo Boss ersetzen. Hintergrund ist das Übernahmeangebot der Fraser Group zu 38 Euro je Hugo-Boss-Aktie. Frase hält mittlerweile 47,89 Prozent an dem Modekonzern, wodurch sich dessen Streubesitz im August deutlich reduziert hat. Während Ströer laut Belz auf Rang 90 und damit den ersten regulären Aufstiegsplatz vorgerückt ist, sei Hugo Boss unter Rang 98 gefallen und damit in den alternativen Abstiegsbereich gerutscht. Im SDAX erwartet Belz dagegen keine Veränderungen. Zwar hätten SGL Carbon und ProCredit die für einen regulären Aufstieg erforderlichen Ranglistenplätze erreicht. Es fehle jedoch an einem entsprechenden Abstiegskandidaten, sodass die Zusammensetzung des Nebenwerteindex unverändert bleiben dürfte. Die endgültige Entscheidung über die Indexzusammensetzung steht noch aus. Dieser Bericht könnte Sie auch interessierenFresenius macht weitere 300 Millionen Euro bei FMC zu Geld
Fresenius trennt sich von weiteren 7,8 Millionen Aktien der Fresenius Medical Care (FMC) und erlöst damit rund 300 Millionen Euro. Das Paket entspricht etwa 2,9 Prozent des ausgegebenen FMC-Grundkapitals und geht an ausgewählte institutionelle Investoren. Fresenius hatte die frühere Tochtergesellschaft 2023 entkonsolidiert und behandelt die verbliebenen Anteile seitdem als Finanzbeteiligung. Bereits 2025 hatte der Gesundheitskonzern einen wesentlichen Teil seines FMC-Pakets verkauft.
Der Nettoerlös aus der neuen Platzierung soll zunächst die Nettoverschuldung von Fresenius reduzieren und zugleich Spielraum für künftige Investitionen schaffen. Aus dem Verkauf erwartet der Konzern im dritten Quartal 2026 einen Buchgewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Fresenius bleibt auch nach der Transaktion an FMC beteiligt und will den verbliebenen Anteil abhängig von Marktbedingungen und den eigenen Prioritäten bei der Kapitalverwendung weiter aktiv ... diese News weiterlesen!
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