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Börse am Morgen: BP, Salzgitter, TUI, Japanischer Yen, Konjunkturdaten - Nord LB Marktbericht

11.02.2026 07:52 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

Die Umsätze im US-Einzelhandel stagnierten im Dezember überraschend. Ökonomen hatten laut Reuters mit einem Anstieg von 0,4% gerechnet, nach einem November-Plus von 0,6%.

Einige typische Valentinstagsgeschenke haben sich im vergangenen Jahr stärker verteuert als der Durchschnitt. Wie das Statistische Bundesamt zum Valentinstag am 14. Februar mitteilt, lagen die Preise für Pralinen 2025 um 17,8% und diejenigen für Schnittblumen um 5,3% über dem Vorjahr. Auch Restaurantbesuche wurden teurer: Für Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés und Bars mussten Verbraucher 3,6% mehr zahlen als 2024. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise im gleichen Zeitraum um 2,2%.

Tagesausblick
Am heutigen Mittwoch legt Chinas Statistikamt neue Verbraucherpreisdaten vor. Trotz zuletzt etwas höherer Teuerung bleibt der Trend klar: China kämpft seit zwei Jahren mit Deflation, die jährliche Inflationsrate liegt weiterhin unter einem Prozent. Vor diesem Hintergrund erscheinen die offiziellen Wachstumsraten von über fünf Prozent erklärungsbedürftig – möglicherweise werden Exportüberkapazitäten stärker in den Binnenmarkt gedrückt und dämpfen dort die Preise. Darüberhinaus stehen die USA wieder im Fokus der Märkte, besonders die Arbeitsmarktdaten sind dabei von geldpolitischer Relevanz. Wir gehen für den Januar zunächst von einer im Vergleich zum Vormonat gleichbleibenden Arbeitslosenquote aus. Der Stellenaufbau dürfte aus unserer Sicht aber eher schwach ausgeprägt sein – spannend ist v.a. die Industrie und ob sich die überraschend positiven Daten aus dem ISM PMI bereits im Bericht wiederfinden.

Aktienmärkte
Die europäischen Aktienmärkte legten gestern nach den Anstiegen der Vortage und vor den heutigen US-Arbeitsmarktdaten einen Konsolidierungstag ein. Besonders belastet waren Versicherungsaktien nach Sorgen über Branchenumwälzungen durch KI. Zuvor hatte die Plattform Insurify ein Vergleichstool auf Basis von ChatGPT veröffentlicht. Chemietitel profitierten dagegen von einem positiven Analystenkommentar. DAX -0,11%; MDAX -0,01%; TecDAX +0,43%.



Die Wall Street schloss nach einer Vielzahl an Unternehmensnachrichten uneinheitlich. Die heutigen Arbeitsmarktdaten und die daraus folgenden Implikationen auf die Geldpolitik rückten gestern bereits in den Fokus. Dow Jones +0,11%; S&P 500 -0,33%; Nasdaq Comp. -0,59%.

Unternehmen
In Q1 2025/26 erzielte TUI mit EUR 4,9 Mrd. einen Umsatz auf Vorjahresniveau und steigerte das operative Ergebnis (ber. EBIT) auf EUR 77,1 Mio. (Vj.: EUR 50,9 Mio.). Während Pauschalreisen und Flüge saisonbedingt Verluste brachten, glichen Gewinne aus Kreuzfahrten und Hotels diese mehr als aus. Der gebuchte Umsatz liege mit minus einem Prozent im Winter und minus zwei Prozent im Sommer im erwarteten Rahmen, erklärte Konzernchef Ebel, die Nachfrage bleibe robust. Auf der gestrigen HV wurde erstmals seit der Corona-Krise wieder eine Dividende von EUR 0,10 je Aktie beschlossen. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern ein operatives Gewinnwachstum von 7-10% an, trotz eines wettbewerbsintensiven und konjunkturell schwierigen Umfelds. Die Kapazitäten wurden leicht reduziert, die Preise für Hotels und Resorts sollen um rund drei Prozent steigen.

Salzgitter hat den Jahresverlust 2025 deutlich reduziert und peilt für 2026 die Rückkehr in die Gewinnzone an. Der Vorsteuerverlust sank auf EUR 28?Mio. (Vj. EUR -296 Mio.), v.a. dank eines überraschend hohen Gewinnbeitrags von Aurubis. Umsatz und operatives Ergebnis gingen jedoch zurück. Trotz nur moderater Konjunkturerholung rechnet der Stahlkonzern im laufenden Jahr mit der Gewinnwende: Der Umsatz soll auf rund EUR 9,5?Mrd. (EUR 9,0 Mrd.) steigen und ein EBITDA von EUR 500 bis 600?Mio. (EUR 376 Mio.) sowie einen Vorsteuergewinn von bis zu EUR 175?Mio. ermöglichen.





BP stoppt trotz höherer Gewinne sein Aktienrückkaufprogramm und richtet den Fokus von kohlenstoffärmeren Geschäftsfeldern wieder stärker auf Öl und Gas. Der bereinigte Nettogewinn stieg im vierten Quartal um 32?Prozent auf 1,54?Milliarden Dollar. Abschreibungen von 4,2?Milliarden Dollar, v.a. in der Solar- und Biogassparte, belasteten das Ergebnis. Mit dem Strategiewechsel will der Konzern seine schwächere Profitabilität im Vergleich zur Konkurrenz verbessern.

Devisen
Seit dem Wahlsieg von Premierminsterin Takaichi zeigt der japanische Yen Stärke. Er legte gestern ggü. USD und EUR weiter zu.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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