Börse am Morgen: AMD, Fresenius, Infineon, Renk, Konjunkturdaten - Nord/LB
07.05.2026 07:59 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Erzeugerpreise in der Industrie im Euroraum sind mit Beginn des Nahost-Krieges deutlich gestiegen. Im März kletterten sie um 3,4% zum Vormonat. Allein die Energiepreise in der Industrie zogen im März um 11,1% an. Die Herstellerpreise für Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen stiegen zum Vormonat um 0,2%. Bei Vorleistungsgütern ergab sich ein Plus von 0,7%. Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie ist angesichts neuer Belastungen durch den Iran-Krieg so schlecht wie seit knapp 3 Jahren nicht mehr. Das Geschäftsklima-Barometer für die Branche sank im April auf minus 29,0 Punkte, von minus 25,1 Zählern im März. Ihre aktuelle Geschäftslage schätzten die Unternehmen zwar etwas besser ein als im März. Dagegen brachen die Erwartungen für die kommenden Monate regelrecht ein: Dieses Barometer fiel von minus 18,6 auf minus 30,9 Punkte. Jedes 3. Unternehmen kämpft mit Materialknappheit. Tagesausblick Aktienmärkte Auch die Wall Street stieg kräftig, die zusätzlich von den Quartalszahlen von Advanced Micro Devices profitierte. Für Zuversicht im Chipsektor sorgte dessen optimistischer Ausblick. Der Halbleiterhersteller rechnet in Q2 dank der starken Nachfrage nach seinen Chips für Rechenzentren mit einem Umsatz über den Erwartungen. Dow +1,24%; S&P 500 +1,46%; Nasdaq Comp. +2,03% Unternehmen Eine starke Nachfrage nach Biopharmazeutika und steigende Fallzahlen in seinen Kliniken haben dem Gesundheitskonzern Fresenius zum Jahresauftakt Rückenwind verliehen. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg in Q1 um 4% auf 678 Mio. EUR. Der Umsatz erhöhte sich um 2% auf 5,74 Mrd. EUR. Unter dem Strich erhöhte sich der Konzerngewinn um elf Prozent auf 460 Mio. EUR, auch dank gesunkener Zinsaufwendungen und einer niedrigeren Steuerquote. Eine Erholung der Nachfrage hat Infineon zu einem Umsatz- und Gewinnplus verholfen. „Der KI-Boom weitet sich aus und unsere Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sind äußerst gefragt“, sagte Hanebeck, der Chef des Chipkonzerns. Im abgelaufenen Quartal stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6% auf 3,81 Mrd. EUR. Das Segmentergebnis kletterte um 9% auf 653 Mio. EUR. Für 2026 peilt das Unternehmen nun einen deutlich statt moderat wachsenden Umsatz an. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Am heutigen Handelstag werden die Einzelhandelsumsätze aus dem europäischen Wirtschaftsraum mit dem Euro als Zahlungsmittel spannend. Der Iran-Konflikt wird sich hier voraussichtlich besonders auswirken, denn im März waren die Bremsspuren für die Weltwirtschaft mitunter am höchsten. Außerdem werden aus Großbritannien Einkaufsmanagerdaten aus der Bauwirtschaft gemeldet. Wir gehen davon aus, dass der Bauboom in Großbritannien auch im April noch auf sich warten ließ.
Inmitten der heißen Phase der Berichtssaison geht es für den DAX zur Wochenmitte weiter kräftig aufwärts. Vorsichtige Entspannungssignale im Iran-Krieg und der Boom mit Künstlicher Intelligenz treiben die Börsen höher. Bei den Einzelwerten reagierten Anleger auf eine Reihe neu veröffentlichter Geschäftszahlen (im DAX allein 7) überwiegend positiv. Unternehmen wie Continental, BMW, HelloFresh, Rational, Lufthansa und Symrise legten nach Vorlage der Ergebnisse zwischen 1 und fast 8% zu. DAX +2,12%; MDAX +2,08%; TecDAX +0,14%
Der Rüstungszulieferer Renk hat zum Jahresauftakt noch mehr Aufträge eingesammelt als erwartet. Der Ordereingang stieg um 6,1% auf einen Rekordwert von 582 Mio. EUR (zuvor: 549 Mio. EUR), wie der Hersteller von Getrieben für Panzer und Schiffe mitteilte. „Der gelungene Start ins Jahr 2026 unterstreicht die Stärke unseres Geschäftsmodells und die anhaltend positive Dynamik unserer Kernmärkte“, erklärte Vorstandschef Sagel. Er bestätigte die Jahresprognose.
Rohstoffe
Die Hoffnung auf ein Ende des Krieges im Nahen Osten und der lockade der Schifffahrt in der Straße von Hormus hat die Ölpreise abstürzen lassen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent verbilligte sich um bis zu 11,3% auf 97,42 USD je Fass und notierte amit erstmals seit dem 22. April wieder unter der Marke von 100 USD. US-Leichtöl WTI verlor bis zu 12,9% auf 89,06 USD je Fass. Beide Kontrakte steuerten in absoluten Zahlen auf ihren größten täglichen Rückgang seit einem Monat zu.
Anleger griffen auch bei Gold zu: Das Edelmetall verteuerte sich um mehr als 3%. Die nachlassenden Inflationssorgen ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen aufleben, was dem zinslosen Investment Gold in die Hände spielt.
Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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