Aktienmarkt reagiert deutlicher auf Iran-Krieg als auf andere historische Konflikte – DZ BANK
20.03.2026 15:32 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die großen Aktienmärkte reagieren immer deutlicher auf den Krieg im Iran. Im Fokus der Finanzmarktteilnehmer stand zunächst die weitgehende Schließung der Straße von Hormus. Mittlerweile rücken aber Attacken auf die Produktionsanlagen für Öl und Gas in mehreren Staaten der Region ins Blickfeld. Das könnte die Inflation und Leitzinsen großer Notenbanken nach oben treiben – kein guter Ausblick für die Börsen.
Wie stark der Aktienmarkt auf den aktuellen Krieg reagiert, zeigt der historische Vergleich. In den ersten 19 Tagen seit Kriegsbeginn ist der S&P 500 um vier und der DAX um neun Prozent gesunken. Im selben Zeitraum nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs waren es nur jeweils ein Prozent. 19 Tage nach Beginn der Ölkrise im Jahr 1973 verzeichnete der US-amerikanische Leitindex ebenfalls ein Minus von einem und der DAX einen Rückgang von sechs Prozent. Wesentlich stärker als die genannten Krisen belastete allerdings der Golfkrieg von 1990 die Börsen. Damals ging es im gleichen Zeitraum für den S&P 500 um acht Prozent nach unten. Der deutsche Leitindex verzeichnete sogar ein Minus von 17 Prozent.
„Entscheidend für die weiteren Auswirkungen auf den Aktienmarkt ist die Frage, wie lange der Krieg noch dauert und was der Konflikt für die Inflationsentwicklung bedeutet. Bislang überwiegt weiterhin die Perspektive, dass sowohl die USA als auch der Iran kein Interesse an einer langen militärischen Auseinandersetzung haben“, sagt DZ BANK Analyst Sören Hettler.
Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der DZ Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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