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Börse am Morgen: SpaceX, xAI, Gold, Silber, Gasspeicher, Konjunkturdaten - Nord LB Marktbericht

03.02.2026 08:40 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

Die Industrie der Eurozone hat ihre Talfahrt zu Jahresbeginn gebremst. Dies geht aus den endgültigen Ergebnissen des Einkaufsmanagerindex (PMI) für Januar hervor, den der Finanzdienstleister S&P Global veröffentlichte. Mit 49,5 Punkten verharrte das Barometer nach 48,8 im Dezember zwar den 3. Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. „Sein Anstieg signalisierte jedoch, dass die Wachstumseinbußen nach dem Neunmonatstief im Vormonat nur noch äußerst schwach ausgefallen sind”, hieß es weiter. Der Index spiegelt das Geschäftsklima in der Eurozonen-Industrie in einem Wert wider.

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Immobilienmarkt ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 284,4 Mrd. EUR in private und gewerbliche Immobilien investiert, wie aus einer Hochrechnung des Branchenverbands IVD hervorgeht. Das sind 17,5% mehr als 2024. Erfasst wurden alle privaten und gewerblichen Transaktionen, für die Grunderwerbsteuer zu entrichten war.

Tagesausblick
Heute ist der ökonomische Kalender zwar eher überschaubar, jedoch haben wir heute einen raren Einblick ein eher unfreiwilliges Experiment. Die Reserve Bank of Australia sieht sich aktuell mit einem Aufbranden der Inflation konfrontiert und muss deshalb die geldpolitische Strategie bei der Notenbanksitzung anpassen. Zinsanhebungen stehen nämlich wieder auf der Agenda. Die Australier haben bereits recht früh an der Zinsschraube gedreht, wohingegen Notenbanken, wie im Vereinigten Königreich oder den USA, noch etwas länger zögerten. Letzteres scheint sich nun als die bessere Strategie bewährt zu haben.

Renten- und Aktienmärkte
Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich gestern kaum verändert. Dem Markt fehlte es an klaren Impulsen.




Der deutsche Leitindex hat nach einem schwachen Start deutlich zugelegt. Die zeitweise massiven Verluste am Edelmetall-Markt konnten das Börsenbarometer damit nicht nachhaltig belasten. Vielmehr setzte sich unter Anlegern die Erkenntnis durch, dass sich an dem fundamental positiven Umfeld für die Börsen wohl nichts geändert hat. DAX +1,05%; MDAX +1,12%; TecDAX +0,78%; Dow Jones +1,05%; S&P +0,54%; Nasdaq C. +0,56%.

Unternehmen
Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX übernimmt sein KI-Startup xAI in einer Rekord-Transaktion von 1,25 Billionen USD (!), die Musks Ambitionen in der Raumfahrt und bei der Künstlichen Intelligenz bündelt. Wie Musk bestätigte, entsteht durch die Fusion des Raketenbauers mit dem Entwickler des Chatbots Grok der größte Tech-Deal der Geschichte.

Devisen und Rohstoffe
Der EUR hat zum Wochenstart an seine Kursverluste vom Freitag angeknüpft. Am Freitag hatte die Nominierung des früheren FedGouverneurs Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Powell dem USD Auftrieb gegeben und den EUR im Gegenzug belastet. Gestützt wurde der USD auch durch erfreuliche Industriedaten aus den USA. Die Stimmung der US-Industrie hat sich zum Jahresstart merklich verbessert.

Die fulminante Jahresanfangsrally am Edelmetallmarkt hat ein abruptes Ende gefunden. Gold und Silber verbilligten sich am Montag um rund 5% und 8,5%. Zusammen mit den Verlusten vom Freitag bauten sie die Gewinne aus dem Hochpunkt ihrer Jahresanfangsrally fast vollständig wieder ab: Mit rund 4.621 und 77,28 USD je Feinunze liegen sie auf dem tiefsten Niveau seit Mitte Jan.





Spekulationen auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran machten den Preisen am Ölmarkt zu schaffen (-4,5%). Die Furcht der Anleger vor möglichen Lieferengpässen habe die Ölpreise den gesamten Januar über gestützt, hieß es. Der Iran ist mit einer Fördermenge von 3,2 Mio. Barrel pro Tag der viertgrößte Ölproduzent unter den erdölexport. Ländern.

Trotz der erneut gesunkenen Gasspeicher-Stände sieht das Bundeswirtschaftsministerium keine Gefahr für die Versorgungssicherheit. Man beobachte die Lage sehr genau mit den Marktverantwortlichen und der Bundesnetzagentur, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Es bestünden noch Importkapazitäten für LNG-Erdgas in den Nachbarstaaten, etwa in Belgien und den Niederlanden. Außerdem gebe es noch freie Pipeline-Kapazitäten im europäischen Gasnetz. Falls nötig, könnte man noch zusätzliche LNG-Importe im Verlauf des Winters ermöglichen. Am 31. Januar betrug der Füllstand der deutschen Gasspeicher nach Angaben des Gasspeicherverbandes AGSI noch 32,44%, Tendenz sinkend.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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