Börse am Morgen: Audi/Volkswagen, Uniper, DAX, Kupfer - Nord LB Marktbericht
10.07.2025 07:57 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Der Lkw-Verkehr auf deutschen Autobahnen ist im Juni den dritten Monat in Folge rückläufig. Laut neuen Daten des Statistischen Bundesamtes für Logistik und Mobilität nahm die Fahrleistung mautpflichtiger Lkws mit mindestens vier Achsen im Vergleich zum Vormonat um 0,8% ab (im Vorjahresmonatsvergleich sogar um 1,1%). Lkw-Fahrleistungen sind ein aussagekräftiger Signalgeber für den zukünftigen Konjunkturverlauf, da Maut-Daten rd. einen Monat früher (als bspw. Fakten über die Industrieproduktion) verfügbar sind. Das Ifo-Institut sieht durch den Verzicht der Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte eine negative Auswirkung auf die dt. BIP-Wachstumsrate von rd. 0,1% (in diesem und kommenden Jahr zusammengenommen). Zwar hat sich in den vergangenen Monaten die Stimmung bei den Verbrauchern und den Unternehmen verbessert, diese Hoffnungen fußen aber zum Großteil auf eine Erfüllung der im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen. Timo Wollmershäuser (Ifo-Konjunkturchef): „Werden diese Erwartungen enttäuscht und nimmt die Unsicherheit wieder zu, werden Haushalte und Unternehmen ihre Konsum- und Investitionsausgaben aufschieben“. Tagesausblick Aktienmärkte Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als USD 4,0 Bio. hat Nvidia als erstes Unternehmen in der Welt diesen Sprung am Mittwoch geschafft. Man darf es sich auf der Zunge zergehen lassen. Nvidia ist damit doppelt so viel Wert wie die Marktkapitalisierung aller 40 DAX-Konzerne zusammen. Dow Jones +0,49%; S&P 500 +0,61%; Nasdaq Comp. +0,95%. Unternehmen Die Volkswagen-Tochter Audi spürt den harten chinesischen Wettbewerb im Reich der Mitte und leidet unter einem Nachfragerückgang in den Vereinigten Staaten. Im HJ1 25 wurden weltweit 5,9% weniger Fahrzeuge als vor Jahresfrist abgesetzt. Auf dem chinesischen Markt summiert sich das Minus auf 10,2%; in den USA auf rd. -9%. Audi verfügt in den USA über keine eigenständige Produktion. Für Importautos in die USA fallen seit April Einfuhrzölle i. H. v. 27,5% an. Rohstoffe Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
In den USA werden die heute anstehenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wohl kaum tiefgreifende neue Erkenntnisse liefern, doch betreffen sie als Indikator für die Beschäftigung einen derzeit sensiblen Punkt in der Debatte um weitere Zinssenkungen der Fed. In der Eurozone werden Marktteilnehmer mit mindestens einem Ohr die Rede von EZB-Ratsmitglied Villeroy verfolgen, wobei besonders auf mögliche geldpolitische Implikationen im Kontext der zähen Verhandlungen zwischen Brüssel und Washington zu achten sein wird. Nicht zuletzt werden die Marktteilnehmer allerdings den datenseitig eher ruhigen Handelstag nutzen wollen, um die jüngsten Briefe aus Washington an ausgewählte Handelspartner und deren Reaktionen zu verdauen.
Wieder ein neuer Rekordwert beim dt. Leitindex in diesem Jahr lässt die Börsianer jubeln. Gestern erklomm der DAX den Gipfel von 24.609,15 Punkten. Rd. 23% Wertzuwachs allein year-to-date. Die Aktienmärkte preisen die Zukunft und damit auch die Hoffnung auf einen Deal im Zollstreit zw. Europa und den USA. DAX +1,42%; MDAX +1,54%; TecDAX +0,58%.
Uniper veräußert seinen 18,26%-Anteil am lettischen Gasunternehmen AS Latvijas Gaze. Der Verkauf ist Teil von Auflagen, welche die EU-Kommission Uniper im Rahmen des Stabilisierungspakets in der Energiekrise 2022 auferlegt hat. Der verstaatlichte Energiekonzern muss hierzu bspw. auch das Kohlekraftwerk Datteln (NRW) abstoßen.
An der London Metal Exchange (LME) fiel gestern der Preis für das Industriemetall Kupfer auf den tiefsten Stand seit rd. vier Wochen (USD 9.553 pro Tonne). Konträr dazu die Preisentwicklung auf der linken Seite des Atlantiks. Die Ankündigung Donald Trumps bzgl. der Einführung eines 50% Kupferzolls für Importe in die Vereinigten Staaten führte an der US-Börse Comex zu einen Kurssprung im Kupfer-Future um bis zu 17% auf ein neues Rekordhoch. Was sind die Gründe dieser divergenten Preisbewegungen? Mit der kurzfristig bevorstehenden Zolleinführung zum 01. August bleibt den Händlern keine Zeit, um noch größere Mengen in die USA zu liefern. Trump möchte offensichtlich die heimische US-Produktion ankurbeln (die USA sind weltweit ein großer Kupfer-Abnehmer). Es ist wahrscheinlich, dass US-Händler jetzt zuerst ihre Lagerbestände aufbrauchen werden und die Nachfrage an der LME sinkt. Kupfer ist jetzt in den USA rd. 30% teurer als in Europa. Inflationäre Zollpolitik ganz anders als gedacht.
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