Börse am Morgen, u.a. BayWa, IAG, Stellantis und Erzeugerpreise - Nord LB
22.01.2024 07:57 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Gute Nachrichten für die Verbraucher. Laut Stat. Bundesamt sind die dt. Erzeugerpreise im Jahr 2023 so stark gefallen wie zuletzt in der Finanzkrise 2009. Erzeugerpreise erlauben sehr gute Rückschlüsse für die Verbraucherpreisentwicklung, da ihrer statistischen Berechnung Preise von Waren zugrunde liegen, bevor sie in den Handel gelangen oder weiterverarbeitet werden. Im Monat Dezember sanken die Erzeugerpreise dabei bereits den sechsten Monat in Folge (sie notieren sogar 8,6% niedriger als im Dezember 2022). Dämpfend wirkte sich dabei vor allem die Entwicklung der Energiepreise aus (minus 23,5%): Strompreise sanken um 35,6%, der Preis für Erdgas fiel um 22,4%, leichtes Heizöl um 14,4%, Kraftstoffe und Benzin sanken um 5,1%. In diesem Umfeld kosteten Nahrungsmittel im Schnitt immer noch 2,8% mehr als im Vorjahresmonat. Für Zucker wurde bspw. 10,5% mehr verlangt, für verarbeitete Kartoffeln sogar 13,5%. Auch bei Obst- und Gemüseerzeugnissen war der Anstieg zweistellig (12,4%). Billiger waren insbesondere nicht behandelte pflanzliche Öle (-28,7%) sowie Butter (Rückgang um 17,0%). Wochenausblick Renten- und Aktienmärkte An der Wall Street trieben die Kursgewinne von Technologiewerten die Indizes ins Plus. Die gute Stimmung (ausgelöst durch TSMC) setzte sich fort. Dow Jones +1,05%; S&P 500 +1,23%; Nasdaq Comp. +1,70%. Unternehmen Führt ein Wegfall der Kaufprämie bei Elektroautos in einen neuen Preiskrieg? Die Opel-Mutter Stellantis hat daran kein Interesse. Aufgrund der zuletzt sehr schwachen Entwicklung im europ. Neuwagen Markt hatten mehrere Hersteller (u.a. Renault, Tesla, VW) ihre Preise für Elektroautos gesenkt. Stellantis bleibt zurückhaltend und will sich nicht in einen Preiskrieg mit anderen Autobauern hineinziehen lassen. Devisen und Rohstoffe Das Präsidialamt in Moskau erteilt einem neuen Getreide-Deal mit der Ukraine eine Absage (zuvor wurde bereits das im vergangenen Jahr von der UN und der Türkei vermittelte Abkommen nicht verlängert). Das Abkommen erlaubte im Jahr 2023 eine sichere Verschiffung über eine Passage durch das Schwarze Meer. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete in den letzten Tagen, dass sich insbesondere der Konflikt im Roten Meer sehr stark auf die ukrainischen Getreideexporte auswirkt. Im Osten der Republik bleibt Diesel am teuersten. Die großen Preisunterscheide beim Tanken halten an. Laut ADAC-Kraftstoffauswertung tragen Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit durchschn. EUR 1,747 EUR/l die rote Laterne. Das Saarland kommt am günstigsten davon. Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
In der neuen Woche wird in Europa nach den eher freundlichen ZEW-Zahlen nun auf die Angaben zur Entwicklung des ifo-Geschäftsklimas zu achten sein. Zusätzlich muss natürlich die EZB-Sitzung genau im Blick behalten werden – vor allem mögliche Signale der Notenbank in Richtung des exakten Timings der anstehenden Leitzinssenkungen. In den USA werden zudem die ersten Zahlen zum BIP im IV. Quartal gemeldet; nach den starken Daten zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze dürfte sich am aktuellen Rand nur eine gewisse Wachstumsabschwächung zeigen. Weiterhin wird vor allem der Devisenmarkt die Bank of Japan beobachten. Die Notenbank in Tokio wird noch keine Anpassungen am traditionellen Leitzinsniveau vornehmen wollen. Folglich rücken wohl wieder einmal die Worte der Zentralbank in den Fokus.
Dt. Bundesanleihen beenden die Woche mit einem Renditeanstieg von 15 Basispunkten. Dies entspricht dem größten Wochenanstieg seit Juli! Börsianer adjustieren vor der nächsten EZB-Sitzung ihre Erwartungen hinsichtlich der möglichen Anzahl an Zinssenkungen für 2024. In dieser Gemengelage schloss der deutsche Leitindex am Freitag knapp 0,1% schwächer. DAX -0,07%; MDAX -0,47%; TecDAX -0,04%
IAG (British Airways, Iberia, Vueling u.a.) plant in den kommenden fünf Jahren Investitionen i. H. v. EUR 6 Mrd. in seine spanischen Airlines.
Der Agrarkonzern BayWa verliert seinen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Josef Lutz. Mit sofortiger Wirkung hatte Lutz am vergangenen Freitag sein Amt niedergelegt. Zuvor gab es Meldungen, dass sich der Aufsichtsrat eingehend über einen mutmaßlichen Compliance-Verstoß beraten habe. Das Gremium sprach Vorstandschef Pöllinger das uneingeschränkte Vertrauen aus.
Die europ. Gemeinschaftswährung legte im späten Freitags-Handel leicht zu und schloss bei USD 1,0897 (+0,21%).
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