Tacho in der Pfanne - Börse München
17.10.2026 12:28 Uhr - Autor: Ulrich Kirstein auf twitter
Der DAX hat sich mit kleineren Rücksetzern in dieser Woche insgesamt um mehr als 500 Punkte nach oben gearbeitet. Bis zum Allzeithoch ist es allerdings noch ein Stück des Weges, dazu braucht es eindeutig positive Nachrichten. Stabile Steuern Schnelle Gewinne trotz Zinsschock Ü-18-Überraschungen Disclaimer: Dies ist eine Kolumne der Bayerischen Börse AG. Der Inhalt von Text und Video wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen! 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Weltwirtschaft stabiler als erwartet“, berichtet die Süddeutsche Zeitung, um beim Positiven zu bleiben. Wenig zu lachen hatten die Hyperscaler aus der KI-Branche: „Billionen-Konzerne verlieren 40 Prozent – ‚KI-Korrektur‘ erfasst Börsen“, meldet das Handelsblatt. Dazu passt allerdings eher nicht: „TSMC erzielt sechsten Rekordgewinn in Folge“ und, über ASML, „Europas wertvollster Konzern meldet Gewinnsprung“, so zumindest das manager magazin. Gestiegen ist einmal mehr die Inflation: „Preise in den USA steigen im September um 3,7 Prozent“, weiß das Handelsblatt, während es in Deutschland „nur“ 3,3 Prozent waren: „Inflation in Deutschland steigt erstmals seit 2023 über 3 Prozent“, warnt Die Zeit. Eine nicht unwichtige Ursache nennt die Börsen-Zeitung: „EU-Gaspreis fast auf Vierjahreshoch“! Nachdem nun eine Zuckersteuer und eine Plastikverpackungssteuer offensichtlich eingeführt werden, denkt Minister Karsten Wildberger über eine KI-Steuer nach: „Digitalminister will KI-Umsätze in Deutschland besteuern“, so Der Spiegel. Die Phantasie zur Erfindung immer neuer Steuern kann man der aktuellen Bundesregierung jedenfalls nicht absprechen. Auf Wikipedia findet sich eine Liste nicht mehr erhobener Steuern, vielleicht kann die Bundesregierung hier weitere Ideen sammeln, von der Latrinensteuer aus dem Römischen Reich bis zur russischen Bartsteuer oder die in vielen Ländern Ende des 19. Jahrhunderts eingeführte Fahrradsteuer. Man könnte sie ja auf lästige Rennräder und Gravelbikes beschränken?
Bunt und kreativ zeigen sich die Designer der Finanzmagazine: Eine Bratpfanne, eine Zielscheibe und ein Tacho zieren die aktuellen Titelbilder. Fangen wir mit der Bratpfanne und dem Aktionär an: „Teflon-Börse“ steht fett in der Pfanne geschrieben, von der die Wassertropfen nur so abperlen: „100 Prozent Gewinn – Teures Öl und Zins-Schock können die Bullen nicht stoppen“, liefert die Redaktion die Erklärung dazu. Mehr als ein Dutzend Pfeile (aber weniger als 25) stecken im Mittelpunkt einer Zielscheibe bei Focus Money, denn es gibt „25 Tipps für schnelle Gewinne“. Anders gesagt: „Die Top-Performer für den Börsen-Endspurt“. Bleiben Börse Online und der Tacho übrig, der uns „Turbo-Aktien – mehr als 50 Prozent“ bietet, denn „mit diesen sechs Werten kommt Tempo ins Depot“. Auf was der Tacho steht? Auf satten 250 Stundenkilometern! Rot sieht hingegen Euro am Sonntag: „Zins-Alarm“, tröstet uns aber schon mit der Lösung: „Diese 6 Top-Aktien starten genau jetzt durch“!
Wer sich an Kindern über 18 Jahren erfreut, die noch zuhause wohnen – eine nicht so seltene Tatsache –, kennt das: Während über die Jahre hinweg Weihnachtsgeschenke nach Wunschliste relativ einfach zu besorgen waren und zwischen Playmobil, Schleich, Carrera und Lego pendelten, wird es für schwer, die jungen Erwachsenen etwas Adäquates und Bezahlbares zu finden. Ausgerechnet Lego sorgt jetzt für Abhilfe, denn zum diesjährigen Fest gibt es ein neues Set mit nicht weniger als 12.000 Teilen: die realiter gerade erst fertiggestellte Sagrada Familia aus Barcelona. Gerhard Matzig informiert uns darüber launig in der Süddeutschen Zeitung: „Gigantomanie im Kleinen“. Die Bauzeit wird mit 30 Stunden angegeben, das Alter ist mit 18+ eindeutig definiert. Zum Preis von 750 Euro weiß man die erwachsenen Kinder also über die Feiertage ausreichend beschäftigt und darf selbst mit Hand anlegen, ohne sich kindisch vorzukommen. Sollten die Zöglinge sich als Kirchenbaumeister weniger bewähren, haben wir im Lego-Shop noch weitere Ü-18-Sets gefunden: „Der Kuss“ von Gustav Klimt zum Beispiel oder ein „Hypercar von Koenigsegg“, eine „Hängende Efeutute“ (?) oder gleich die „Titanic“. Und ein traurig schauender „Golden Retriever Welpe“ ist derzeit sogar heruntergesetzt – er schmutzt nicht, riecht nicht und bellt nicht, ein ideales Weihnachtspräsent.
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