Börse am Morgen: Borussia Dortmund, Samsung Electronics, Rohöl, Anleihen, Börsentermine - Nord/LB
24.08.2026 07:54 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die deutsche Industrie hat ihr Wachstum im August spürbar beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg überraschend auf 54,1 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit über vier Jahren. Produktion, Auftragseingänge und Exporte legten so stark zu wie seit Anfang 2022 nicht mehr. Laut S&P Global profitiert die Industrie von Nachholeffekten nach den Unsicherheiten im Nahostkonflikt sowie von steigenden Verteidigungs- und Fiskalausgaben. Der Dienstleistungssektor entwickelte sich dagegen schwächer. Sein PMI fiel auf 48,5 Punkte und bremste damit die Gesamtwirtschaft. Allerdings deuten steigende Auftragseingänge und neue Stellen auf eine mögliche Belebung hin. Und auch in der Eurozone ging es aufwärts. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg leicht auf 52,1 Punkte. Treiber waren die kräftigsten Auftragseingänge seit mehr als drei Jahren sowie erstmals seit Anfang 2022 wieder steigende Exportaufträge. Besonders die Industrie überzeugte: Der entsprechende PMI kletterte auf 52,8 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit über vier Jahren. Laut S&P Global profitierten die Unternehmen von Lageraufstockungen, einer höheren Nachfrage nach KI-bezogener Elektronik und steigenden Verteidigungsausgaben. Die Dienstleister entwickelten sich dagegen stabil (51,7). In den USA legte der Einkaufmanagerindex ebenfalls stärker als erwartet auf 56,0 Punkte zu. Hier war es allerdings der boomende Dienstleistungssektor, der die Dynamik vorgab. Die Industrie entwickelte sich dagegen aufgrund von Lieferkettenstörungen infolge des Iran-Kriegs etwas schwächer. Wochenausblick Renten- und Aktienmärkte Nach den Gewinnmitnahmen vom Donnerstag stimmten die sich stabilisierenden Ölpreise auch die Aktienanleger beidseits des Atlantiks zum Wochenende versöhnlich. Rückenwind kam dabei von den Einkaufsmanagerindizes. Auf Wochensicht blieb es aber sowohl bei DOW JONES und S&P500 als auch beim DAX und dem EURO STOXX 50 bei Rückgängen. In Asien starteten Aktienanleger heute Morgen zurückhaltend in die Woche. Vor den am Mittwoch mit Spannung erwarteten Nvidia-Quartalszahlen machte sich vor allem im KI-Bereich Nervosität breit. DAX +0,59%; MDAX +1,25%; TecDAX +0,62%; Dow Jones +0,98%; S&P 500 +0,43%; Nasdaq Comp. +0,44%. Unternehmen Samsung Electronics will seine Aktionäre mit einem Rekord-Kapitalrückführungsprogramm von bis zu KRW 110 Bio. (79,5 Mrd. USD) am KI-getriebenen Gewinnboom beteiligen. An der Börse sorgte das Programm jedoch für Enttäuschung: Die Aktie verlor rund acht Prozent, weil Samsung im Gegensatz zum Konkurrenten SK Hynix keine Einziehung eigener Aktien ankündigte. Analysten bemängelten einen Mangel an konkreten Maßnahmen zur Steigerung des Aktionärswerts. Rohstoffe Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen! 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Am Dienstag werden mit den Einzelhandelsumsätzen, den endgültigen BIP-Zahlen und dem ifo-Geschäftsklima wichtige Signale zur Verfassung der deutschen Wirtschaft veröffentlicht. Zur Wochenmitte richtet sich der Blick in die USA, wo die zweite BIP-Schätzung und die PCE-Preisdaten anstehen, während zum Wochenausklang Stimmungs- und Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und der Eurozone das Bild abrunden. Unternehmensseitig kommt das Highlight mit Quartalszahlen von Nvidia am späten Mittwochabend aus den USA.
Staatsanleihen reagierten mit leichten Kursgewinnen und rückläufigen Renditen auf Beruhigungstendenzen am Ölmarkt. Anleger bleiben mit Blick auf Staatsverschuldung, Inflation und den hohen Finanzierungsbedarf im KI-Bereich aber skeptisch.
Borussia Dortmund ist nach dem frühen Aus in der Champions League in die Verlustzone gerutscht. Im Geschäftsjahr 2025/26 fiel ein Konzernverlust von EUR 21,7 Mio. an, nach einem Gewinn von EUR 6,5 Mio. im Jahr zuvor. Aufgrund des Ergebnisrückgangs soll die Dividende gestrichen werden. Der Umsatz sank, insbesondere aufgrund geringerer TV-Erlöse, auf EUR 460,5 Mio. Höhere Werbeeinnahmen sowie ein deutlich besseres Transferergebnis von EUR 59,3 Mio. (Vj.: EUR 37,8 Mio.) federten die Belastungen teilweise ab. Für die Saison 2026/27 zeigt sich der BVB wieder optimistischer und erwartet einen Konzerngewinn von bis zu EUR 10 Mio., abhängig vom sportlichen Erfolg und weiteren Transfererlösen.
Zum Start der Handelswoche verbilligte sich Rohöl. Die Nordseesorte Brent gab heute Morgen um 1,5%, die US-Sorte WTI um 1,7% nach. Händler verwiesen auf die heute anstehende Pressekonferenz von US-Finanzminister Scott Bessent, bei der die geplanten US-Sanktionen gegen den Iran vorgestellt werden sollen.
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