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Börse am Morgen: Beiersdorf, AstraZeneca/BMS, Nissan, SpaceX, Börsentermine - Nord/LB

04.08.2026 07:41 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

Der deutsche Einzelhandel verzeichnete im Juni gegenüber Mai einen Umsatzrückgang von real 1,1% und nominal 1,2%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 0,2%, während er nominal um 1,2% zulegte. Für das erste Halbjahr 2026 ergibt sich damit ein Umsatzplus von real 0,7% und nominal 2,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die US-Industrieunternehmen bleiben auf Expansionskurs. Der ISM PMI Manufacturing konnte im Juli auf beachtlich 55,6 Punkte anziehen. Der spürbare Zuwachs bei der Produktionskomponente auf 58,5 Zähler ist sehr erfreulich. In diesem Umfeld konnte auch der Beschäftigungsindex wieder über die „magische“ Marke von 50 Zählern springen.

Tagesausblick
Heute dürfte der Blick der Finanzmärkte vor allem auf den US-Zahlen zur Handelsbilanz und zu den Auftragseingängen ruhen. Die Daten zum Außenhandel der Vereinigten Staaten sind traditionell von besonderer Relevanz für den Devisenmarkt; der globale Aktienmarkt interessiert sich aktuell aber wohl auch sehr für die US-Importe von „Tech-Gütern“ aus Asien. Am Abend wird SpaceX erstmals als börsennotiertes Unternehmen Geschäftszahlen vorlegen. Man darf gespannt sein, ob – wenn ja: wie – es Elon Musk gelingen wird, hohe Gewinne und hoch ambitionierte und gleichzeitig erreichbare Ziele zu formulieren, die die Aktionäre davon überzeugen können, dem Unternehmen nicht von der Schippe zu springen.

Renten- und Aktienmärkte
Die Rentenmärkte profitierten von Beruhigungstendenzen im Nahen Osten, die Risikoprämien sinken ließen und Inflationssorgen dämpften.

Die Spekulationen über neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben auch die Aktienmärkte zum Monatsstart angetrieben. Der DAX überschritt erstmals die Marke von 26.000 Punkten und schloss nach einem Rekordhoch bei 26.096,93 Zählern mit einem Plus von 1,5% bei 26.001 Punkten. Auch der EURO STOXX 50 erreichte ein neues Allzeithoch. Die Aktienindizes der Wall Street handelten ebenfalls fest, nachdem US-Präsident Trump neue Angriffe auf den Iran abgesagt hatte. DAX +1,45%; MDAX +1,66%; TecDAX +3,25%; Dow Jones +1,32%; S&P 500 +1,48%; Nasdaq Comp. +2,13%.

Unternehmen
Beiersdorf hat nach einem schwachen H1 seine Prognose für 2026 gesenkt. Der Konzern rechnet nun sowohl für die Consumer-Sparte mit Nivea als auch für die gesamte Gruppe mit einem organischen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die operative Marge soll mindestens 11,8% erreichen und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 14% liegen. Belastet werden die Geschäfte durch die anhaltend schwache Konsumstimmung, einen schwierigen Hautpflegemarkt und eine langsamer als erwartete Erholung der Kernmarke Nivea. In H1 sank der Konzernumsatz um 3,5% auf knapp EUR 5 Mrd.

Insiderberichten zufolge haben AstraZeneca und Bristol Myers Squibb die Möglichkeit einer Mega-Fusion im Volumen von rund USD 400 Mrd. geprüft. Laut Reuters fanden erste Gespräche bereits statt, der aktuelle Stand der Verhandlungen ist jedoch unklar. Ein möglicher Zusammenschluss würde voraussichtlich auf erhebliche kartellrechtliche Hürden stoßen. Neben politischen Vorbehalten in den USA sprechen auch starke Überschneidungen im Onkologiegeschäft gegen eine einfache Genehmigung. Für Bristol Myers wäre eine Fusion angesichts auslaufender Patente wichtiger Medikamente strategisch interessant. AstraZeneca wiederum baut seine Präsenz in den USA weiter aus und strebt höhere Bewertungen am amerikanischen Kapitalmarkt an.

Nissan hat im ersten Quartal dank Kostendisziplin und Rückenwind durch den schwachen Yen überraschend stark abgeschnitten. Das operative Ergebnis belief sich auf JPY 77,9 Mrd. nach einem Verlust von JPY 79,1 Mrd. im Vorjahreszeitraum und lag damit deutlich über den Analystenerwartungen. Der schwache Yen kompensierte rückläufige Verkaufszahlen und höhere Rohstoffkosten. Belastend wirkten dagegen das schwierige Marktumfeld in China und im Nahen Osten sowie der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Elektroautobauer. Produktionsausfälle in zwei Werken nach einem Erdbeben im Juli dürften das laufende Quartal tangieren. Trotz einer um 5% auf 3,15 Mio. Fahrzeuge gesenkten Absatzprognose hält Nissan am Ziel eines operativen Jahresgewinns von JPY 200 Mrd. fest.

Devisen und Rohstoffe
Die Ölpreise sanken gestern auf ein Drei-Wochen-Tief. Nach Meldungen über einen Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus am heutigen Morgen, drehten die Notierungen aber wieder gen Norden.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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