Börse am Morgen: Stellantis, US-Dollar, Energiepreise, Konjunkturdaten - Nord/LB
18.05.2026 09:06 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Produktion in der energieintensiven Industrie in Deutschland ist seit Beginn des Ukraine-Krieges überdurchschnittlich stark eingebrochen. Von Februar 2022 bis März 2026 sank sie um 15,2%, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit fiel der Rückgang in diesen Branchen erheblich stärker aus als in der gesamten Industrie, wo die Produktion um 9,5% zurückging. Zu den energieintensiven Branchen zählen die chemische Industrie, die Metallerzeugung und -verarbeitung, die Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik, die Papierindustrie sowie die Mineralölverarbeitung. Der Produktionsrückgang schlug sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Zahl der Beschäftigten in der energieintensiven Industrie sank um 6,3% auf 794.400. Das waren 53.300 Personen weniger als im Februar 2022. Die US-Unternehmen haben ihre Produktion im April deutlicher als erwartet gesteigert. Industrie, Versorger und Bergbau stellten zusammen 0,7% mehr her als im Vormonat, wie die US-Notenbank bekanntgab. Experten hatten einen Zuwachs von 0,3% erwartet, nach einem Rückgang von 0,3% im März. Wochenausblick Aktien- und Rentenmärkte 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
In dieser Woche dürfen wir uns über verschiedene Stimmungsindikatoren freuen, u.a. PMIs für verschiedene europäische Länder und Zahlen des ifo-Instituts. Das Sitzungsprotokoll der Fed könnte am Mittwoch noch einmal die Märkte bewegen, das Überraschungspotenzial dürfte aber eher begrenzt sein. Zunächst dürfen wir uns heute aber über den NAHB-Index freuen, welcher ein wichtiger Pulsmesser für die Vitalität des US-Immobilienmarktes ist. Die Diagnoseprognose ist allerdings wenig erfreulich: Aufgrund der anhaltend schwierigen Lage auf der Zinsseite, dürfte sich der Häusermarkt auf einem niedrigen Niveau seitwärts bewegen.
Katerstimmung nach Christi Himmelfahrt: Inflations- und Konjunktursorgen sowie fehlende Verhandlungsfortschritte im Nahen Osten haben die Stimmung am deutschen Aktienmarkt getrübt. Der DAX rutschte sowohl unter die 24.000-Punkte-Marke als auch unter die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie (längerfristiger Trend). Gut gelaufene Technologie- und insbesondere Halbleiteraktien litten unter Gewinnmitnahmen. DAX -2,07%; MDAX -1,66%; TecDAX -1,59%
Wall Street: wieder anziehende Ölpreise belasteten. Dow Jones -1,07%; S&P500 -1,24%; Nasdaq Comp. -1,54%
An den Anleihemärkten trieben Inflationsängste wegen der anhaltend hohen Energiepreise die Bond-Renditen in die Höhe. Investoren dies- und jenseits des Atlantiks stellten sich zunehmend auf Zinserhöhungen der großen Notenbanken ein, um die hohe Teuerung in den USA und im Euroraum in den Griff zu bekommen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsbonds lag mit 4,587% auf dem höchsten Stand seit rund einem Jahr. Die Verzinsung der zehnjährigen deutschen Anleihen stieg um 10,6 Basispunkte auf 3,154%.
Unternehmen
Der Autokonzern Stellantis will mit einem milliardenschweren Joint Venture mit dem chinesischen Staatskonzern Dongfeng seine Präsenz in China ausbauen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen im Volumen von 1 Mrd. EUR sei am Freitag unterzeichnet worden, teilte der Opel-Mutterkonzern mit. Der eigene Beitrag von Stellantis belaufe sich auf rund 130 Mio. EUR. In dem Dongfeng-Werk in Wuhan sollen ab 2027 zwei Geländewagen der Marke Jeep mit alternativen Antrieben für den Weltmarkt hergestellt werden. Zudem sollen in dem Werk ab demselben Jahr zwei Fahrzeuge der Marke Peugeot für den chinesischen Markt vom Band laufen.
Devisen und Rohstoffe
Der USD legte wegen der Zins-Spekulationen zu und notierte damit auf dem höchsten Stand seit mehr als fünf Wochen. Bei Gold sorgte der starke Greenback für einen heftigen Abverkauf. Das Edelmetall verlor in der Spitze 3%. auf 4.512 USD je Feinunze. Eine stärkere US-Währung verteuert in USD gehandelte Metalle für Inhaber anderer Währungen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen ihre Abhängigkeit bei Öllieferungen durch die Straße von Hormus verringern und beschleunigen daher den Bau einer neuen Ölpipeline. Der Kronprinz habe den staatlichen Ölkonzern ADNOC angewiesen, das Projekt "West-East Pipeline" voranzutreiben, teilte die Pressestelle der Regierung in Abu Dhabi mit. Die Pipeline sei bereits im Bau und solle 2027 in Betrieb gehen. Damit solle die Exportkapazität über den Hafen Fudschaira bis 2027 verdoppelt werden.
Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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