Shortseller-Radar: Neue Wetten und auffällige Bewegungen bei Evotec, Ströer, Suss
13.04.2026 17:45 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Wer Aktien leerverkauft, also auf fallende Kurse spekuliert, unterliegt Transparenzpflichten gemäß EU-Leerverkaufsverordnung. Ab einer Netto-Leerverkaufsposition von 0,5 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals muss eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgen. Die aktuellen Meldungen zeigen heute einige bemerkenswerte Entwicklungen. Neu im Visier der Shortseller Lanxess: Aufbau von mehreren Seiten Renk Group: AQR baut abermals aus TeamViewer: Vier Fonds aktiv, GLG baut deutlich aus
Gleich drei Werte geraten erstmals ins Fadenkreuz institutioneller Leerverkäufer, die die Meldeschwelle von 0,5 Prozent überschreiten. Bei Evotec SE meldet Winton Capital Management Limited eine neue Position von 0,50 Prozent — der Biotech-Konzern steht bei einem weiteren Shortseller unter Druck: AHL Partners LLP hält bereits 1,62 Prozent und hat die Position weiter ausgebaut. Bei Ströer SE & Co. KGaA eröffnet PDT Partners LLC eine erste Position von 0,50 Prozent und signalisiert damit Skepsis gegenüber dem Außenwerbespezialisten. Bei SUSS Microtec SE steigt Algert Global LLC mit 0,50 Prozent neu ein — damit wetten mehrere drei Fonds auf fallende Kurse beim Halbleiterzulieferer: Aktuelle Daten gibt es auch noch von Qube Research & Technologies mit 1,24 Prozent und Two Sigma Investments mit 0,79 Prozent.
Beim Chemiekonzern Lanxess erhöhen gleich drei große Fonds ihre Positionen spürbar. AHL Partners LLP stockt von 0,51 Prozent auf 0,69 Prozent auf, Blackrock Investment Management (UK) von 1,04 Prozent auf 1,32 Prozent, Citadel Advisors von 0,95 Prozent auf 1,13 Prozent. Lediglich JPMorgan Asset Management reduziert leicht von 0,69 Prozent auf 0,56 Prozent. Der kombinierte Shortseller-Druck auf den DAX-Konzern wächst damit erheblich — insgesamt vier Fonds halten nun meldepflichtige Positionen.
AQR Capital Management erhöht die Short-Position bei der Renk Group AG erneut — von 2,30 Prozent auf nun 2,41 Prozent. Der Rüstungszulieferer bleibt damit einer der am stärksten geshorteten Werte im deutschen Markt. Marshall Wace hingegen reduziert leicht von 0,83 Prozent auf 0,73 Prozent, hält aber weiter an der Wette auf fallende Kurse fest.
Bei TeamViewer SE sind gleich vier Shortseller aktiv. Besonders auffällig: GLG Partners LP erhöht die Position deutlich von 0,71 Prozent auf 0,95 Prozent. Citadel Advisors stockt von 1,26 Prozent auf 1,30 Prozent auf, WorldQuant leicht von 0,68 Prozent auf 0,70 Prozent. Qube Research & Technologies reduziert minimal von 1,30 Prozent auf 1,23 Prozent — der Gesamtdruck auf die Aktie des Software-Unternehmens bleibt aber auf hohem Niveau.
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