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Börse am Morgen: EnBW, Jenoptik, Siemens Energy, VW, Ölpreis - Nord/LB Marktbericht

26.03.2026 08:11 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

Die Stimmung in den Führungsetagen deutscher Unternehmen ist im März infolge des Iran-Kriegs eingebrochen. Die zusätzliche Unsicherheit belastet die Unternehmen und hat die Hoffnungen auf eine spürbare Frühjahrsbelebung etwas gedämpft, was sich auch in den ifo-Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate mit einem Stand von 86,0 zeigt. Nichtsdestotrotz ist im Hinblick auf den konjunkturellen Grundtrend die Lagebeurteilung im März nicht weiter abgerutscht. Zusammen mit den ifoDaten skizzieren die Frühindikatoren in Deutschland am aktuellen Rand unisono ein Umfeld, in dem die Nachrichtenlage und Einschätzungen zur Dauer des Konfliktes am Persischen Golf die Sorgen um den konjunkturellen Ausblick in diesem Jahr bestimmen.

Der Iran-Krieg könnte nach Einschätzung der deutschen Logistikbranche die Lieferketten weltweit durcheinanderbringen. "Das Risiko für die Logistik ist beträchtlich", sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Logistik, Althoff. "Wir werden in den nächsten Monaten sehen, wie resilient die globalen Lieferketten gegenüber höheren Öl- und Gaspreisen und den Störungen in den Lieferketten sind." Abhängig von der Dauer der militärischen Konflikte werde dann deutlich, „ob sich die Risiken manifestieren und die Wirtschaft und auch die Logistik wieder stärker unter Druck geraten”. Die andere Option sei, „ob sich der leicht positive gesamtwirtschaftliche Trend fortsetzen kann und die Logistikbranche mitzieht”.

Tagesausblick
Abseits des in dieser Woche besonders Headline-getriebenen Marktgeschehens werden Beobachter nichtsdestotrotz mit sicherlich einem Auge auf die aktuellen Daten zum GfK-Verbrauchervertrauen in Deutschland linsen. Angesichts der gegenwärtig viel Raum greifenden Unsicherheit wird ein Aufschwung im Stimmungsbild der privaten Haushalte aber wohl weiter auf sich warten lassen. Doch zuvor steht Anlegern ein wahrer Reigen an Jahreszahlen deutscher Unternehmen bevor. Bereits ab 7 Uhr beginnt die Berichtssaison, u.a. mit der Vorlage der Ergebnisse zum abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Porsche SE. Nach zwei Prognosesenkungen rechnen Analysten im Durchschnitt mit einem Rückgang des bereinigten Konzerngewinns um 27% auf 2,3?Mrd.?EUR. Wenn gegen 10 Uhr die zahlreichen Jahreszahlen verdaut sind, schliessen sich diverse Hauptversammlungen an. Langweilig wird es auf der Unternehmensseite somit keinesfalls. In Berlin haben darüberhinaus Wirtschaftsverbände aus der Bau- und Immobilienbranche zum „Wohnungsbautag 2026“ eingeladen. Dabei soll eine neue Studie vorgestellt werden, die vermutlich unterstreicht, dass die Baukosten in Deutschland zu hoch sind und die Zahl der fertiggestellten Wohnungen deutlich unter dem eigentlichen Bedarf liegt.



Aktienmärkte
Der deutsche Aktienmarkt erholte sich nach US-Medienberichten über einen 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende im Iran. Im DAX führten Siemens Energy mit + 4,6% die Gewinnerliste an. Industriewerte hatten u.a. im Laufe des Krieges schwer gelitten, Siemens Energy z.B. verloren zwischenzeitlich fast 20% an Wert. Jenoptik gewannen nach bestätigten Geschäftszahlen für 2025 und einem konkretisierten Ausblick auf das laufende Jahr 14,6%. DAX +1,41%; MDAX +2,48%; TecDAX +1,79%.

Auch an der Wall Street sorgten die Bemühungen der USA um eine Deeskalation am Golf für bessere Stimmung bei den Anlegern. Dow Jones +0,65%; S&P 500 +0,54%; Nasdaq C. +0,77%.

Unternehmen
Der Energiekonzern EnBW hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank guter Geschäfte mit seinen Strom- und Gasnetzen einen operativen Gewinn über Vorjahresniveau erzielt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 5,1 Mrd. EUR. Damit wurde die eigene Prognose erfüllt. Zugleich investierte EnBW mit 7,6 Mrd. EUR so viel wie nie zuvor in den Umbau der Energieinfrastruktur.





VW plant einem Bericht zufolge, in seinem Werk Osnabrück künftig Teile für das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome” zu fertigen. Der Konzern verhandle dazu mit dem israelischen Staatskonzern Rafael Advanced Defence Systems. Mit dem Schritt sollten alle 2.300 Arbeitsplätze in dem von der Schließung bedrohten Werk in Niedersachsen gerettet werden. Eine Produktion von Waffen schließe der Konzern aus.

Rohstoffe
Die Ölpreise fielen nach Berichten über einen Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs deutlich. (Ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Mai rutschte zeitweise unter 100 USD.)

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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