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Börse am Morgen: DHL, Merck, Ölpreis, Konjunkturdaten - Nord/LB Marktbericht

06.03.2026 08:10 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

Im Januar 2026 sank das saisonbereinigte Einzelhandelsvolumen gegenüber Dezember 2025 im Euroraum leicht um 0,1%, während es in der EU um 0,1% stieg. Im Jahresvergleich legten die kalenderbereinigten Einzelhandelsumsätze deutlich zu: um 2,0% im Euroraum und um 2,3% in der EU.

Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienste) hat 2025 laut Statistischem Bundesamt real um 2,1% und nominal um 3,9% zugelegt. Die stärksten realen Zuwächse erzielten Information und Kommunikation mit plus 4,5% sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen mit plus 2,5%. Auch freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (+2,2%) sowie Verkehr und Lagerei (+1,3%) verzeichneten höhere Umsätze. In den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen fiel das Wachstum mit 0,7% geringer aus.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA lag in vergangenen Woche unverändert bei 213.000. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem leichten Anstieg gerechnet. Auch das am Mittwoch veröffentlichte Beige-Book der Fed bezeichnete das Beschäftigungsniveau als insgesamt stabil.

Die US?Importpreise stiegen im Januar wie erwartet nur leicht um 0,2% gegenüber dem Vormonat, lagen aber 0,1% unter dem Vorjahresniveau.

Tagesausblick
Heute stehen datenseitig die vielbeachteten Arbeitsmarktdaten in den USA fest auf dem Zettel der Marktteilnehmer. Auf die überraschend kräftigen Daten zu den neugeschaffenen Stellen ex Agrar im Januar folgend wird am aktuellen Rand mehrheitlich mit weniger Dynamik gerechnet. Daneben liefern die Januar-Einzelhandelsumsätze frische Impulse zur Lage der effektiven Nachfrage in US-amerikanischen Haushalten zu Jahresbeginn. In Deutschland stehen die Auftragseingänge in der Industrie auf dem Programm, wobei nach nunmehr einigen fulminanten Datenpunkten in Folge die Luft eindeutig dünner wird.



Aktienmärkte
Europäische Aktienmärkte begaben sich gestern auf eine Bergund Talfahrt. Während Hoffnungen auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zunächst für steigende Kurse sorgten, ließen Ängste auf Versorgungsengpässe die Stimmung kippen. Nachem auch die amerikanische Rohölsorte WTI über USD 80 je Fass stieg, machten sich auch an der Wall Street Ängste bzgl. der Geldpolitik der Fed breit. Eine anziehende Inflation könnte den Spielraum für Zinssenkungen begrenzen. In der Nacht stoppte der Ölpreisanstieg zunächst, was zu einem versöhnlichen Wochenausklang an den asiatischen Börsen führte.

DAX -1,61; MDAX -2,20%; TecDAX -1,47%; Dow Jones -1,65%; S&P 500 -0,56%; Nasdaq Comp. -0,26%.

Zum nächsten Anpassungstermin am 23. März bleibt der deutsche Leitindex DAX unverändert, die Lufthansa muss damit weiter auf die Rückkehr in den Dax warten und Zalando verbleibt zunächst im Index. Im MDAX gibt es dagegen vier Änderungen. Bereits am 9. März scheidet Deutsche Wohnen wegen zu geringen Streubesitzes aus und wird durch Schaeffler ersetzt. Einhell zieht dafür in den SDAX nach. Zum regulären Termin am 23. März steigen Deutz, Salzgitter und Jenoptik in den MDAX auf. Dafür müssen Teamviewer, Fielmann und Carl Zeiss Meditec in den SDAX absteigen. Neu im SDAX ist außerdem der Karlsruher Softwareanbieter Init, der PSI Software ersetzt.





Unternehmen
DHL konnte die Folgen der US-Zollpolitik dank eines Sparprogramms abfedern. Trotz eines Umsatzrückgangs um 1,6% auf EUR 82,9 Mrd. stieg der operative Gewinn 2025 um 3,7% auf EUR 6,1 Mrd. Hauptgrund für den Umsatzrückgang waren geringere Sendungsmengen im US-Expressgeschäft. Die Dividende soll auf EUR 1,90 je Aktie steigen.

Währungseffekte belasteten die Merck KGaA 2025. Umsatz und bereinigtes EBITDA stagnierten bei EUR 21,1 Mrd. bzw. EUR 6,1 Mrd. Der Nettogewinn sank um 6% auf EUR 2,6 Mrd., die Dividende bleibt mit EUR 2,20 je Aktie stabil. Ohne Wechselkurs- und Portfolioeffekte hätte es deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum gegeben. Im laufenden Jahr dürfte das Geschäft durch ein auslaufendes Patent auf ein Miltiple-Sklerose-Mittel sowie negative Währungseffekte belastet werden. Merck erwartet daher ein bereinigtes EBITDA von nur EUR 5,5 Mrd. bis EUR 6,0 Mrd. sowie einen Umsatz maximal auf Vorjahresniveau.

Devisen
Der Iran-Krieg stärkt weiterhin den USD. Der Kurs des EUR gab entsprechend weiter nach und fiel gestern zeitweise unter die Marke von USD 1,16.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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