Märkte nach Iran-Eskalation im Krisenmodus - BÖAG Kolumne
04.03.2026 14:30 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Es war lediglich eine Frage der Zeit, wann es zu einem Militärschlag kommen würde - marktschonend am Wochenende war es soweit. Die Verhandlungen mit dem Iran waren wohl nur Show und es geht auch nicht um ein Atomabkommen, sondern um Regimewechsel und einen Zugriff auf die drittgrößten Ölreserven der Welt. Willkommen in der Realität! Die Aktienmärkte zeigten sich vor diesem Hintergrund am Montag im Tagesverlauf zunächst überraschend gelassen. Der DAX verlor rund 2,5 Prozent, die US-Aktien konnten sich sogar behaupten. Rohöl und Gold machten einen Sprung nach oben, der US-Dollar geht seit Tagen fester und behauptet sich als Krisenwährung. Nachdem sich abzeichnet, dass die Lage zu eskalieren droht, weil strategische Ziele in der gesamten Region in Mitleidenschaft gezogen werden, reagierten auch die Aktienmärkte am Dienstag mit deutlichen Abschlägen. Die Unsicherheit ist groß und die Auswirkungen auf die Handelswege, Lieferketten und letztendlich auf Produktion und Wirtschaftswachstum weltweit sind derzeit nicht abschätzbar. Es reagiert zurzeit die Angst und da gehen viele einfach auf Nummer Sicher und setzen auf Liquidität, z. B. durch Gewinnmitnahmen beim Gold. Die Feinunze verteuerte sich von Freitag bis Montag um mehr als 200 US-Dollar bis auf 5.415 Dollar, gab diesen Gewinn am Dienstag jedoch wieder ab. Lediglich das Rohöl klettert munter weiter nach oben. Die Sorte Brent (Nordseeöl) legte seit Freitag rund 15 Prozent auf aktuell 84 US-Dollar pro Barrel zu. Wie geht es weiter? Asien/Pazifik zeigten sich heute Morgen bereits deutlich schwächer, Tokio minus 3,6 Prozent, Korea (KOSPI) minus 12 Prozent und Australien minus 2 Prozent. DAX und EuroStoxx wagen heute Vormittag eine leichte Erholung, was aber eher eine technische Reaktion auf die deutlichen Verluste von gestern sein dürfte. Das Börsenmotto in diesen Tagen lautet: Auf Sicht fahren und ausreichend Liquidität vorhalten, zum Kaufen ist es noch zu früh. Ihr Martin Braun, Börse Hannover Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der BÖAG Börsen AG, der Trägergesellschaft und Betreiberin der Wertpapierbörsen Hamburg, Hannover und Düsseldorf. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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