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Power-Aktien als heißes Eisen - Börse München

25.01.2026 14:31 Uhr - Autor: Ulrich Kirstein  auf twitter

Ulrich Kirstein mit der Börsen-Presseschau der Woche. Bild und Copyright: Bayerische Börse AG.

Vor und zurück, das scheint das Wesen von Trumps Politik zu sein und erinnert an die berühmte Echternacher Springprozession oder neudeutsch an TACO: Trump always chickens out, übersetzt: Trump begibt sich immer wieder nach Echternach.

Vor und zurück
Wie bereits des Öfteren hat sich Donald Trump wieder als Mitarbeiter des Monats für Börsen präsentiert und einen mehr als regen Handel ausgelöst. Wie schnell sich die Märkte von dem Schock der angedrohten und wieder zurückgenommenen Zölle erholen, bleibt abzuwarten, eine gewisse Verunsicherung ist jedoch nicht zu leugnen. „Trump verkündet Einigung zu Grönland“, freut sich die Süddeutsche Zeitung. Das Handelsblatt weiß den Grund für Trumps Einknicken: „Wie die Europäer Trump zum Rückzug zwangen“. Der Deal-Marker war weniger der US-Präsident, als Nato-Chef Rutte. Aber nicht immer handelt Europa glücklich: Feierten wir noch kürzlich das Mercosur-Abkommen unter der Rubrik „Positive Nachricht“, wurde es jetzt vom Europaparlament auf die lange Bank ge- beziehungsweise ans EU-Gericht abgeschoben: „Mercosur-Pakt muss Extrarunde drehen“, nennt es die Börsen-Zeitung. Die knappe Mehrheit der Gegenstimmen schöpft sich aus sehr unterschiedlichen Regionen und Parteiformationen, weshalb die Frankfurter Allgemeine Zeitung festhält: „Grüne streiten über Abstimmung bei Mercosur-Abkommen“.

Deutsche Aktien im Check
Börse Online und Focus Money befassen sich auf unterschiedliche Weise mit deutschen Aktien: Focus Money unternimmt den „großen Dax-Check“ und findet dabei die „15 besten Aktien“ aus 40. Mit dem deutschen Adler in Bronze erkennt Börse Online „Power-Aktien Made in Germany“. Immerhin reicht hier das Spektrum weiter als der Dax: „Von Bluechip bis Nebenwert“ nämlich. Dafür fällt das Ergebnis etwas geringer aus: „10 Top-Titel aus Deutschland“ findet die Redaktion nur. Der Aktionär zeigt uns ein vielarmiges Robotermännchen in Retrooptik: „Supertrend Robotik“ wird zweideutig als „heißes Eisen“ bezeichnet. Denn dahinter befinde sich ein „Markt mit Mega-Potenzial!“ Das führt ebenfalls zu „15 Aktien für die Robo-Rally“. Auch Euro am Sonntag hält etwas für „Mega“, China nämlich: „Mega-Chance China“, heißt es dort auf dem Titel: „Die chinesische Börse boomt: Die besten Aktien und Fonds“.





Krankes Telefon
Der tägliche Anschauungsunterricht auf der Straße lässt durchaus vermuten, dass Telefonieren krank machen kann. Ein gewisses Suchtpotenzial ist nicht zu verkennen, genauso wie ein erhöhtes Risiko, weil dem Verkehr nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt wird, von Genick- und Rückenleiden in Form von Haltungsschäden einmal ganz abgesehen. Irgendwie muss diese missliche Tatsache Bundeskanzler Friedrich Merz zu der Vermutung getrieben haben, eine telefonische Krankmeldung könne mit zum hierzulande erhöhten Krankenstand beitragen. Nachdem wir schon zu wenig arbeiten, sind wir jetzt also auch noch zu oft und zu lange krank. Weniger krank und schneller genese aber, wer seine Krankschreibung persönlich vom Arzt hole, so die Devise aus dem Kanzleramt. Immerhin, in den bekanntlich zumeist überfüllten Praxen kann man sich mit zusätzlichen Viren und guten Ratschlägen des Arztes versorgen und bekommt bei Erkältung akademisch angereichert vorgehalten, was man schon vorher wusste. Ein Effizienzsteigerungsprogramm ist dabei schwer zu erkennen, weshalb die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit kompetenter Hilfe gegenhält: „Krankenstand: Hausärzte warnen vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung“. Doch der Kanzler legt nach: „Merz bekräftigt Kritik am hohen Krankenstand“, meldet der Münchner Merkur.

Postscript: Echternach
Dass in der Echternacher Springprozession drei vor, zwei zurück gesprungen würde, entspricht wohl nicht den Tatsachen, vielmehr wird nach links und rechts gehüpft, was aber erstens gehüpft wie gesprungen ist und zweitens irgendwie auch in diese Zeiten passt, denn wirklich schwungvoll voran kommt man so nicht. Deshalb dauert es seine Zeit, bis die frommen Springer ihr Ziel, das Grabmal des Heiligen Willibrod in der örtlichen Kathedrale, erreichen. Der Apostel der Friesen wird im übrigen gerne um Hilfe angebetet, wenn es um Epilepsie oder Krämpfe geht, ob Krampf auch eine Rolle spielt, ist nicht überliefert.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Bayerischen Börse AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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