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Aktien ohne klaren Trend - Börse München

21.07.2025 10:59 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Ulrich Kirstein von der Börse München wirft einen Blick auf die Entwicklungen an den deutschen und internationalen Aktien- und Anleihemärkten. Bild und Copyright: Bayerische Börse AG.

Die deutschen Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche geschwankt und letztlich uneinheitlich geschlossen. In der ersten Wochenhälfte dominierten klar die Belastungen: Angefangen mit den neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump vom vorangegangenen Wochenende über unterschiedliche Inflationsdaten aus den USA bis hin zu wieder aufgekommenen Sorgen vor einer Entlassung von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank Fed. Im weiteren Wochenverlauf legten sich die letztgenannten Befürchtungen durch Äußerungen von US-Präsident Trump: Man habe keine entsprechenden Pläne. Experten wiesen zudem darauf hin, dass Trump formal keine direkte Befugnis, habe, den Fed-Chef zu entlassen, was Marktbeobachter allerdings mit der Bemerkung quittierten, dass dies nicht unbedingt ein Hindernis für die aktuelle US-Regierung sei. Zu Ende der Handelswoche trat der Zollkonflikt zwischen den USA und der EU, obwohl weiter ungelöst, bei den meisten Anlegern wieder in den Hintergrund.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) kam im Wochenvergleich um 0,1 Prozent voran auf 24.289,51 Punkte. Der MDax ging dagegen um 0,8 Prozent zurück auf 31.098,37 Zähler. Der TecDax rückte um 0,7 Prozent vor auf 3.941,05 Punkte. Der m:access All-Share legte um 0,7 Prozent zu auf 1.385,50 Zähler.

Größte Gewinner im Dax waren in der vergangenen Woche die Titel von Siemens Energy mit einem Plus von 6,2 Prozent, der Energietechnikkonzern profitierte unter anderem von besser als erwartet ausgefallenen Zahlen des schweizerischen Industriekonzerns ABB. Im MDax griffen die Anleger bevorzugt zu den Aktien von Redcare Pharmacy, vor allem ein Urteil des Bundesgerichtshofs zu Bonusprämien auf rezeptpflichtige Medikamente im Sinne von Online-Apotheken trieb den Kurs um 18,3 Prozent. Dagegen sackten die Titel von Jungheinrich um 19,2 Prozent ab. Der Logistiker hatte die Anleger mit einer Gewinnwarnung aufgrund eines Umbaus, der erst einmal Geld kosten werde, verschreckt.

Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten sind in der vergangenen Woche gestiegen. Zeitweise sorgten die Nachrichten um den Fed-Chef Jerome Powell und seine mögliche Entlassung für Unsicherheit, zudem blieb das Thema Zollkonflikt und seine möglichen Folgen im Raum. Einige besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten ließen die Sorgen um die US-amerikanische Wirtschaft wieder kleiner werden. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank im Wochenvergleich von 2,73 auf 2,70 Prozent. Die Umlaufrendite ging von 2,57 auf 2,54 Prozent zurück.





Die US-Aktienbörsen haben die vergangene Woche wie ihre deutschen Pendants uneinheitlich beschlossen. Unternehmenszahlen in der angelaufenen Berichtssaison fielen unterschiedlich aus, einige enttäuschten die Investoren sogar trotz erfüllter Analystenschätzungen. So legte beispielsweise Netflix als gut eingestufte Daten vor, etliche Anleger hatten allerdings auf noch mehr gehofft. Der Dow-Jones-Index ging im Wochenvergleich minimal um 0,1 Prozent zurück auf 44.342,19 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 zog um 0,6 Prozent an auf 6.296,79 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100 stieg um 1,3 Prozent auf 23.065,47 Punkte.

Ausblick
Bei etlichen Analysten ist die Zurückhaltung der vergangenen Woche wieder einer positiven Grundstimmung gewichen, was die Entwicklung an den deutschen Aktienbörsen in der aktuellen Woche betrifft. Zu Ende der Vorwoche hatte sich wieder die zuletzt kritisierte Gleichgültigkeit vieler Anleger in Bezug auf den Zollkonflikt gezeigt, die nach Meinung von Analysten auch anhalten könnte – zumindest solange, so lange es keine neuen Negativnachrichten in Bezug auf die von US-Seite für den 1. August angedrohten Zölle oder neue Ankündigungen durch US-Präsident Trump gibt. Insofern verweisen auch momentan optimistisch gesinnte Analysten auf den möglichen und dann eventuell dominierenden Einfluss aus dieser Richtung.

Sollte dieser ausbleiben, so dürften die Marktteilnehmer besonders auf die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) achten. Dabei rechnen allerdings die wenigsten mit einer Änderung der aktuellen Leitzinsen. Sollte die EZB doch anders entscheiden, so dürfte sich das merklich an den Märkten zeigen.

Daneben könnten auch Konjunkturdaten wie die Einkaufsmanagerindizes aus der EU und den USA, der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland oder die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA die Stimmung an den Börsen beeinflussen.



Impulse dürften zudem von der ins Rollen kommenden Berichtssaison kommen. Dabei legen hierzulande aus der ersten Börsenreihe Deutsche Bank, Deutsche Börse, MTU Aero Engines, SAP, Sartorius und Volkswagen Ergebnisse und Ausblicke vor, auch aus den USA kommen zahlreiche Veröffentlichungen.

Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Mittwoch, 23.07.: Verbrauchervertrauen in der Eurozone
Donnerstag, 24.07.: GfK-Verbrauchervertrauen (Deutschland); Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone; Dienstleistungsindizes für Deutschland und die Eurozone; Ergebnis der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank; S&P-Global Einkaufsmanagerindizes (USA); Chicago Fed nationaler Aktivitätsindex (USA)
Freitag, 25.07.: Ifo-Geschäftsklimaindex (Deutschland); Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Bayerischen Börse AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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