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Frankreich zeigt RN rote Karte: Markt erleichtert – Standort durch Wahlausgang trotzdem unter Druck - DZ Bank

08.07.2024 12:19 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Euronext-Börse in Paris. Bild und Copyright: HJBC / shutterstock.com

Ein rechter Durchmarsch bei den Parlamentswahlen in Frankreich ist nicht zur Realität geworden – der Rassemblement National (RN) erreicht nur Platz drei. Neben dem Linksbündnis Nouveau Front Populaire (NFP), das Platz eins belegt, kann sich Staatspräsident Emmanuel Macron somit als Sieger fühlen. Sein liberales Bündnis Ensemble wird immerhin zweitstärkste Kraft.

Eine Fortführung seiner bisherigen Politik bedeutet das aber nicht. Da kein Bündnis die absolute Mehrheit erreicht hat, schlägt nun die Stunde der Kompromisse. Macron dürfte darauf abzielen, das NFP zu spalten – der Präsident lehnt jegliche Zusammenarbeit mit den Ultralinken von La France Insoumise rund um Jean-Luc Mélenchon ab.

Allerdings: „Auch eine Mitte-Links-Koalition ist alles andere als ein Selbstläufer und mit hohen Forderungen an Ensemble verbunden“, sagt Daniel Lenz, Leiter Strategie Euro-Zinsmärkte. Konkret gehe es dabei um steigende Sozialausgaben und höhere Steuern für Besserverdiener. „Frankreichs hohes strukturelles Budgetdefizit dürfte sich damit verfestigen“, so der Analyst.

Eine erhöhte Spreadvolatilität der französischen Staatsanleihen ist deshalb wahrscheinlich. „Die zehnjährigen Risikoaufschläge werden auf absehbare Zeit nicht wieder ihr Vorkrisenniveau erreichen“, betont Lenz.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der DZ Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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