Commerzbank: Stimmungsindikatoren zeigen ein (zu) optimistisches Bild der Investoren
28.01.2015 09:52 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Langfristig orientieren sich Aktienmärkte an Fundamentaldaten. Kurzfristig bestimmen oft Stimmungen die Kurse. Dabei kommt es nicht selten zu kurzfristigen Übertreibungen nach oben wie nach unten. Um diese zu bestimmen und unter Timingaspekten zu nutzen, bedienen wir uns u.a. des abgebildeten Sentimentindikators. Die Erfahrung zeigt, dass es im Wesentlichen Extrempositionen sind, die vielversprechende Signale liefern. Aktuell zeigt sich dank der EZB eine extrem positive Stimmung für europäische Aktien. Für uns Grund genug, mit Neuengagements - trotz aller positiver längerfristigen Aussichten - noch etwas zu warten. Zinsen und Anleihen Aktien Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
An den Rentenmärkten blieb der Grundton gestern freundlich. Der Impuls ging diesmal von den USA aus, wo die Auftragseingänge für langlebige Güter im Dezember um 3,4% zurückgingen, nachdem schon im Vormonat eine Kontraktion zu verzeichnen gewesen war. Freilich verzerren oft die volatilen Orders für Flugzeuge und Militärgüter das Gesamtbild. Aber auch wenn man diese beiden Komponenten ausklammert, um die „Kernaufträge“ zu ermitteln, die ihrerseits ein guter Indikator für die Investitionsdynamik sind, war die Entwicklung zuletzt enttäuschend. Die Kernaufträge fielen den vierten Monat hintereinander und lagen nur noch 1,7% höher als vor Jahresfrist; im Jahresmittel 2014 sind sie allerdings um 4,4% angestiegen. Vor allem Maschinen wurden zuletzt weniger bestellt, obgleich die Kapazitätsauslastung im Dezember ein neues Nachkrisenhoch erreicht hat. Zwei Faktoren könnten hier eine Rolle spielen: Der Fall der Ölpreise hemmt die Aktivitäten bei der Ölexploration und der feste USD macht Importe attraktiver. Unter dem Strich profitieren die USA aber vom gesunkenen Ölpreis, wie auch am kräftigen Anstieg des Verbrauchervertrauens deutlich wird, welches der feste Arbeitsmarkt zusätzlich beflügelt hat. Immerhin ist das Verbrauchervertrauen im Dezember um 9,8 auf 102,9 Punkte gestiegen, den höchsten Wert seit Sommer 2007. Hauptereignis heute ist die FOMC-Sitzung der Fed. Wir gehen davon aus, dass die Fed angesichts der Verbesserung am Arbeitsmarkt einer Leitzinsanhebung näherrückt; die Straffung dürfte nicht so weit in der Zukunft liegen, wie es der Markt aktuell erwartet.
An den europäischen Aktienmärkten setzte gestern die über-fällige Gegenbewegung ein. Hatte die Euphorie über die EZB insbesondere bei ausländischen Investoren zu Umschichtungen nach Europa und insbesondere Deutschland geführt, beherrschten nun Gewinnmitnahmen das Bild. Nach einem Kursanstieg des Dax von rd. 10% seit Jahresanfang dürfte dies allerdings keine große Überraschung darstellen. Als Auslöser dienten dabei u.a. Berichte über Forderungen der EZB nach höheren Eigenkapitalquoten der Banken (Spekulationen über eventuelle Kapitalerhöhungen). Auch rückte die Berichtssaison die insgesamt weiterhin wenig dynamische konjunkturelle Entwicklung zurück in den Fokus. Enttäuscht aufgenommene Quartalszahlen von Siemens (-3,0%) oder auch Philips (-5,9%) drückten auf die Stimmung. Neben den Banken (-1,4%) verloren vor allem zyklische Sektoren wie Autos (-2,3%) und Bau (-2,0%) überdurchschnittlich. Am US-Markt ging es ebenfalls abwärts, allerdings konnten die Indizes über den Tagestiefs schließen. Neben den Vorgaben aus Europa belasteten die Zahlen von Microsoft (9,3%), DuPont (-1,3%), Caterpillar (-7,2%) und Procter&Gamble (-3,5%) die Stimmung. Die Berichtssaison in den USA fällt damit als posi-tiv treibende Kraft weiterhin aus. Der starke US-Dollar macht sich in den Ausblicken der Unternehmen zunehmend negativ bemerkbar. Die Makrodaten fielen zudem lediglich gemischt aus. In Asien notieren die Indizes heute Morgen uneinheitlich. Während sich die Märkte wie Japan, Südkorea und Indien ins Plus retten konnten, ging es in China abwärts. In Singapur konnten die anfänglichen Kursgewinne nach weiteren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen nicht gehalten werden.
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