4investors Exklusiv

Aktien

Branchen- und Themenspecials

Ihre privaten Finanzen

Schneider Electric

Börse am Morgen: H&M, Schneider Electric, Shelly, Verbio, Konjunkturdaten - Nord/LB

25.09.2026 07:57 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

Der Konjunkturoptimismus der deutschen Unternehmen nimmt auch im September zu. Der ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im laufenden Monat stärker als erwartet, sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen werden erneut besser als im Vormonat beurteilt. Die Frühindikatoren signalisieren unisono eine fortgesetzte Stimmungsaufhellung und einen konjunkturellen Aufschwung. Die Unternehmen zeigen sich recht unbeeindruckt von Belastungen durch Geopolitik, Irankrieg, Energiepreisschub, Zinsanstieg oder die jüngsten Wahlergebnisse. Zum positiven Konjunkturausblick trägt auch die Fiskalpolitik bei, wir rechnen mit einem realen BIP-Anstieg von 1,3% für dieses und das kommende Jahr.

Ausländische Investoren greifen verstärkt bei deutschen Unternehmen zu. Nach 9M 2026 summierten sich Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Käufer laut den „League Tables“ des Finanzdatenanbieters LSEG auf USD 107 Mrd. und damit auf rund 60% des gesamten M&A-Volumens mit deutscher Beteiligung von USD 179,3 Mrd. Auch deutsche Konzerne waren im Ausland aktiv und investierten vor allem in den USA. Das Transaktionsvolumen insgesamt stieg um 47% auf den höchsten Stand seit 2018, obwohl die Zahl der Deals leicht zurückging. Marktbeobachter sehen darin eine Rückkehr großer strategischer Übernahmen, getragen von dem Bestreben, im globalen Wettbewerb an Größe zu gewinnen.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche überraschend leicht auf 197.000 gesunken. Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg auf 200.000 Anträge gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde auf 198.000 nach oben revidiert.

Tagesausblick
Nachdem die letzten Tage eine „ganze Latte“ von Indikatoren veröffentlicht wurde, ist der heutige Datenkranz überschaubar. Gleichwohl liefert das GfK Verbrauchervertrauen einen wichtigen Einblick in die Stimmung der hiesigen Konsumenten. Zwar gehen wir von einer marginalen Verbesserung aus, ein großer Sprung nach vorne ist aber zunächst nicht absehbar. Außerdem wird der Michigan Index am frühen Nachmittag das Pendant aus den USA liefern und dort Einblick in die Konsumstimmung geben.

Aktienmärkte und Rentenmärkte
Die Anleihemärkte waren durch steigende Ölpreise belastet, die die Inflationssorgen der Anleger verstärkten. Entsprechend zogen die Renditen an. So kletterte diejenige der zehnjähriger deutscher Bundesanleihen auf 3,60%.

Steigende Ölpreise drückten die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Die soliden Ifo-Daten sowie die Verlängerung des Zollaufschubs zwischen den USA und China begrenzten die Verluste nur zeitweise. DAX -0,57%; MDAX -1,39%; TecDAX -1,35%. Auch an der Wall Street bremsten steigende Anleiherenditen und Befürchtungen um eine weitere Eskalation im Nahen Osten. Dow Jones -0,31%; S&P 500 -0,02%; Nasdaq Comp. +0,01%.

Unternehmen
Der französische Siemens-Rivale Schneider Electric will mit der Übernahme der bulgarischen Shelly Group sein Geschäft im Bereich Gebäudetechnik ausbauen. Für den Anbieter von Smart-Home-Lösungen bietet der Konzern EUR 70 je Aktie (rund EUR 1,2 Mrd.). Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt einer Annahmequote von mindestens 95%. Die Shelly-Gründer halten zusammen 57% der Anteile und unterstützen die Transaktion. Das Angebot liegt 8,7% über dem Frankfurter Schlusskurs von Mittwoch, aber rund 27% über dem Kursniveau vor Bekanntwerden der Übernahmegerüchte (Ende Juli).

Der Biokraftstoffhersteller Verbio startet mit einem vorsichtigeren Ausblick in das GJ 2026/27 als vom Markt erwartet und prognostiziert ein EBITDA von EUR 210 bis 250 Mio. Die Analystenschätzungen lagen bei EUR 266 Mio. Im GJ 2025/26 steigerte Verbio dank höherer Nachfrage und gestiegener Preise den Umsatz um knapp 20% auf EUR 1,87 Mrd., während das EBITDA auf EUR 193,9 Mio. (Vj.: EUR 14,2 Mio.) zulegte.

Der schwedische Modekonzern H&M hat dank seines Sparkurses den operativen Gewinn im Zeitraum Juni bis August auf SEK 6,04 Mrd. (Vj.:
SEK 4,91 Mrd.) gesteigert. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten (SEK 5,14 Mrd.). Das Umsatzwachstum von +1% bleibt jedoch schwach und verfehlte die Prognosen. Für September stellt H&M ebenfalls lediglich ein Plus 1% in Aussicht.

Rohstoffe
Im Streit um die Wiederherstellung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus bleiben die USA und der Iran offenbar in zentralen Fragen uneinig. Fehlende Fortschritte auf dem Weg zu einer diplomatischen Lösung sorgten für steigende Ölpreise.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Anzeige

4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen

Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.




4investors-News - Schneider Electric

22.02.2025 - Weekly Update: DAX, Nvidia, Solana, Schneider Electric - ICF BANK AG ...
23.04.2019 - Schneider Electric: Guter Jahresauftakt ...

DGAP-News dieses Unternehmens