Börse am Morgen: Nvidia, SAP, Siemens Energy, Konjunkturdaten,. Börsentermine - Nord/LB
27.08.2026 07:28 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im August überraschend stark aufgehellt. Das Ifo-Exportbarometer stieg von -2,8 auf +9,6 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2022 sowie den stärksten Monatsanstieg seit Juni 2020. Treiber der positiven Entwicklung sind v.a. die kräftige Nachfrage aus Europa sowie Investitionen in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Auch die Automobilindustrie und die Metallverarbeitung blicken wieder zuversichtlicher auf ihre Exportaussichten. Dagegen rechnen Unternehmen aus der Papierindustrie sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung mit rückläufigen Exporten. Während die Exporte in die EU deutlich zulegen, bleibt das China-Geschäft schwach. Die Abwanderung von Forschung und Entwicklung aus der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie hält unvermindert an. Hatte in den vergangenen beiden Jahren allein die Pharmabranche die heimischen Investitionen noch im Plus gehalten, gerät nun auch sie zunehmend unter Druck. Für das lfd. Jahr planten 29% der Unternehmen, ihre Forschungsausgaben im Inland zu kürzen, teilte der Branchenverband VCI mit. Im Gegenzug wollten 41% der befragten Firmen ihre Etats im Ausland aufstocken. Zwar lagen die Forschungsbudgets 2025 mit knapp 16 Mrd. EUR noch auf hohem Niveau. Die Dynamik lasse jedoch nach. Trotz anhaltend hoher Inflation in den USA steigern die Verbraucher ihre Ausgaben stärker als erwartet. Der private Konsum legte im Juli um 0,2% ggü. dem Vormonat zu. Der private Konsum gilt als Triebkraft der US-Wirtschaft, die durch die Belastungen des Iran-Krieges im Frühjahr nicht mehr so schnell wuchs: Das Bruttoinlandsprodukt legte laut vorläufigen Daten auf das Jahr hochgerechnet im Zeitraum von April bis Juni um 1,5% zu. Zu Jahresbeginn wurde ein Zuwachs von 2,1% erzielt. Tagesausblick Aktienmärkte Höher als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten und die Zurückhaltung der Anleger vor den Quartalszahlen des KI-Vorreiters Nvidia haben die Wall Streetzur Wochenmitte gebremst. Einem Bericht des Handelsministeriums zufolge stieg die jährliche Inflationsrate in den USA im Juli auf 3,7% und lag damit leicht über den Erwartungen. Dow Jones -0,21%; S&P 500 -0,02%; Nasdaq Comp. -0,08%. Unternehmen Der Energietechnikkonzern Siemens Energy will sein Dampfturbinengeschäft neu aufstellen und möglicherweise später veräußern. Ziel sei die Schaffung eines starken und unabhängigen Unternehmens für industrielle Energielösungen. Die künftige Aufstellung solle Transformation of Industry mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Möglichkeiten für weiteres Wachstum eröffnen – von der Hereinnahme externer Investoren bis hin zu einer möglichen Kapitalmarkttransaktion. Rohstoffe Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen! 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Nach einer ereignisreichen ersten Wochenhälfte wird der heutige Tag eine kleine datenseitige Verschnaufpause bieten. Eine Ausnahme ist das GfK Verbrauchervertrauen: Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland dürfte im September jedoch weiter verhalten bleiben. In den USA beginnt das von Investoren mit Spannung erwartete Notenbankenforum in Jackson Hole. Im Bundesstaat Wyoming treffen sich Währungshüter aus aller Welt. Dieses Jahr steht das dreitägige Forum unter dem Leitmotto "Finanzinnovation". US-Notenbankchef Warsh wird morgen eine Rede halten. Er will dabei in Zeiten anhaltend hoher Inflation und eines jüngst von Stellenabbau geprägten USArbeitsmarkts die großen wirtschaftl. Themen in den Blick nehmen.
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich vor den am Abend erwarteten Quartalszahlen von Nvidia zunächst gut gelaunt. Weiter sinkende Ölpreise dämpften die Inflationssorgen und stützten die Aktienkurse. Kursverluste beim DAX-Schwergewicht SAP verhinderten allerdings höhere Aufschläge. Zum Handelsende schmolzen zwar die Gewinne, für positive Vorzeichen reichte es dennoch. DAX +0,08%; MDAX +0,79%
Der US-Chipkonzern Nvidia hat dank der ungebrochenen Nachfrage nach Hardware für Künstliche Intelligenz seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Erlöse stiegen auf 96,22 Mrd. USD. Experten hatten im Schnitt mit rund 4 Mrd. USD weniger gerechnet. Der bereinigte Gewinn lag bei 2,22 USD pro Aktie und damit ebenfalls über den Prognosen. Für das laufende Q3 stellte Nvidia rund 108 Mrd. USD Umsatz in Aussicht, was die Schätzungen von 104,19 Mrd. USD ebenfalls übertraf. Die Zahlen von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt.
Die Ölpreise sind erneut gefallen und haben damit die Abwärtsbewegung seit Beginn der Handelswoche fortgesetzt. Zuletzt haben diplomatische Bemühungen im Nahen Osten an Dynamik gewonnen, was die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation dämpfte.
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